Die Gäste

Mit Stürmer Andre Grein stößt ein Akteur zu den Legenden, der eigentlich selbst schon eine solche ist.
Der heute 46-jährige beendete seine Karriere erst vor 5 Jahren.
Bei der U20 – WM 1993 spielte er Seite an Seite mit solchen Eishockey – Größen wie dem damals 18-jährigen Mirko Lüdemann und dem 17-jährigen Sven Felski. Seine Vereinsmannschaften hatten ihren Standort hauptsächlich im Westen unserer Republik. Hamm, Krefeld, Essen, Herne, Neuss, Oberhausen, Grefrath, Ratingen, Duisburg und Neuss waren dabei seine Stationen. Aber auch in Braunlage, Regensburg, Leipzig, und Rostock konnte man seinerzeit Tore a la Grein bewundern.
Sven Linda sagt über seinen Mannschaftskollegen:

Andre war der wahrscheinlich begnadetste Techniker, mit dem ich je gespielt habe. Ich kenne keinen eleganteren Spieler und es hat einfach immer Spaß gemacht, ihm auf dem Eis zuzugucken. Bei ihm wirkte Eishockey immer ein bisschen wie Kunst. Darüber hinaus ein absoluter Spaßvogel in der Kabine.

Sven Linda und Andre Grein hatten von 2011 – 2013 ihre gemeinsame aktive Zeit, nämlich in Essen und in Herne.


Mit Roland Verwey wird ein Spieler das Eis der Schlangengrube betreten, der nicht nur bis zu seinem Karriereende 2014 in der DEL für die Krefeld Pinguine aktiv war, sondern auch 9 Spiele in der deutschen Nationalmannschaft in seiner Vita hat.
Als Sebastians Karriere 1988 begann, spielte der heute 37-jährige seinerseits bereits im Nachwuchs des Duisburger SS. “Roland war zu dieser Zeit immer der beste Spieler im Nachwuchsbereich und es hat sich zwischen uns sehr schnell eine Freundschaft entwickelt“, erinnert sich Dinslakens #20.
Später sind wir beide nach Krefeld gewechselt, aber nur, um kurze Zeit später wieder nach Duisburg zurück zu kehren. Um Junioren – Bundesliga spielen zu können, ist Roland dann nach Essen gegangen. Von diesem Zeitpunkt an drifteten unsere Karriere-Kurven gravierend auseinander“, flachst Hassi ob seiner Erinnerungen.
Über Iserlohn und erneut Duisburg verschlug es den Stürmer letztlich zum KEV, wo er die Schlittschuhe bis zu seinem Karriereende in der DEL schnürte.

„Auch wenn sich sportlich unsere Wege schon vor langer Zeit getrennt haben, ist die Freundschaft bis heute geblieben. Zudem sind wir Arbeitskollegen auf der Kriminalwache in Krefeld. Und wenn uns mal so richtig der Hafer juckt, gehen wir gemeinsam für die Polizeimannschaft Krefeld aufs Eis”.


Die Dinslakener Fans dürfen sich auch auf einen ihrer ehemaligen Lieblinge freuen, denn auch Marco Peisker hat spontan zugesagt, als Daniel Pleger ihn gebeten hat, noch einmal mit ihm aufzulaufen. Und das, obwohl er eigentlich seit 2014, als der Verteidiger und ein Typ Eishockeyspieler, wie man sie heute nur noch ganz selten findet (Anmerkung der Redaktion) seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel gehängt hat, nicht mehr auf dem Eis gestanden hat.

“Ich habe Marco als Nachwuchsspieler kennengelernt. Er war ein echter „Polizist“ auf dem Eis, den niemand in der Mannschaft missen wollte. Er verteidigte Alles und Jeden. Was er spielerisch nicht immer lösen konnte, hat er durch Kampf und den Willen, niemals zu verlieren, immer wettgemacht. Er war innerhalb der Mannschaft, auf dem Eis und auch bei den Fans stets ein ehrlicher Kerl. Aber auch ein unfreiwilliger Entertainer, über den es unendlich viele Anekdoten gibt“, spricht Daniel nur positiv über den heute 40-jährigen.

Insgesamt 9 Jahre spielten die Beiden in einer Mannschaft, bis sich 2014 ihre Wege trennten. Aber auch hier hat die Freundschaft gehalten. Vereinstreue war auch für Marko Peisker kein leeres Wort. In seiner 20 – jährigen Karriere schnürte er seine Schlittschuhe nur für Dinslaken und Wesel.


Der in Oberhausen geborene Robby Hein startete seine Karriere bei unser Nachwuchsschule, ging dann zu den Duisburger Jungfüchsen, um dann, noch im Nachwuchsalter, nach Essen zu wechseln. Dort spielte er in der Junioren Bundesliga. Nach einem kurzen Abstecher zur DNL-Mannschaft der Landshuter Cannibals, nahm seine weitere Entwicklung – wieder zurück in Essen – einen positiven Verlauf. Als er in den Seniorenbereich wechselte, blieb er noch eine weitere Saison bei den Stechmücken, bis ihn ein Angebot des Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau 2009 in den Osten unserer Republik zog. 2011 lockte ihn dann ein gewisser Oberligist mit Namen Ratinger Ice Aliens wieder in den Westen zurück, wo er sich bis heute zuhause fühlt. Zwar hießen die Stationen im Anschluss Essen und Königsborn, doch seit nunmehr vier Jahren hat der inzwischen 30-jährige Stürmer seine sportliche Heimat beim Oberligisten Hannover Indians am Pferdeturm gefunden.

„Robby hatte damals kurz nach mir mit dem Eishockey in Dinslaken angefangen. Unsere Wege haben sich im Seniorenbereich immer wieder gekreuzt, auch wenn wir nur ein einziges Jahr in Königsborn zusammengespielt haben“, erinnert sich Sven Linda.


Der nächste Protagonist muss nicht so lange zurückdenken, will er sich an die Dinslakener Eishalle erinnern. Denn Evgenij Kozhevnikov schnürte in der Spielzeit 2011 / 2012 seine Schlittschuhe für die Kobras. Und dies äußerst erfolgreich. In Summe erzielte der Vollblut – Stürmer in 27 Begegnungen ebenso viel Tore und bekam 35 Assitstpunkte. Der Abstecher nach Dinslaken war allerdings einer seiner wenigen „Ausflüge“, am wohlsten fühlte er sich aber wohl als Senior bei unserem Neusser Ligakonkurrenten, für die er insgesamt 5 Spielzeiten auflief.

„Evgenij ist 19992 aus St. Petersburg nach Deutschland gekommen. Er hat dann beim EV Duisburg mit dem Eishockey in Deutschland angefangen, wo auch ich zu diesem Zeitpunkt spielte. Ein paar Jahre später wechselte er zunächst in die Nachwuchsbereiche der Ratinger und dann der Krefelder. 1997 hat ein uns gemeinsamer Schüleraustausch nach Frankreich geführt. Im Jahr 2000 ist er dann nach Duisburg gekommen, wo wir dann ebenfalls gemeinsam gespielt haben. Es hat sich von da an eine richtig gute Freundschaft entwickelt, die bis heute anhält. Kurze Zeit später trennten sich aber trotzdem sportlich unsere Wege. Wir haben seither allerdings häufig gegeneinander gespielt. Aber immer auf einer freundschaftlichen Basis“, weiß Sebastian Haßelberg über den heute 37-jährigen zu berichten.


Mit Malte Bergstermann stößt ein weiterer Spieler zum Legenden – Team, der vor einiger Zeit noch das Kobra – Trikot überstreifte. Von 2001 -2006 stürmte er Seite an Seite mit Daniel Pleger beim EV Duisburg 1b, um im Anschluss die Giftschlangenhaut für die nächsten 3 Spielzeiten überzustreifen. In dieser Zeit erzielte der heute 35-jährige in 92 Partien 62 Tore und 64 Vorlagen, was erklärt, warum er sich so schnell zu einem Publikumsliebling entwickeln konnte. Bis 2012 hießen seine weiteren Stationen: Ratinger Ice Aliens, Füchse Duisburg und Hammer Eisbären. So richtig wohl scheint er sich aber an der Strobelallee in Dortmund zu fühlen, denn seit 2012 schießt er seine Tore für die dort beheimateten Elche, die inzwischen zu Adlern geworden sind.

„Ich habe Malte 2001 bei der Duisburger 1b als quirligen und cleveren Stürmer kennengelernt. Ein gefühlt immer gut gelaunter Kerl, der einfach nur seinen Spaß auf dem Eis haben wollte. Wir spielten nicht nur 5 Jahre zusammen in der 1b der Duisburger, sondern wechselten dann auch gemeinsam nach Dinslaken. Dort hat sich Malte dann mehr und mehr zu einem gefährlichen Torjäger entwickelt“, erinnert sich Daniel Pleger an die gemeinsame sportliche Zeit mit dem gebürtigen Duisburger.

 

 


Als Nächster stößt ein Stürmer zum Legenden – Team, der eine bewegte Vergangenheit hat. In jungen Jahren sagte ihm die Fachwelt eine große Karriere voraus, doch seine privaten Interessen hatten für ihn immer Vorrang. Dass Nils Liesegang aber ein genialer Eishockeyspieler ist, steht außer Frage. Seine millimetergenauen Pässe und seine Schlitzohrigkeit lassen den Zuschauer so manches Mal mit der Zunge schnalzen. Derzeit ist er beim Herner EV aktiv. Bevor er allerdings im Erwachsenen – Alter für Herne, Dortmund, Oberhausen, Hamm, Duisburg und die meiste Zeit in Frankfurt die Schlittschuhe schnürte, trug er in der Saison 2000 / 2001 das Trikot des Dinslakener EV in der U18-Mannschaft. In seiner nachlesbaren Vita stehen für den heute 31-jährigen 748 Spiele, 524 Tore und 942 Vorlagen zu buche, so dass er auf 1466 Karrierepunkte kommt. Bis jetzt.

Das sagt Sven Linda über seinen Mitspieler: „Ich habe mit ihm im Nachwuchs 2003 / 2004 in der DNL-Mannschaft des KEV zusammengespielt und als Erwachsener noch einmal 2010 / 2011 in Herne. Liese ist wahrscheinlich der beste Spieler, mit dem ich je zusammengespielt habe. Im Nachwuchs war eigentlich immer der Jahrgangsbeste, hat allerdings immer seinen eigenen Weg verfolgt. Und dafür habe ich ihn eigentlich immer am meisten bewundert: Trotz seines riesigen Talents, welches vermutlich bis ganz oben gereicht hätte, hat er sich nie verbiegen lassen und stattdessen lieber seine eigenen Interessen durchgesetzt. An der Konsole ist er aber völlig talentfrei.“ ;-)


Mit Fabian Peelen hat sich Sebastian Haßelberg einen Spieler gewünscht, mit dem ihn seit dem Juniorenalter eine Freundschaft verbindet. Zu dieser Zeit spielten beide gemeinsam in Duisburg. Ursprünglich stammt der Verteidiger allerdings aus dem Nachwuchs des Krefelder EV. Der heute 37-jährige ist unserer Region als Spieler immer treu geblieben, was seine späteren Stationen Moers, Grefrath, Krefeld und Neuss belegen.

„Ich habe dann im Seniorenbereich später nochmal eine Spielzeit in Neuss mit ihm zusammen auf dem Eis gestanden. In jener Saison hatte er sich allerdings schwer am Knie verletzt”.

Mit dem Liga – Eishockey hat Fabian Peelen 2013 aufgehört, ebenfalls beim Neusser EV. Heute ist er Trainer der Krefelder Skaterhockeymannschaft der sehr erfolgreichen Skating Bears.

 

 


Der nächste Stürmer hat zwar auch schon 36 Lenze auf seinem Eishockey – Buckel, das hält Carsten Reimann aber nicht davon ab, immer noch erfolgreich für seinen Grefrather Phoenix zu scoren. Und dies schon durchgängig seit 2009. Zuvor netzte er 2 Spielzeiten lang für unsere Kobras ein, davor waren im Seniorenbereich erneut Grefrath, sowie Moers und Duisburg seine Stationen.

Daniel Pleger über seinen Wunschspieler: „Kennengelernt habe ich Carsten – wie übrigens Malte Bergstermann auch – 2001 bei meinem Wechsel nach Duisburg. Bis 2006 spielten wir dort zusammen und im Anschluss noch 2 weitere Jahre in Dinslaken. An ihm schätze ich besonders seinen trockenen Humor, den es in so manchen Situationen braucht“.

 

 

 

 


Da wäre zunächst einmal der 37—jährige Michail Kozhevnikov, der zusammen mit seinem Bruder Evgenij 1992 aus seiner Geburtsstadt St. Petersburg nach Deutschland gekommen ist. Beide hatten mit Duisburg, Ratingen und Krefeld dieselben Stationen im Nachwuchs. Wir berichteten bereits in Update 2 über die Stationen von Evgenij.

„Zuletzt spielten wir in Duisburg zusammen Eishockey. Dann trennten sich sportlich unsere Wege. Während Evgenij und ich nur noch in der Spielzeit 2002 / 2003 gemeinsam für die Herner Blizzards aufliefen und wir uns ansonsten häufig als Gegner gegenüberstanden, schaffte Michail den Sprung ganz nach oben. In der DEL hießen seine Stationen Krefeld Pinguine, Füchse Duisburg, Hannover Scorpions, Hamburg Freezers und Augsburger Panther. Aber auch in der 2. Liga schnürte der Verteidiger für die Straubing Tigers, Fischtown Pinguins Bremerhaven und zuletzt die Heilbronner Falken die Schlittschuhe. Doch trotz der sportlichen Distanz hat auch hier die Freundschaft gehalten“, freut sich Hassi, dass auch Michail seine Einladung gerne angenommen hat.


Der nächste Crack wird beim Abschiedsspiel zwischen den Pfosten stehen. Björn Linda wurde zwar in Oberhausen geboren, doch schnell war klar, dass ihn sein Talent in die großen Eishockey – Arenen unserer Regionen führen würde. Er durchlief die Nachwuchsschule der DEG, verdiente sich seine ersten Senioren – Sporen beim der 1b – Mannschaft der DEG, wurde aber auch immer wieder in das DEL – Team hochgezogen. Im Anschluss wechselte er hauptsächlich zwischen DEL-Vereinen und Oberligisten. Die namhaften DEL-Ligisten waren die Düsseldorfer EG und die Kölner Haie, die Oberligisten waren Herner EV 2007, Füchse Duisburg, EHC Neuwied 2007, Löwen Frankfurt, Hannover Scorpions und der EHC Waldkraiburg. In dieser Spielzeit hat der heute 29-jährige zunächst beim Zweitligisten Deggendorfer SC angeheuert, fängt aktuell aber erneut für den Herner EV in der Oberliga Nord. 2013 / 2014 wurde der 29-jährige zum Torhüter der Saison in der Oberliga West gewählt. Für leider nur 9 Spiele stand er auch einmal für die Kobras im Kasten; dies in der Spielzeit 2014 / 2015.

„Björn und ich haben eigentlich nie, außer einem kurzen Intermezzo (als Björn eigentlich kürzertreten wollte) in Dinslaken, zusammengespielt. Trotzdem haben wir uns über die Jahre immer irgendwie begleitet und zum Abschluss möchte ich natürlich gerne noch einmal mit ihm auf dem Eis stehen. Und obwohl wir Brüder sind, kam ich seinem Ehrgeiz und seiner Disziplin im Eishockey nie auch nur vergleichbar nahe“, beschreibt Sven zwei Charakterzüge seines 3 Jahre jüngeren Bruders.


Auch ein Wunschspieler Daniel Plegers, Andreas Bergmann, hat ebenfalls seine Zusage gegeben. Die langjährigen Kobra – Fans erinnern sich sicher noch an ihn. Zu Beginn des Jahrtausendwechsels jagte er beim damaligen Dinslakener EV der schwarzen Hartgummischeibe hinterher, zum Publikumsliebling avancierte er aber spätestens, als er zwischen 2006 und 2010 die Tore für seine Kobras erzielte. Im Anschluss wechselte „Bergi“ nach Grefrath, wo der inzwischen 35-jährige auch als Offensiv – Verteidiger heute noch eine gute Figur abgibt.

„In meinem zweiten Seniorenjahr 2000 stieß Andreas aus Grefrath zu uns nach Dinslaken. Wir bildeten zusammen mit Jürgen Backhaus die vierte Reihe unter Trainer Leszek Kokoszka. Wir spielten bis 2009 – mit Ausnahme von zwei Spielzeiten – durchweg gemeinsam in Dinslaken oder Duisburg. Andreas ist ein Allrounder auf dem Eis und ein wertvoller Teamplayer für jede Mannschaft“, lobt Daniel Pleger seinen langjährigen Mannschaftskollegen.

 

 

 

 

 

 


Den nächsten Spieler kennen wir alle noch aus der letzten Saison. Mit Tom Giesen stößt einer zum Legenden – Team, der, wie die 3 Hauptakteure, noch in der letzten Spielzeit das Kobra – Trikot trug. Wie wir alle wissen, schnürt er seine Schlittschuhe inzwischen für Ratingen. Eigentlich ist der Verteidiger für seine große Übersicht, seinen guten Spielaufbau und seine kompromisslose Spielweise bekannt. In dieser Spielzeit verbessert der Blue-Liner auch noch seine Torjäger – Qualitäten, was ihn dementsprechend noch wertvoller für sein Team macht. Sieben Mal konnte er für seine Aliens bislang einnetzen und wer weiß, wie viele Treffer im weiteren Verlauf der Playoffs noch dazukommen werden.  Krefeld, Duisburg, Herne, Dinslaken und Ratingen sind die Stationen, die man seit 2004 in seiner Vita nachlesen kann. Da der gebürtige Kempener erst 25 Jahre alt ist, besteht noch Hoffnung, dass er sich eines Tages wieder das Kobra – Trikot überstreift. Das hoffen wir wenigstens.

„Tom hat für mich alle Anlagen die ein richtiger Blue-Liner benötigt. Potenziell wäre er einer für die 2. Liga gewesen. Die meiste Zeit kannte ich ihn als Gegenspieler und habe ihn als Spieler schon immer wertgeschätzt. Dass er ebenfalls ein großartiger Typ ist, habe ich dann erst erfahren, als ich mit ihm zusammengespielt habe“, so Sven Linda über seinen Mannschaftskollegen beim Abschiedsspiel am 30.03.

 


Mit Niko Bitter gesellt sich jemand zum Legenden – Team, der nicht nur seine Wurzeln in Westfalen hat, sondern auch mit seinen Spielstationen diesem Landstrich immer treu geblieben ist. Mit Ausnahme von 3 Jahren bei den Moskitos Essen kamen seine Vereine seit 1999 immer aus dieser Region. In Dortmund, Königsborn, Hamm und wieder Dortmund spielte der auch in Dortmund geborene Verteidiger bis zur Saison 2015 / 2016 insgesamt 589 Spiele, machte 220 Tore und 539 Scorerpunkte insgesamt. 864 Strafminuten sind allerdings ein gutes Indiz dafür, dass der heute 33-jährige nie ein Kind von Traurigkeit war. Mit Sven Linda spielte er gemeinsam für die Dortmunder Elche in der Spielzeit 2012 / 2013.

Sven Linda über Niko Bitter: „Ein immer verlässlicher Verteidigungspartner und echter Hüne in der Defensive. Vor allen Dingen aber ein großartiger Typ, der es verstand, eine Mannschaft zu führen.

 


Spieler Nummer 3 des heutigen Tages hat in früheren Tagen sowohl mit Sven Linda als auch mit Sebastian Haßelberg zusammengespielt. Grefrath, Krefeld, Dortmund waren die gemeinsamen Stationen mit Sven, in Ratingen und Herne spielten sie alle drei Seite an Seite. Der heute 30-jährige hat in seiner Karriere eine große Ligabandbreite vorzuweisen. Dabei hat er sich bereits vom Ligabetrieb im Alter von nur 25 Jahren verabschiedet. Die letzte Station des Flügelstürmers: Der EHC Preußen Krefeld in der NRW-Liga. Zuvor spielte Danny Fischbach aber auch in der Oberliga für Herne und Essen, in der Regionalliga für Ratingen, Dortmund sowie die DEG 1b. Im Seniorenbereich schaffte er es bis in die DEL bei den Krefelder Pinguinen, im Nachwuchs spielte er sogar für die deutsche U17 – Nationalmannschaft.

„Gerade als junger Spieler eine absolute Rakete mit einem der besten Schüsse. Darüber hinaus ein großartiger Mannschaftskollege, mit dem man immer und überall Spaß haben konnte. Gemeinsam haben wir in Herne die Meisterschaft 2008 gefeiert. Die Saison ist uns nach wie vor als die großartigste unserer Laufbahn in Erinnerung geblieben“, freut sich Sven Linda über die Zusage seines ehemaligen Mannschaftskollegen.

 


Der nächste Protagonist des Legenden – Teams ist inzwischen 33 Jahre alt und wie Tom Giesen in Kempen geboren. Der 1,88m große Verteidiger startete seine Karriere beim Nachwuchs des Krefelder EV und des SC Riessersee, um später im Seniorenalter wieder für die Westvereine aufs Eis zu gehen. Essen, Herne, Oberhausen und Ratingen waren dabei seine West – Stationen, für die er die längste Zeit seine Schlittschuhe schnürte, aber auch 3 Spielzeiten für Erfurt, Halle und Leipzig in der dortigen Regional-, bzw. Oberliga wollen wir nicht unterschlagen. Während seiner Laufbahn spielte Lukas Heise mit Sven und Hassi zusammen in Herne, Ratingen und Essen. 2013 ließ er dann seine Karriere bei der Zweitvertretung des EV Duisburg ausklingen.

„Lukas kannte ich eigentlich schon seit dem Nachwuchs als Gegenspieler, kennengelernt haben wir uns aber eigentlich erst 2010 in Herne. Seitdem haben sich unsere Wege immer wieder gekreuzt. In der Kabine gehört Lukas für mich zu den besten Entertainern und war für jede Mannschaft eine Bereicherung. Mit ihm haben wir gemeinsam die Meisterschaft 2008 in Herne gewonnen“, so lautet die Laudatio von Sven Linda über seinen ehemaligen Mannschaftskameraden.

 


Obwohl in Neuss geboren, startete Phillip Hendle seine Karriere beim GSC Moers, anschließend zog es ihn dann aber doch zurück in seine Heimatstadt zum Neusser EV. Im Anschluss bescherte ihm sein Talent einen Platz in der DNL – Mannschaft des KEV, für die er drei Spielzeiten auf Punktejagd ging. Im Seniorenalter angekommen zog es ihn zunächst nach Ratingen, für die er mit Unterbrechungen insgesamt 5 Jahre auf dem Eis stand. Die Unterbrechungen waren: Krefeld Pinguine (DEL), Grefrather EC, DEG 1b, Moskitos Essen, Herner EV und KEV 1b.  2014 war für ihn Schluss mit dem Ligabetrieb. In der Saison zuvor war er nochmal für Preussen Krefeld in der NRW-Liga aktiv. Mit Sven Linda spielte er in Krefeld, mit Sven und Hassi in Herne gemeinsam.

„Phillip war einfach immer zuverlässig. Egal in welcher Mannschaft wir zusammengespielt haben, hatte er eine wichtige Rolle inne. Viel wichtiger für mich persönlich ist aber die Tatsache, dass er der wahrscheinlich schlagfertigste und einer der lustigsten Mannschaftskameraden war. Bester Jiri Ehrenberger – Imitator“, freut sich Sven Linda nicht nur über die gemeinsame Zeit mit Phillip Hendle auf dem Eis während des Legenden – Spiels am 30.03.

 


Auch Allrounder Philipp Louven gehört zu den Auserwählten der 3 Legenden. Als reiner Stürmer startete der heute 32-jährige seine Karriere beim Nachwuchs des Krefelder EV und war drei Saisons lang fester Bestandteil ihrer DNL – Mannschaft. Im Anschluss wechselte er in die 2. Bundesliga, wo er aber spielerisch nicht wirklich glücklich wurde. Später fand er dann seine sportliche Heimat in der Oberliga und Regionalliga West. Seine Stationen hießen Neusser EV, Ratinger Ice Aliens und sein Karriereende läutete er 2012, nach 2 Spielzeiten beim Herner EV ein. Und obwohl er dort auch als Verteidiger eingesetzt wurde, ließen sich die 33 Tore und 80 Vorlagen in 68 Partien durchaus sehen. Philipp Louven spielte mit Sven Linda zusammen in Krefeld und mir Sven und Hassi gemeinsam in Herne und Ratingen.

Sven Linda sagt über Philipp Louven: „Im Nachwuchs hat Philipp in seinem letzten Jahr mit Nils Liesegang und Philip Gogulla in einer Reihe gespielt und die Saison unter den fünf besten Scorern abgeschlossen. Dass er selbst ein richtig guter Eishockeyspieler war, ist bei seinen Nebenleuten manchmal untergegangen. In den ganzen Jahren haben sich unsere Wege immer wieder irgendwo gekreuzt und er war definitiv einer der Mannschaftkollegen, die man immer gerne in seinen Reihen hatte“.


Copyright: Dirk Unverferth

Nun steht auch der Coach des Legenden – Teams fest: Alexander Jacobs kommt.
Dies wird auch bei vielen Kobrafans das Herz höherschlagen lassen, denn auch in Dinslaken hat sich der Niederländer einen guten Namen gemacht, als er von 2007 – 2009 für die sportlichen Geschicke seiner Kobras verantwortlich war. Er durchlebte auch die finanziell äußerst schwierigen Zeiten und akquirierte damals sogar selbst Sponsoren. Außerdem vermochte er es immer wieder, sein Team trotz finanziellen Notstandes die gesamte Saison hindurch jedes Spiel zu motivieren.
Inzwischen hat der in Nijmegen geborene Jacobs einige Erfolge in seiner Trainer – Vita gesammelt. Aktuell ist er der Trainer des frischgebackenen belgisch – niederländischen Eishockeymeisters und Pokalsiegers Ahoud Devils Nijmegen.
Zuvor durfte der heute 45-jährige schon einmal den Meisterpokal in die Luft strecken, als er die Dordrecht Lions zum Titel führte. Er erreichte mit den Herren bei der B-WM 2005 an der Seite von Head – Coach Doug Mason die Bronzemedaille. Hinzu kommen 7 Meisterschaften mit Nachwuchsteams. Auch die Weltmeister-Trophäe der U18 – WM Division 1b wurde ihm in seiner Trainerlaufbahn schon überreicht.
In Deutschland kennen wir ihn alle noch als Trainer der Ratinger Ice Aliens, die er 2016 zur Meisterschaft der damaligen 1. Liga West führte. Aber auch in Herne wusste man sich in der Spielzeit 2010 / 2011 sein Fachwissen zunutze zu machen. Das sagen die 3 Hauptakteure des 30.03. über ihren Wunschtrainer:

Sebastian Haßelberg: „Alex war für mich stets ein sehr kollegialer Trainer, der immer zu 100 Prozent hinter seinen Spielern stand. Er war nicht nur äußerst motiviert, sondern auch sehr emotional, was manchmal zu Spannungen mit dem ein oder anderen Gegner führen konnte. Alles in allem ein sehr guter Trainer und ein sehr netter Mensch“.

Sven Linda: „Alex war in Dinslaken, Ratingen und Herne mein Trainer und ich habe mich unter ihm immer sehr wohl gefühlt. Er hatte als Trainer eine sehr natürliche Autorität und war dabei ein sehr intelligenter Mensch, der einem Vertrauen und Zuversicht geben konnte. Egal wo ich unter ihm gespielt habe, waren die Saisons großartig und sind mir positiv in Erinnerung geblieben.”

Daniel Pleger:“ Als Alex 2007 nach Dinslaken kam, war dies der Zeitpunkt, als ich gerade darüber nachdachte, mit dem Eishockey eine Zeit lang zu pausieren. Doch neugierig war ich auf den Neuen schon. Ein Holländer, der mir so ganz und gar nichts sagte.
Dementsprechend war ich überrascht, als mir mein Vater sagte, dass sich Alex während der Saisonvorbereitung nach mir erkundigt hatte. Jetzt war meine Neugierde erst recht geweckt.
Alex schenkte mir von Anfang an das Vertrauen, das ich brauchte und ließ mir gleichzeitig den Freiraum, den ich benötigte. Er machte mich zum „C“ und schaffte es trotz weniger finanzieller Mittel eine starke und eingeschworene Mannschaft zu bilden. Immerhin wurden wir in dieser Saison Vizemeister.
Leider hat sich der Verein in seinem zweiten Jahr finanziell übernommen, sodass sich unsere Wege von da an trennten. Dennoch hatte er es auch in diesem Jahr geschafft, dass die Mannschaft bis in den Dezember hinein zusammengeblieben ist, trotz Rückstände bei ihm und bei den Spielern.
Auch nach einem Spiel macht es Spaß, mit Alex das ein oder andere Bier zu trinken. Er ist zudem ein geselliger Typ.
Für mich ist Alex der beste Trainer neben Leszek Kokoszka, unter dem ich jemals Eishockey gespielt habe. Er versteht es, sowohl ein Team als auch jeden individuell zu Höchstleistungen zu motivieren. Aber auch neben dem Eis schätze ich ihn als Menschen sehr.
Ich freue mich riesig, dass er dabei ist“.