Ein Auftakt nach Maß

Mit der Begegnung Löwen Frankfurt U25 – Perspektivteam gegen die Dinslakener Kobras wurde am gestrigen Abend die Hauptrunde der Eishockey Regionalligasaison 2018 / 2019 eröffnet.
Das Team vom Niederrhein wird die Partie in guter Erinnerung behalten.

Denn kaum besser hätte der Auftakt für die Niederrheiner laufen können. Mit 9:1 (3.0, 2:0; 4:1) bezwangen die Giftschlangen den hessischen Liganeuling auf fremden Terrain.

Henrik Müller und Dominik Spazier im Angriff. Copyright: Simone Neuhaus

Für die Dinslakener wurde es gestern Abend zum ersten Mal in dieser Saison ernst. Und dann traf man ausgerechnet auf den Liganeuling Frankfurt, der sich nach seinem Aufstieg enorm verstärkt hatte. Doch wie stark waren die Hessen wirklich ? Das Team von Trainer Bohumil Kratochvil war für die Giftschlangen zunächst eine Wundertüte.

Dementsprechend konzentriert ging das Team von Milan Vanek von Beginn an zu Werke. Was ihnen einen enormen Vorteil brachte. Kämpferisch gut eingestellt wie immer, besonders aber aufmerksam bei der Defensivarbeit, ließen sie insbesondere im Eröffnungsdrittel nur wenige Chancen der Gastgeber zu, schafften es aber selbst, immer wieder gute Möglichkeiten zu kreieren und ein ums andere Mal vor dem gegnerischen Gehäuse gefährlich aufzutauchen.
Zwar musste man aus verschiedenen Gründen auf das Mitwirken von Dennis Kohl, Kristof Kelsch, Pascal Behlau und Lukas Möllenbeck verzichten, doch auch ohne diese Akteure waren die Giftschlangen in den ersten 20 Minuten obenauf. Das erste Saisontor ließ dann auch nur 178 Sekunden auf sich warten. Es war Dominick Spazier, der die Gäste erstmalig auf die Anzeigetafel brachte.
Die Löwen vermochten es nicht, sich schnell von diesem Schreck zu erholen und die Giftschlangen konnten nachlegen. Gespielt waren 9 Minuten und 3 Sekunden, da hatten Philipp Heffler und Stefan Dreyer die Führung auf 3 Tore ausgebaut.

Um jeden Puck wurde gefightet. Hier versucht es Stefan Dreyer gegen Radim Reznicek. Copyright: Simone Neuhaus

Nun ging ein Ruck durch die Gastgeber und für die nächsten 30 Minuten herrschte ein optisches Gleichgewicht. Doch auch in dieser Zeit waren die Kobras das abgeklärtere Team.  Jeder Dinslakener stand bei Angriff der Hessen nah an seinem Gegenspieler und so vermochten viele Frankfurter Angriffe im Keim erstickt zu werden. Auch sonst war immer irgendwo ein Dinslakener Stock oder Körperteil in der Schussbahn.
Und war die Verteidigung geschlagen, stand ein gut aufgelegter Marvin Frenzel zwischen den Pfosten und verhinderte Schlimmeres. Im Gegenzug bewiesen die Giftschlangen Effektivität, denn Jesse Parker vermochte im zweiten Abschnitt den Puck zweimal über die gegnerische Torlinie zu befördern.

Auch Petr Macaj rettete ein ums andere Mal gegen wütende Angriffe der Löwen. Copyright: Simone Neuhaus

Als dann Auswärtskapitän Michal Plichta in der 47. Minute das 6:0 erzielte, war der Drops gelutscht.  Leider schalteten nun auch die Gäste 1-2 Gänge herunter, was wiederum Marvin Frenzel einen Shutout vermasselte. Denn bei dem Ehrentreffer von Marc Schaub in der 51. Minute hatte die Kobra-Defensive herzlich eingeladen.
Trotzdem wussten nun auch die Löwen, wer an diesem Abend das Eis als Sieger verlassen würde und ihre Gegenwehr hielt sich in Grenzen. Nutznießer waren Marvin Linse, Leon Taraschewski und Jesse Parker zum Dritten, die das Ergebnis auf 9:1 aus Gästesicht hochrauben konnten.
Alles in Allem ein gelungener Auftakt der Kobras gegen den Liganeuling in einem Spiel, in dem man aus Dinslakener Sicht eigentlich nur verlieren konnte. Hat man aber nicht.
Entsprechend zufrieden zeigte sich Coach Vanek: „Glückwunsch an meine Mannschaft. Sie hat 3 wichtige Punkte geholt. Hätte mir jemand vor 5 Wochen gesagt, dass wir das erste Spiel dieser Saison mit 9:1 gewinnen, hätte ich das sofort unterschrieben. Ich möchte aber niemanden aus diesem Team herausheben, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Aber das Spiel ist vorbei und abgehakt. Wir konzentrieren uns jetzt schon auf den kommenden Freitag, wenn wir in Diez – Limburg antreten müssen. Darauf richten wir schon jetzt unseren Fokus. Das wird ein sehr schweres Spiel. Ich denke nicht, dass die Diez – Limburger gegenüber der letzten Saison an Qualität verloren haben, auch wenn sie einen guten Trainer gehen lassen mussten. Zwar weiß ich nicht, welches System der neue Coach spielen lässt, doch wir werden versuchen, unser eigenes Spiel durchzusetzen. Darauf werden wir uns in den Trainingseinheiten der nächsten Woche konzentrieren“, gibt der Dinslakener Übungsleiter die Marschrichtung vor.

Die Kobra – Fans möchten sich übrigens an dieser Stelle noch einmal offiziell bei den Frankfurter Löwen für den freien Eintritt an diesem Abend bedanken.

 

Löwen Frankfurt 2 – Dinslakener Kobras:                                  1:9 (0:3; 0:2; 1:4)

 

Torschütze Frankfurt:                                                                     Schaub
Torschützen Dinslaken:                                                                  Parker (3), Spazier, Heffler, Dreyer, Plichta                                                                                                                         Taraschewski, Linse

 

Strafminuten Frankfurt:                                                                20 + 10 (Schippler)
Strafminuten Dinslaken:                                                               18

classic

yes

;

Copyright © 2018 Dinslaken Kobras    I    Website by housegrafic    I    DATENSCHUTZ    I    IMPRESSUM