Saison abgebrochen

Es war zu erwarten, dennoch schmerzt es nicht minder:
Mit dem Wortlaut „Nachdem der Deutsche Eishockeybund (DEB) den Nachwuchsspielbetrieb am 15.03.2021 eingestellt hat, hat sich das Präsidium des Eishockeyverbandes NRW entschlossen, ebenfalls den kompletten Eishockey-Spielbetrieb der Saison2020/21 einzustellen“, ist der Abbruch der Saison 2020 / 2021 nun auch durch unseren Landesverband offiziell in dieser Woche bestätigt worden.

Aber bekanntlich ist ja nach der letzten Saison vor der nächsten Saison, an der im Hintergrund bei den Kobras schon fleißig „gebastelt“ wird, damit sich alles im optimalen Zustand befindet, sobald es wieder losgeht. Wir Eishockey – Begeisterte müssen bis dahin alle einfach nur gesund bleiben. Die Kobras drücken die Daumen.

In der Sache vereint

Die derzeitigen Vereine der Regionalliga West haben eine gemeinsame Erklärung über ihre Sichtweise der Corona – Schutzmaßnahmen, insbesondere zum Thema Lockdown ihrer Liga und des restlichen Eishockey – Amateursports, verfasst. Diese lautet im Einzelnen wie folgt:

Gemeinsame Erklärung der Vereine der Eishockey Regionalliga West

Wir wollen (weiter) trainieren und spielen!

Der Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zur Unterbrechung der Infektionsdynamik im Rahmen der Corona Pandemie vom 28. Oktober 2020 und die von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen in der Coronaschutzverordnung vom 30. Oktober 2020 übernommenen Maßnahmen haben bei den Vereinen der Regionalliga West innerhalb des Eishockeyverbandes Nordrhein-Westfalen e.V. zu großem Unverständnis geführt. Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, sollen vom 2. November 2020 bis zum 30. November 2020 geschlossen werden. Dazu gehören u.a. der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports.

Der Amateursport hat eine wichtige gesellschaftliche Funktion und ist auch oder gerade in diesen schwierigen Zeiten von besonderer sozialer Bedeutung. Die Vereine haben seit dem Sommer große zeitintensive Anstrengungen unternommen um geeignete Hygienekonzepte sowohl für den Trainings- als auch Spielbetrieb sukzessive zu entwickeln, entsprechend zu erproben und zu verfeinern. Diese Konzepte wurden von den entsprechenden örtlichen Behörden geprüft, gelobt und als geeignet eingestuft. In den letzten beiden Monaten gab es in der Umsetzung keinerlei Beanstandung, eine direkte Auswirkung des durchgeführten Trainings- und Spielbetriebs beim Eishockey in NRW auf die gestiegenen Infektionszahlen konnte nirgendwo nachgewiesen werden. Trotzdem sollen nun Kinder und Jugendliche, die die wichtige und unverzichtbare Basis des Eishockeysports bilden, sowie Erwachsene, für die ihr Sport mehr ist als eine beliebige Freizeitgestaltung, ausgesperrt werden.

Die Vereine der Eishockey Regionalliga sind sich einig, dass in der momentanen Situation Maßnahmen gegen die exponentielle Dynamik der gestiegenen Infektionszahlen zwingend notwendig sind. Aber diese Maßnahmen sollten differenziert getroffen und transparent begründet werden. Dies ist aber bezogen auf den Eishockeysport in den Beschlüssen und Verordnungen nicht erkennbar. Schon allein die lapidare Einordnung des Amateursportbetriebs in den Bereich der Freizeitgestaltung wird dem Anspruch unserer Vereine nicht gerecht und lässt keine differenzierte Betrachtung erkennen, sondern eher Willkür vermuten. Der Hinweis der Bundeskanzlerin auf Nachfrage nach den vorhandenen und gelobten Hygienekonzepten, sie würden ja ab Dezember wieder Gültigkeit bekommen, ist ebenso wenig nachvollziehbar. Die Konzepte haben funktioniert, warum sollen sie einen Monat ausgesetzt werden?

Die Vereine der Regionalliga West fordern die Bundesregierung sowie die Landesregierung NRW auf, die getroffenen Beschlüsse differenzierter zu durchdenken und situationsgerecht im Sinne der wichtigen gesellschaftlichen Funktion des Amateursports abzuändern. Die Vereine der Regionalliga West fordern die zuständigen Verbände, den Deutschen Eishockey-Bund e.V. sowie den Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen e.V. auf, ihren Einfluss im Sinne ihres Satzungszweckes, der Förderung des Eishockeysports im Jugend-, Nachwuchs- und Seniorenbereich, bei den verschiedenen politischen Stellen geltend zu machen. Dies ist bisher wenig bis gar nicht sichtbar geworden. Jeder Tag, an dem unsere Sportart Eishockey pausiert, ist ein verlorener Tag. Unter der Federführung der Vereine mit

den entsprechenden Hygienekonzepten lernen Kinder und Jugendliche jeden Tag, verantwortungsvoll und solidarisch mit der momentanen Situation umzugehen.

Gerade in schwierigen Zeiten ist das besonders wichtig.

Die Vereine der Eishockey Regionalliga West wollen weiter unter den bewährten Hygienekonzepten trainieren und spielen. Wir wissen, dass es keine normale Saison geben kann. Wir wissen, dass immer mit Einschränkungen zu rechnen ist. Aber wir wollen nicht aufgeben. Von daher erwarten wir die entsprechende Unterstützung von den zuständigen politischen Stellen und Verbänden, wie man möglichst schnell wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen und einen modifizierten Spielbetrieb, in welcher Form auch immer, unter den gegebenen Bedingungen durchführen kann.

Dabei sollte das Eishockeyspielen, dort wo es möglich ist, im Vordergrund stehen. Meisterschaftswettbewerbe, Auf- und Abstiege etc. sind nachrangig. Die Vereine der Regionalliga West sehen sich als Solidargemeinschaft zum Erhalt des Eishockeysports nicht nur in NRW, sondern in der gesamten Bundesrepublik Deutschland.

Gezeichnet:

Dinslakener Kobras

Eisadler Dortmund

EV Duisburg

ESC Moskitos Essen

Grefrather EG

Neusser EV

Ratinger Ice Aliens

EC Bergisch Land

EHC Troisdorf

Tus Wiehl

EHC „Die Bären“ 2016

(als Gastverein im EHV NRW)

Saisonstart verschoben

Die neuen Corona – Schutzmaßnahmen, die ab der kommenden Woche unter anderem in NRW gelten, treffen auch die Kobras knallhart. Denn eine der Maßnahmen besagt, dass der Trainings- und Spielbetrieb bei Mannschaftssportarten im Amateurbereich eingestellt werden muss.
Damit sind auch die Kobras Betroffene.
Somit ist der Saisonstart, der eigentlich für die Giftschlangen am 06.11.23020 mit dem Auswärtsspiel in Neuss beginnen sollte, vom Tisch.

Dieser „Amateursport – Lockdown“ ist zunächst einmal für den gesamten November anberaumt.
Die Kobras werden heute Abend die vorerst letzte Trainingseinheit absolvieren. Sollte eine Verkürzung dieser Maßnahme möglich  oder eine Verlängerung nötig sein, werden wir euch zeitnah informieren.

Wichtige Mitteilung!!!

Hallo Kobra-Fans,

wir stoppen den Verkauf der 5er-Karte! Die Realstars Bergisch Gladbach haben sich gestern mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb der Regionalliga NRW zurückgezogen. Da jetzt geklärt werden muss, wie der Spielbetrieb in der Regionalliga weitergeführt wird, haben wir uns entschlossen, den Verkauf der Dauerkarten vorerst zu stoppen. Selbstverständlich halten wir euch auf dem Laufenden.

Eure Kobras

Revanche geglückt

Nur zwei Tage nach dem wohl schlechtesten Auftritt der Vorbereitungsphase zeigten sich am gestrigen Abend gegen den gleichen Gegner größtenteils von ihrer Schokoladenseite und schickten den Neusser EV mit einer 2:8 – Niederlage wieder nach Hause.


Zugegeben, dem NEV trat nur mit einem vergleichsweise kleinen Kader an, doch ein kleiner Kader hat sich in der Vergangenheit nicht selten als sehr gefährlich entpuppt.

Auch die Vanek – Truppe konnte erneut nicht vollzählig auflaufen. Dem Coach fehlten neben Dominick Spazier und Jerome Baum auch Petr Macaj und Martin Beneš.
Doch anders als beim Spiel am Südpark ließen sich die Giftschlangen gestern Abend nicht die Butter vom Brot nehmen.

Im ersten Abschnitt sah das Spiel der Kobras allerdings noch etwas zerfahren aus. Der Wille war deutlich erkennbar, doch fehlendes Selbstvertrauen erlaubte nur wenige gekonnte Spielzüge. Die Dinslakener, die gestern übrigens im Signal – orangen Auswärtstrikot die Begegnung bestritten, da die Gäste ebenfalls mit dunklen Trikots angereist waren, arbeiteten sich jedoch von Minute zu Minute besser in die Partie hinein. Glücklicherweise hat das Nervenkostüm gehalten, nachdem Maximilian Stein in der 10. Minute das Toreschießen für die Gäste eröffnet hatte. Die Hausherren zeigten sich unbeirrt und gaben gut zwei Minuten später in Person von Philipp Heffler die Antwort.
Und als gut 5 Minuten vor der ersten Sirene Joey Menzel seine Farben erstmalig in Führung brachte, funktionierten plötzlich Dinge, die zwei Tage zuvor undenkbar gewesen wären.

Dennoch dauerte es bis 24:03, bis die Kobras wieder etwas Zählbares ernten konnten. Dennis Appelhans war derjenige, der das Spielgerät als Letzter berührte, bevor es über die Torlinie ging. Nur 19 Sekunden später schlug die Scheibe erneut im Gehäuse der Gäste ein. Der Verantwortliche dafür war Martin Brabec. Nach diesem Doppelschlag liefen einige Dinge wie von selbst und man konnte auf Dinslakener Seite Spielzüge bestaunen, die man schon länger nicht mehr gesehen hatte.
Jetzt schlug die Stunde von Philipp Heffler. Mit einem Doppelpack, bei dem beide Treffer sehr schön herausgespielt waren, stellte er das Ergebnis innerhalb von 52 Sekunden auf 6:1. Da waren gerade 32 Minuten gespielt aber jeder in der Schlangengrube wusste schon jetzt, wer das Eis am Ende als Sieger verlassen würde. Und weil diese beiden Tore so schön herausgespielt waren, sollen an dieser Stelle auch die Vorlagengeber, Sven Schiefner und zweimal Nils Cleven, nicht unerwähnt bleiben.

Man sollte nicht denken, dass die Neusser Gäste nicht auch ihre Spielanteile gehabt hätten, doch gestern stand die Verteidigung deutlich besser als noch am Freitag. Dennoch mussten sie in der 35. Spielminute den zweiten Gästetreffer durch Matthias Hornig hinnehmen. Philipp Heffler mit seinem vierten Streich an diesem Abend sowie Stefan Dreyer stellten mit den Toren 7 und 8 die klaren Verhältnisse für die Hausherren wieder her.

Verteidiger Alexander Richter sah die Begegnung wie folgt: „Endlich hat sich das ganze Training ausgezahlt. Der Sieg ist gerade für unser Selbstvertrauen und für die Stimmung kurz vor Saisonbeginn wichtig.  Trotzdem sollte man den Sieg nicht überbewerten, sondern die positiven Erlebnisse mitnehmen und aus den negativen Aktionen lernen.
Ich habe das Gefühl, dass bei uns die Ladehemmung vorbei ist und dass wir als Mannschaft bereit sind um die ersten Punkte zu spielen.
Alles in allem war es für uns ein gelungener Abend. Jetzt steht bei uns der Fokus auf dem ersten Meisterschaftsspiel“.

Dinslakener Kobras – Neusser EV:               8:2 (2:1; 4:1; 2:0)

Torschützen Dinslaken:                                   Heffler (4), Appelhans, Brabec, Menzel, Dreyer
Torschützen Neuss:                                          Stein, Mat. Hornig

Strafminuten Dinslaken:                                12 + 20 (SD Brabec)
Strafminuten Neuss:                                       12