Drachenzähmen nicht leicht gemacht

Kobras unterliegen auch gegen die Ice Dragons aus Herford

 Nach einem spannenden und sehenswerten Spiel unterliegen unsere Giftschlangen am Sonntagabend gegen die Ice Dragons aus Herford knapp mit 3:5 (1:1; 1:0; 1:4).

 

Der gebrauchte Abend von Freitag in Hamm sollte in den Köpfen der Dinslakener schnell in Vergessenheit geraten.

Mit breiter Brust begannen die Kobras das erste Drittel. Mit ihrem Neuzugang Andrew Harrison sollte die Schnelligkeit sich bezahlt machen. Doch den Druck der Kobras hielt die Defensive der Gäste zunächst stand. In der 8. Spielminute war es dann soweit. Ein Schuss in den Winkel von Joey Menzel, nach Vorarbeit Marvin Linse und Pascal Behlau, brachte die Kobras zunächst in Front. Dieser Führungstreffer beflügelte die Kobras und sie spielten weiter mutig und bissig nach vorne. Die Gäste jedoch kamen auch zu vereinzelten Chancen, die aber wurden von Kobra Goalie Dennis Kohl sehenswert entschärft.

Doppelpacker Joey Menzel setzt sich durch – Copyright by Simone Neuhaus

„Unser Dennis Kohl ist angeschlagen ins Spiel gegangen und was er dort wieder abgeliefert hat, muss ich erneut meinen Hut ziehen“, freute sich Milan Vanek über die Leistung des Goalies. Kurz vor Schluss des ersten Spielabschnitts mussten die Kobras den Ausgleich der Gäste schlucken. Fabian Staudt belohnte die engagierte Leistung der Herforder und netzte zum 1:1 Pausenstand ein.

 

Das zweite Drittel war geprägt von beiden Defensivabteilungen, die wirklich einen guten Job an diesem Abend gemacht haben. Ein durchkommen war schwierig, aber die Goalies der beiden Mannschaften waren auch stets präsent und hielten ihre Mannschaft im Spiel. Belohnen konnten sich die Kobras in Spielminute 27. Pascal Behlau brachte die Kobras wieder in Front und ließ den Kobraanhang jubeln. Die Kobras bieten ordentlich Paroli gegen den aktuellen Meister der Regionalliga West. „Dinslaken hat sehr gut gespielt und sie bieten uns immer einen harten Kampf. Egal ob bei uns zuhause oder hier, sie haben uns ständig unter Druck gesetzt“, lobte Jeff Job die Kobras.

Mit einer verdienten 2:1 Führung ging es in die letzte Drittelpause des abends.

 

Benni Hüsken mit überragender Abwehrarbeit – Copyright by Simone Neuhaus

Mit einer knappen Führung für die Kobras versprach der letzte Spielabschnitt viel Feuer und Spannung. Und so war es auch. Das Tempo war hoch und die Kobras erwischten den besseren Start. Mit seinem Doppelpack bescherte Joey Menzel den Kobras eine zwei Tore Führung. Dies sollte zunächst Sicherheit geben und die Möglichkeit eröffnen um zu kontern.

Die Gäste aus Herford wurden durch das Tor der Kobras regelrecht aufgeweckt. Sie spielten sich in einen Rausch. Das Spiel verlegte sich in das Drittel der Kobras. Der Anschlusstreffer gelang den Herfordern dann in der 50. Spielminute durch Fabian Staudt. Ein paar Sekunden später bescherte Killian Hutt den Ausgleich zum 3:3. Nach diesem Schock nahm Schlangenbeschwörer Milan Vanek daraufhin erst einmal eine Auszeit.

Der Druck der Gäste erhöhte sich und die Kobras konnten nur noch Gegentor vier und fünf schlucken. Benjamin Skinner und Nils Bohle brachten die Herforder Ice Dragons auf die Siegesstraße. Am Ende konnten sich die Kobras erneut nicht für ihre gute Leistung belohnen und waren ein wenig enttäuscht. Doch die Zuschauer in der Schlangengrube waren von den Jungs begeistert und feierten sie mit Sprechchören.

„Die letzten Spiele sitzen in den Knochen, wir geben alles und kämpfen. Wir müssen von Spiel zu Spiel gucken. Natürlich ist es ärgerlich, dass man das letzte Drittel mit 4:1 verliert. Wir haben eine junge Truppe und wir wollen punkten. Der Trainer macht auch einen hervorragenden Job“, resümiert Kapitän Benedikt Hüsken das Geschehen auf dem Eis.

 

Am kommenden Freitag spielen unsere Giftschlangen in der heimischen Schlangengrube gegen den Neusser EV um 20 Uhr. Natürlich gab es eine kleine Vorschau des Trainers auf die kommende Woche.

„Ich werde nichts verändern, wir werden so weiterarbeiten wie bisher. Heute hat nur die Cleverness gefehlt. Neues Spiel – neues Glück. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Den Jungs gebe ich am Dienstag frei, denn das haben sich verdient. Und dann ist der Fokus wieder voll da und wir machen so weiter wie bisher“, blickte Milan Vanek zielstrebig nach vorne.

 

 

Dinslaken Kobras – Herforder EV:             3:5 (1:1; 1:0; 1:4)

 

Torschützen Dinslaken:                   Joey Menzel (2x), Pascal Behlau

Torschützen Herford:                                  Fabian Staudt (2x), Killian Hutt, Benjamin Skinner,
Nils Bohle

 

Strafminuten Dinslaken:                  12

Strafminuten Herford:                     10

 

Zuschauer:                                        162

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