Sieg in Diez-Limburg; Kobras bleiben Tabellenführer

Vizemeister gegen Tabellenführer, so eine Spielpaarung hört sich vielversprechend an.

Zugegeben in solch frühen Stadium der Saison hat das wenig Aussagekraft, trotzdem kamen die Zuschauer auf Ihre Kosten, wobei das Ergebnis den Kobra-Fans am Ende doch besser schmecken durfte.

Ein glänzend aufgelegter Marvin Frenzel hatte keinen unerheblichen Anteil am Sieg der Kobras. Copyright: Markus Szczepanski für Dinslaken Kobras

Zunächst machten die Hausherren erwartungsgemäß viel Druck und konnten bereits in der 3.Minute durch Grund mit 1-0 in Führung gehen. Und auch in den folgenden Minuten sahen die Zuschauer ein Spiel in eine Richtung, und zwar in Richtung Kobras – Tor. Als Michal Plichta in der 8. Minute zum 1:1 ausglich, dachte immer noch keiner der Rockets-Fans an eine Wendung im Spiel.
Für die Kobras war dies ein Weckruf und sie übernahmen das Kommando im Spiel, und nach dem sehenswerten Tor von Joey Menzel zum 1-2 in der 16.Minute verdunkelten sich schon die Mienen einiger Fans der Rockets. In der 17. Minute überraschte Michal Plichta dann alle im Stadion, vor allem aber Rockets Goalie Schönfelder mit einem listigen Schuss aus spitzem Winkel, der irgendwie den Weg ins Tor fand.
Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Pause.

Im 2.Drittel schnürten die Gastgeber die Kobras zunächst minutenlang im eigene Spieldrittel ein und schossen aus allen Lagen. Aber entweder verfehlten Ihre Schüsse knapp das Tor oder scheiterten am glänzend aufgelegten Marvin Frenzel im Kasten der Kobras. In der 31.Minute war aber auch er machtlos, als erneut Julian Grund nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor zum 2-3 abstauben konnte. Nun hatten die Rockets wieder Oberwasser und stürmten vehement Richtung Kobras – Tor.
Aber genau 2 Minuten nach dem Anschlusstreffer versetzte Michal Plichta mit seinem 3.Tor des Abends der aufkommenden Euphorie bei den Gastgebern einen gewaltigen Dämpfer.
Kurz drauf setzte Andre Bruch einen fiesen Bandencheck an und Tim Cornelißen sagte bzw. besser gesagt zeigte ihm seine Sicht der Dinge dazu.

“Ich will ihm doch nur helfen, aufzustehen”, könnte hier Tim Cornelißen zu Philipp Heffler gesagt haben. Ist aber nicht sehr wahrscheinlich. Copyright: Markus Szczepanski für Dinslaken Kobras

Aus diesem Scharmützel ging „Conny“ als klarer Sieger hervor.
Allerdings nutzten die Rockets die daraus anschließende Überzahl zum erneuten Anschlusstreffer zum 3:4 durch Tobias Schwab, aber schon 2 Minuten später zerstörte Philipp Heffler alle Hoffnungen der Gastgeber. Nach einem tollen Konter rechneten alle mit einem Pass auf den mitgelaufenen Plichta, aber Heffler hämmerte den Puck höchstpersönlich in die Maschen.
Nur eine Minute später klingelte es erneut im Kasten von Schönfelder, denn Jesse Parker zog einfach mal ab und schon stand es 3:6.

Ins letzte Drittel gingen die Hausherren mit einem frischen Goalie, denn Nils Flemming ersetze Constantin Schönfelder. Er konnte sich zweimal glänzend auszeichnen, bevor Jesse Parker ihn mit dem 3-7 in der 44.Minute zum ersten Mal bezwingen konnte.
Mit der sicheren Führung im Rücken ließen die Kobras es nun etwas ruhiger angehen, allerdings hatte man zu keinem Zeitpunkt mehr das Gefühl, dass man sich hier noch die Butter vom Brot nehmen lassen würde. Auch mit der nun zunehmenden Härte der Gastgeber schien man cool umzugehen. Lediglich in der 49.Minute wurde es Leon Taraschewski und Benedikt Hüsken zu bunt, als sie die nun immer wiederkehrenden Angriffe auf Torhüter Frenzel mal auf ihre Art klären

Vor beiden Gehäusen herrschte häufig reger Betrieb, Marvin Frenzel bekam aber deutlich mehr zu tun. Copyright: Markus Szczepanski für Dinslaken Kobras

wollten, aber auch hier wurde kaum über die Stränge geschlagen, alle Beteiligten wanderten für 2 Minuten auf die Strafbank. Von eben dieser kam in der 51. Minute auch Pierre Wex und keiner der Kobras hatte ihn wohl von dort kommen sehen, denn er konnte ganz alleine auf Marvin Frenzel zu laufen und ihn in Penalty – Manier zum 4:7 bezwingen. Aber die Kobras ließen sich davon erneut nicht beeindrucken, sondern gaben mit dem 4:8 durch Michal Plichta in der 53.Mnute erneut die richtige Antwort.
In der 56.Minute konnten die Rockets erneut durch Pierre Wex, zwar noch das 5:8 erzielen, aber das war an dieser Stelle wirklich nur noch Ergebniskosmetik.

Trainer Milan Vanek war nach dem Spiel auch zufrieden mit der gesamten Mannschaftsleistung, gab aber auch ehrlich zu, dass im 2.Drittel bei einem Schussverhältnis von 7-22 aus Sicht der Kobras das Spiel hätte kippen können. „Die Mannschaft soll den Moment genießen aber auch nicht den Fokus aufs kommende Spiel gegen Lauterbach vergessen“, so Vanek weiter.

Als Fazit bleibt festzuhalten: Die Kobras gewinnen die 3 Punkte, Michal Plichta den Pokal für den Dinslakener Spieler des Spiels und Marvin Linse einen Besuch im Diezer Krankenhaus. Der Verteidiger wurde im letzten Drittel unabsichtlich von einem Puck im Gesicht getroffen und musste mit einem Cut an der Oberlippe ins Krankenhaus, wo dieser genäht wurde und er danach auch den Heimweg antreten konnte.

Wir wünschen unserer #81 eine schnelle Genesung.

 

EG Diez Limburg – Dinslaken Kobras:        5:8 (1:3; 2:3; 2.2)

Torschützen Limburg:                                   Grund, Wex (je 2), Schwab
Torschützen Dinslaken:                                Plichta (4), Parker (2), Heffler, Menzel

Strafminuten Diez-Limburg:                      22 + 10 (Böhm)
Strafminuten Dinslaken:                             16

classic

yes

;

Copyright © 2018 Dinslaken Kobras    I    Website by housegrafic    I    DATENSCHUTZ    I    IMPRESSUM