Weiter warten auf den ersten Sieg

In der Vorbereitungsphase lief es für die Dinslakener Kobras noch ganz nach Wunsch, seit Beginn der NRW – Pokalrunde ist irgendwie der Wurm im Spiel der Giftschlangen: Ein 6 – Punkte – Wochenende war durchaus im Bereich des Möglichen, doch nach der 2:3 – Niederlage am Freitag in Ratingen hatten die Kobras am gestrigen Abend beim Heimspiel beim 3:4 gegen die Eisadler Dortmund ebenfalls das Nachsehen. Und die Gründe dafür lagen nicht unbedingt an einem übermächtigen Gegner, eine Aneinanderreihung eigener Unzulänglichkeiten verhinderte ebenso ein besseres Ergebnis.

Unter anderem gab es gestern zu viele Fehlpässe und Akteure, von denen die meisten ihrer eigenen Normalform hinterherliefen. Hinzu kam eine Reihe individueller Fehler. Manchmal hatte dies sogar ein Gegentor zur Folge. Z. B. fiel das 0:1 aus Dinslakener Sicht, weil ein Dinslakener Akteur während einer Überzahlsituation als letzter Mann versuchte, Dortmunds Torjäger Kevin Thau auszuspielen. Dieser spitzelte den Puck vom Schläger des Dinslakener Spielers und hatte dann freie Bahn Richtung Lukas Eckardt, einem der Lichtblicke auf Dinslakener Seite.
Als Thau den Puck in den linken oberen Winkel zimmerte, war der 0:1 – Rückstand in der 9. Minute für die Dinslakener besiegelt. Doch die Kobras versuchten weiterhin, die Regie der Partie zu übernehmen. Zunächst auch mit Erfolg, denn bis zur 17. Minute hatten sie die Begegnung durch Treffer von Philipp Heffler und Nicholas Kanak auf 2:1 gedreht.
Doch wer glaubte, dass dies für Ruhe in den eigenen Reihen sorgen würde, sah sich getäuscht. Die Eisadler blieben gefährlich und konnten durch Dustin Demuth in der 34. Minute den Ausgleich herstellen.
Im letzten Abschnitt gingen die Gäste in der 46. Minute durch Felix Berger sogar mit 3:2 in Führung. In Überzahl glich Philipp Heffler in der 48. Spielminute dann nochmals aus, doch der eingangs erwähnte Kevin Thau machte in der 51. Minute endgültig den Sack zu.

In Summe bleibt für Coach Vanek noch eine Menge Arbeit, um sein Team bis zum nächsten Wochenende in die Erfolgsspur zurück zu führen. Denn dann werden die Wiehl Penguins und die Ratinger Ice Aliens den Giftschlangen an deren Doppel – Heimspiel – Wochenende wieder alles abverlangen.

Dinslaken Kobras – Eisadler Dortmund                    3:4 (2:1; 0:1; 1:2)

Torschützen Dinslaken:                                                  Heffler (2), Kanak
Torschützen Dortmund:                                                 Thau (2), Demuth, Berger

Strafminuten Dinslaken:                                               12
Strafminuten Dortmund:                                              12

Spiel der verpassten Chancen

Der Auftakt der Kobras in die Pokalrunde ist durch eine 2:3 (0:1; 1:2; 1.0) – Niederlage bei den Ratinger Ice Aliens misslungen. Dabei war dies eine Partie, die auch gut und gerne 9:8 oder 12:11 hätte enden können. Exzellente Goalie – Leistungen durch Christoph Oster auf Ratinger Seite und Lucas Eckardt, der bei den Kobras zwischen den Pfosten stand, aber auch jede Menge Unvermögen auf beiden Seiten im Torabschluss verhinderten ein höheres Endergebnis. 58:50 Torschüsse hatte Dinslakens Coach über den Daumen mitgezählt, dafür war die Torausbeute doch mehr als dürftig. Auch die Tatsache, dass die Giftschlangen knapp 16 Minuten in Überzahl agieren durften, die Ice Aliens deren 6, führte nicht zur gewünschten Ergebnisverbesserung für eines der beiden Teams. Und so war deutlich mehr Raunen von den Rängen zu hören, als man dies sich im Vorfeld vorgestellt hätte.
Pech für die Gäste war im ersten Abschnitt die Tatsache, dass Schiedsrichter Licau den Führungstreffer der Kobras aus unerfindlichen Gründen aberkannt hatte, doch spielentscheidend war dies keinesfalls.
Und so übertrafen sich beide Mannschaften über die gesamten 60 Minuten im Auslassen von Torchancen oder fanden ihren Meister im Goalie des Gegners.


Auch Milan Vanek fiel sein Statement nach dem Spiel diesmal nicht so leicht: „Ich weiß nicht, warum meine Mannschaft heute so dermaßen verkrampft aufgetreten ist. Dafür hat sich Lucas Eckardt ein Sonderlob verdient. 50 Schüsse musste er verarbeiten und an den 3 Gegentoren war er schuldlos, nahm der Dinslakener Coach seinen Torhüter in Schutz. Die Defensivaufgaben wurden von meinen Jungs teilweise nicht so erledigt, wie wir es zuvor besprochen hatten. Bei den 16 Minuten Überzahlspiel muss einfach mehr herauskommen. Das sind die spielentscheidenden Sequenzen. Aber es ist eben so gekommen, wie es gekommen ist.
Wir haben jetzt nicht viel Zeit, Trübsal zu blasen, denn am Sonntag kommt mit Dortmund ebenfalls ein starker Gegner und wir wollen diese Begegnung unbedingt gewinnen. Das müssen wir auch, wenn wir im Pokal noch etwas reißen wollen. Jetzt gilt es schnellstmöglich das gestrige Spiel abzuhaken und den Kopf wieder hoch zu kriegen, damit wir morgen alles aufs Eis bekommen, was in uns steckt.
Ich möchte es übrigens nicht versäumen, mich bei den Ratinger Fans für den herzlichen Empfang am gestrigen Abend zu bedanken.
Für die Kobra – Fans habe ich leider nur eine schlechte Nachricht im Gepäck, denn unser neuer Goalie Justin Schrörs hat sich in der vergangenen Woche beim Training am Unterkörper so schwer verletzt, dass er erst einmal auf unbestimmte Zeit (ein paar Wochen) ausfallen wird. Glücklicherweise haben wir ja noch zwei weitere gute Torhüter unter Vertrag, wie man heute wieder sehen konnte“.

Ratinger Ice Aliens – Dinslaken Kobras:                 3:2 (1:0; 2:1; 0:1)

Torschützen Ratingen:                                                 Fischer, Fischbuch, Tim Brazda
Torschützen Dinslaken:                                                Musga, Appelhans

Strafminuten Ratingen:                                               16
Strafminuten Dinslaken:                                                6

Kobras starten in die Pokalrunde

Nun ist sie also vorbei, die Zeit der Test-, bzw. Vorbereitungsspiele.
Von nun an gilt’s! Zwar beginnt für die Kobras am Wochenende noch nicht der Ligabetrieb, doch ein Pokal in einer noch nicht vorhandenen Vitrine würde den Dinslakenern bestimmt gut zu Gesicht stehen. Und sollte dies so kommen, hätte man Mannschaften wie die Ratinger Ice Aliens, die Dortmunder Eisadler und auch den TuS Wiehl hinter sich gelassen. Auch das hat seinen Reiz.

Doch dazu darf man das erste Pokalwochenende nicht komplett verdaddeln. Und dies ist leider nicht ausgeschlossen. Denn die Dinslakener Giftschlangen treten am Freitag beim Dauerrivalen Ratingen an und empfangen am Sonntag die Eisadler Dortmund, die ihren Kader für den Regionalligabetrieb ganz schön aufgepeppt haben.
Aber bange machen gilt nicht, denn auch die Kobras haben ihre Hausaufgaben gemacht und in der letzten Woche ausgezeichnet trainiert.

Wenn am Freitag um 20:00 Uhr das erste Bully in der Eishalle am Sandbach fällt, steht den Kobras eine Mannschaft gegenüber, die dem Zuschauer anhand der Namen, vor allem die der Verteidiger, die Zunge schnalzen lässt, und dies, obwohl Akteure wie die Brazda – Zwillinge, Benjamin Hanke, Dennis Fischbuch und Dmitri Metelkov in den Ratinger Sturmreihen zu finden sind.
Aber auch die Verteidiger haben klangvolle Namen und gehören sicherlich zur besseren Riege in unserer Liga. So ist beispielsweise Maik Klingsporn vom Top – Oberligisten Herner EV ist nach Ratingen zurückgekehrt, Patrick Gogulla hat früher bis rauf in die DEL2 verteidigt, mit Francesco Lahmer hat man einen sehr guten Offensiv – Verteidiger aus Neuss losgeeist und die Qualitäten von Simon Migas und Dustin Schumacher sind hinlänglich bekannt.

Die Testspielergebnisse waren analog zu denen der Kobras. Gegen die Oberligisten Essen und Krefeld gab’s nichts zu holen (2:9 und 1:9), gegen Regionalligaaufsteiger Troisdorf gewann die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs dafür mit 10:3 zweistellig. Es dürfte also ein Duell auf Augenhöhe werden.
Allerdings wird Milan Vanek auf zahlreiche Akteure verzichten müssen: Dominick Spazier, Justin Schrörs, Sven Schiefner, Pawel Kuszka und Lias Töbel werden am Wochenende definitiv fehlen. Ein Fragezeichen steht noch hinter Verteidiger Niklas Clusen. Trotzdem gibt der Coach die einzig wahre Marschroute vor: Wir fahren nach Ratingen, um zu gewinnen und auch am Sonntag gegen Dortmund wollen wir am Ende mehr Tore auf der Anzeigetafel stehen haben als der Gegner“.

Auch das wird nicht so einfach, denn die Westfalen haben den größten Teil ihres in den letzten Spielzeiten so erfolgreichen Kaders gehalten und sich mit Kevin Thau, Oliver Kraft und Dustin Demuth ein Trio vom Oberligisten Hammer Eisbären an die Strobelallee geholt, das schon allein ganze Spiele entscheiden kann. Mit einem einzigen Testspiel war die Dortmunder Vorbereitungsphase allerdings ziemlich kurz. Das Duell in der Bierstadt gegen den Neusser EV endete für das Team von Trainer Waldemar Banaszak 3:4.

Doch zurück zu den Kobras: Die Dinslakener haben ja schon länger mit diesen Ausfällen zu kämpfen und sich bis dato immer gut aus der Affäre gezogen. Warum soll dies nicht auch am Wochenende gelingen?

Nun mal zur Statistik: Die Begegnung bei den Ratinger Ice Aliens beginnt am Freitag, 24.09.2021 um 20:00 Uhr. Die Partie am Sonntag, 26.09.2021 in der Schlangengrube gegen die Dortmunder Eisadler um 19:00 Uhr.

Hier noch ein Hinweis für Fans, die die Kobras in Ratingen unterstützen möchten:
Eintrittskarten gibt es ausschließlich als Online – Ticket auf der Homepage www.icealiens.97.de zu kaufen.
Der Eintritt unter 7 Jahren ist frei, es muss aber trotzdem eine Eintrittskarte gekauft werden (fällt die VVK Gebühr an).
Zutritt zur Halle ist nur unter Beachtung der 3G – Regel möglich, es wird direkt am Halleneingang vor der Kartenkontrolle kontrolliert.
In der kompletten Eishalle herrscht Maskenpflicht (mindestens OP-Maske), nur nicht am eingenommenen festen Sitzplatz.

Wir wünschen allen Fans zwei spannende Spiele und freuen uns, endlich wieder tolles und unterhaltsames Eishockey live geboten zu bekommen.

Kobras setzen Kaderanpassung um

Milan Vanek hatte es im letzten Monat bereits angekündigt. „Wir werden unseren Kader im September noch anpassen, ließ der Übungsleiter der Dinslaken Kobras damals verlauten. Nun wurde es auch in die Tat umgesetzt. „Wir bedanken uns bei Stürmer Sebastian Bürgers, aber so leid es mir tut, am Ende hat es für ihn nicht gereicht. Wir wünschen ihm sportlich und privat nur das Beste auf seinem weiteren Weg“, so Vanek weiter.

„Dafür können wir vermelden, dass Verteidiger Noah Kalinowski ( Beitragsbild) ab sofort fest zu unserer Mannschaft gehört. Er hat in den Testspielen einen guten Eindruck hinterlassen und soll in dieser Saison den nächsten Schritt bei den Kobras machen“, führt der Schlangenbeschwörer weiter aus.
Der 22 – Jährige hat das Eishockeyspielen beim Neusser EV erlernt und inzwischen auch für Ratingen und Duisburg die Schlittschuhe geschnürt.
Noah Kalinowski wird für die Kobras mit der #22 auflaufen.


Ob noch weitere Anpassungen folgen werden, ließ Vanek offen.

Kobras machen hinten dicht

Aus Duo wird Trio: Die Dinslakener Giftschlangen haben auf der wichtigen Position des Goalies noch einmal nachgelegt und Justin Schrörs vom Ligakonkurrenten Neuwied verpflichtet. Er ist der dritte Torhüter neben den bereits verpflichteten Lucas Eckardt und Tjaard Jansen und hat allerbeste Referenzen:

Der heute 27 – Jährige stand in 189 Begegnungen in der Oberliga, u.a. für Halle, Regensburg, Duisburg und Essen im Kasten. Die 4 DEL2 – Einsätze für Dresden und Frankfurt wollen wir keinesfalls unterschlagen. Außerdem stand er im Kader der DEL – Ligisten Hamburg Freezers und Krefeld Pinguine.

Somit sind die Kobras auf dieser Schlüsselposition mit ihren 3 Goalies optimal für die Saison gerüstet.
Schrörs ist 1,85m groß und wird das Trikot mit der #59 tragen.

Coach Milan Vanek ist ob der Verpflichtung Schrörs ganz aus dem Häuschen: „Justin Schrörs war mein absoluter Wunschkandidat.
Ich bin mega, mega happy, dass es die Verantwortlichen und Sponsoren möglich gemacht haben, dass ein solcher Top – Mann in die Schlangengrube kommt. Vielen, vielen Dank dafür.
Er ist ein absoluter Siegertyp. Auch wenn dies rechnerisch nicht möglich ist, vermittelt er in jedem Spiel das Gefühl, dass er mehr als 100% gibt.
Auch charakterlich ist er ein sehr feiner Mensch und passt damit super in unsere Mannschaft.
Ich kann gar nicht häufig genug sagen, wie glücklich mich diese Verpflichtung macht. Dadurch wird aus einem ohnehin starken Goalie – Duo ein sehr starkes Goalie – Trio.
Ich bin jetzt schon sicher, dass wir an Justin noch sehr viel Freude haben werden. Ich bin einfach total begeistert“, sprudelte es aus dem Schlangenbeschwörer heraus.