Engagierte Kobras belohnen sich nicht

 

Im fünften Heimspiel der Saison unterliegen die Dinslaken Kobras gegen clever spielende Soester Bördeindianer knapp mit 3:4 (0:0; 2:2; 1:2). Obwohl die Kobras leicht favorisiert in das Match gingen, hat man sich den Verlauf sicherlich anders vorgestellt.

 

Michal Plichta behauptet die Scheibe – Copyright by Markus Szczepanski

Das erste Drittel begann recht zäh. Das Spiel beider Mannschaften war defensiv gut eingestellt und es kam auf beiden Seiten zu vereinzelten Torchancen, die aber von beiden Goalies gut entschärft wurden. Da viele Spielansätze von beiden Defensivabteilungen gut unterbunden wurden, war schönes Eishockey leider Mangelware. Es fehlte auf beiden Seiten der Mut und der Zug zum Tor. Folgerichtig ging es mit einem torlosen Unentschieden in die erste Drittelpause.

„Unser erstes Drittel war das Beste, da hatten wir wenige aber gute Torchancen, die von einem guten Torwart auf Dinslakener Seite verhindert wurden“, so Trainer Dieter Brüggemann der Soester.

 

Der Start des zweiten Spielabschnitts lief für die Soester Bördeindianer nach Maß. Bereits nach 41 Sekunden fiel das erste Tor des abends für die Gäste. Torschütze war Martin Benes.

Die Kobras blieben unbeeindruckt und gaben 5 Minuten später die passende Antwort zum 1:1 Ausgleich. Hier war es Jesse Parker, der die Kobra Fans wieder jubeln lassen konnte. Der erste Treffer der Kobras an diesem Abend beflügelte auch die Kobra Anhänger und die Stimmung und der Support nahm stetig zu.

Da das Spiel ein wenig intensiver und ruppiger wurde, gab es viele Strafminuten auf beiden Seiten. Hart erwischt hat es Alexander Zaslavski, der für eine 10-minütige Disziplinarstrafe in die Kühlbox geschickt wurde.

Im weiteren Spielverlauf gelang den Soestern sogar ein Tor in Unterzahl. Sie nutzen die ungenauen Pässe an der blauen Linie der Kobras und schickten Martin Benes auf die Reise, der mit seinem Doppelpack seine Mannschaft erneut in Front brachte. Von dieser erneuten Führung der Bördeindianer waren die Kobras ebenfalls unbeeindruckt. Kurz vor dem ertönen der Pausensirene traf Pascal Behlau zum sehr wichtigen Ausgleich für die Giftschlangen. Mit einem erneuten Remis ging es in die letzte Drittelpause der Partie.

 

Das dritte und letzte Drittel war von Spannung geprägt. Innerhalb von zwei Minuten stellen die Soester einen zwei Tore Abstand her. Die Torschützen waren Martin Benes zu seinem dritten Treffer an diesem Abend und Ernst Reschetnikow.

Intensiv geführte Zweikämpfe beider Teams – Copyright by Markus Szczepanski

Bekanntlich ist aber, dass Kobras niemals aufgeben und so schallte es von den Rängen. Der siebte Mann war in dieser Phase sehr wichtig und der support der Kobra Fans sollte sich auszahlen. In der 46. Spielminute war es Stefan Dreyer, der den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 3:4 für die Giftschlangen erzielte. Die Stimmung auf den Rängen war überragend. Die Kobra Fans hörten gar nicht mehr auf zu singen. Ein richtiger Hexenkessel.

„Soest hat heute eine Grandiose Leistung abgerufen. Das einzige was bei uns heute grandios war, waren die Fans“, so Schlangenbeschwörer Milan Vanek zu seiner Stellungnahme.

Die Kobras waren drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Aber durch gutes Pressing und gutes Stellungsspiel der Gäste, gelang es den Kobras leider nicht mehr.

„Nach dem dritten Tor der Dinslakener waren wir bisschen am Schwimmen, aber wir haben das gut über die Zeit gebracht und am Ende verdient gewonnen, sagte Dieter Brüggemann am Ende der Pressekonferenz.

 

Obwohl die Kobras als Außenseiter gegen die Rockets aus Diez- Limburg am Sonntagabend in die Partie gehen, werden sie alles in die Waagschale werfen, um die drei Punkte in der Schlangengrube zu behalten. Mit den Kobra Anhängern im Rücken und guter Einstellung ist man zuversichtlich, dass man Sonntagabend erneut Punkte gegen Diez Limburg mitnehmen kann. Das Eröffnungsbully ist für 19 Uhr angesetzt.

 

 

 

Dinslaken Kobras –Soester EG:                  3:4 (0:0; 2:2; 1:2)

 

Torschützen Dinslaken:                   Jesse Parker, Pascal Behlau, Stefan Dreyer
Torschützen Soest:                           Martin Benes (3x), Ernst Reschetnikow

 

Strafminuten Dinslaken:                 12 (+10 Minuten Disziplinarstrafe Zaslavski)

Strafminuten Soest:                         10

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