In der Sache vereint

Die derzeitigen Vereine der Regionalliga West haben eine gemeinsame Erklärung über ihre Sichtweise der Corona – Schutzmaßnahmen, insbesondere zum Thema Lockdown ihrer Liga und des restlichen Eishockey – Amateursports, verfasst. Diese lautet im Einzelnen wie folgt:

Gemeinsame Erklärung der Vereine der Eishockey Regionalliga West

Wir wollen (weiter) trainieren und spielen!

Der Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zur Unterbrechung der Infektionsdynamik im Rahmen der Corona Pandemie vom 28. Oktober 2020 und die von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen in der Coronaschutzverordnung vom 30. Oktober 2020 übernommenen Maßnahmen haben bei den Vereinen der Regionalliga West innerhalb des Eishockeyverbandes Nordrhein-Westfalen e.V. zu großem Unverständnis geführt. Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, sollen vom 2. November 2020 bis zum 30. November 2020 geschlossen werden. Dazu gehören u.a. der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports.

Der Amateursport hat eine wichtige gesellschaftliche Funktion und ist auch oder gerade in diesen schwierigen Zeiten von besonderer sozialer Bedeutung. Die Vereine haben seit dem Sommer große zeitintensive Anstrengungen unternommen um geeignete Hygienekonzepte sowohl für den Trainings- als auch Spielbetrieb sukzessive zu entwickeln, entsprechend zu erproben und zu verfeinern. Diese Konzepte wurden von den entsprechenden örtlichen Behörden geprüft, gelobt und als geeignet eingestuft. In den letzten beiden Monaten gab es in der Umsetzung keinerlei Beanstandung, eine direkte Auswirkung des durchgeführten Trainings- und Spielbetriebs beim Eishockey in NRW auf die gestiegenen Infektionszahlen konnte nirgendwo nachgewiesen werden. Trotzdem sollen nun Kinder und Jugendliche, die die wichtige und unverzichtbare Basis des Eishockeysports bilden, sowie Erwachsene, für die ihr Sport mehr ist als eine beliebige Freizeitgestaltung, ausgesperrt werden.

Die Vereine der Eishockey Regionalliga sind sich einig, dass in der momentanen Situation Maßnahmen gegen die exponentielle Dynamik der gestiegenen Infektionszahlen zwingend notwendig sind. Aber diese Maßnahmen sollten differenziert getroffen und transparent begründet werden. Dies ist aber bezogen auf den Eishockeysport in den Beschlüssen und Verordnungen nicht erkennbar. Schon allein die lapidare Einordnung des Amateursportbetriebs in den Bereich der Freizeitgestaltung wird dem Anspruch unserer Vereine nicht gerecht und lässt keine differenzierte Betrachtung erkennen, sondern eher Willkür vermuten. Der Hinweis der Bundeskanzlerin auf Nachfrage nach den vorhandenen und gelobten Hygienekonzepten, sie würden ja ab Dezember wieder Gültigkeit bekommen, ist ebenso wenig nachvollziehbar. Die Konzepte haben funktioniert, warum sollen sie einen Monat ausgesetzt werden?

Die Vereine der Regionalliga West fordern die Bundesregierung sowie die Landesregierung NRW auf, die getroffenen Beschlüsse differenzierter zu durchdenken und situationsgerecht im Sinne der wichtigen gesellschaftlichen Funktion des Amateursports abzuändern. Die Vereine der Regionalliga West fordern die zuständigen Verbände, den Deutschen Eishockey-Bund e.V. sowie den Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen e.V. auf, ihren Einfluss im Sinne ihres Satzungszweckes, der Förderung des Eishockeysports im Jugend-, Nachwuchs- und Seniorenbereich, bei den verschiedenen politischen Stellen geltend zu machen. Dies ist bisher wenig bis gar nicht sichtbar geworden. Jeder Tag, an dem unsere Sportart Eishockey pausiert, ist ein verlorener Tag. Unter der Federführung der Vereine mit

den entsprechenden Hygienekonzepten lernen Kinder und Jugendliche jeden Tag, verantwortungsvoll und solidarisch mit der momentanen Situation umzugehen.

Gerade in schwierigen Zeiten ist das besonders wichtig.

Die Vereine der Eishockey Regionalliga West wollen weiter unter den bewährten Hygienekonzepten trainieren und spielen. Wir wissen, dass es keine normale Saison geben kann. Wir wissen, dass immer mit Einschränkungen zu rechnen ist. Aber wir wollen nicht aufgeben. Von daher erwarten wir die entsprechende Unterstützung von den zuständigen politischen Stellen und Verbänden, wie man möglichst schnell wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen und einen modifizierten Spielbetrieb, in welcher Form auch immer, unter den gegebenen Bedingungen durchführen kann.

Dabei sollte das Eishockeyspielen, dort wo es möglich ist, im Vordergrund stehen. Meisterschaftswettbewerbe, Auf- und Abstiege etc. sind nachrangig. Die Vereine der Regionalliga West sehen sich als Solidargemeinschaft zum Erhalt des Eishockeysports nicht nur in NRW, sondern in der gesamten Bundesrepublik Deutschland.

Gezeichnet:

Dinslakener Kobras

Eisadler Dortmund

EV Duisburg

ESC Moskitos Essen

Grefrather EG

Neusser EV

Ratinger Ice Aliens

EC Bergisch Land

EHC Troisdorf

Tus Wiehl

EHC „Die Bären“ 2016

(als Gastverein im EHV NRW)

Saisonstart verschoben

Die neuen Corona – Schutzmaßnahmen, die ab der kommenden Woche unter anderem in NRW gelten, treffen auch die Kobras knallhart. Denn eine der Maßnahmen besagt, dass der Trainings- und Spielbetrieb bei Mannschaftssportarten im Amateurbereich eingestellt werden muss.
Damit sind auch die Kobras Betroffene.
Somit ist der Saisonstart, der eigentlich für die Giftschlangen am 06.11.23020 mit dem Auswärtsspiel in Neuss beginnen sollte, vom Tisch.

Dieser „Amateursport – Lockdown“ ist zunächst einmal für den gesamten November anberaumt.
Die Kobras werden heute Abend die vorerst letzte Trainingseinheit absolvieren. Sollte eine Verkürzung dieser Maßnahme möglich  oder eine Verlängerung nötig sein, werden wir euch zeitnah informieren.

Wichtige Mitteilung!!!

Hallo Kobra-Fans,

wir stoppen den Verkauf der 5er-Karte! Die Realstars Bergisch Gladbach haben sich gestern mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb der Regionalliga NRW zurückgezogen. Da jetzt geklärt werden muss, wie der Spielbetrieb in der Regionalliga weitergeführt wird, haben wir uns entschlossen, den Verkauf der Dauerkarten vorerst zu stoppen. Selbstverständlich halten wir euch auf dem Laufenden.

Eure Kobras

Revanche geglückt

Nur zwei Tage nach dem wohl schlechtesten Auftritt der Vorbereitungsphase zeigten sich am gestrigen Abend gegen den gleichen Gegner größtenteils von ihrer Schokoladenseite und schickten den Neusser EV mit einer 2:8 – Niederlage wieder nach Hause.


Zugegeben, dem NEV trat nur mit einem vergleichsweise kleinen Kader an, doch ein kleiner Kader hat sich in der Vergangenheit nicht selten als sehr gefährlich entpuppt.

Auch die Vanek – Truppe konnte erneut nicht vollzählig auflaufen. Dem Coach fehlten neben Dominick Spazier und Jerome Baum auch Petr Macaj und Martin Beneš.
Doch anders als beim Spiel am Südpark ließen sich die Giftschlangen gestern Abend nicht die Butter vom Brot nehmen.

Im ersten Abschnitt sah das Spiel der Kobras allerdings noch etwas zerfahren aus. Der Wille war deutlich erkennbar, doch fehlendes Selbstvertrauen erlaubte nur wenige gekonnte Spielzüge. Die Dinslakener, die gestern übrigens im Signal – orangen Auswärtstrikot die Begegnung bestritten, da die Gäste ebenfalls mit dunklen Trikots angereist waren, arbeiteten sich jedoch von Minute zu Minute besser in die Partie hinein. Glücklicherweise hat das Nervenkostüm gehalten, nachdem Maximilian Stein in der 10. Minute das Toreschießen für die Gäste eröffnet hatte. Die Hausherren zeigten sich unbeirrt und gaben gut zwei Minuten später in Person von Philipp Heffler die Antwort.
Und als gut 5 Minuten vor der ersten Sirene Joey Menzel seine Farben erstmalig in Führung brachte, funktionierten plötzlich Dinge, die zwei Tage zuvor undenkbar gewesen wären.

Dennoch dauerte es bis 24:03, bis die Kobras wieder etwas Zählbares ernten konnten. Dennis Appelhans war derjenige, der das Spielgerät als Letzter berührte, bevor es über die Torlinie ging. Nur 19 Sekunden später schlug die Scheibe erneut im Gehäuse der Gäste ein. Der Verantwortliche dafür war Martin Brabec. Nach diesem Doppelschlag liefen einige Dinge wie von selbst und man konnte auf Dinslakener Seite Spielzüge bestaunen, die man schon länger nicht mehr gesehen hatte.
Jetzt schlug die Stunde von Philipp Heffler. Mit einem Doppelpack, bei dem beide Treffer sehr schön herausgespielt waren, stellte er das Ergebnis innerhalb von 52 Sekunden auf 6:1. Da waren gerade 32 Minuten gespielt aber jeder in der Schlangengrube wusste schon jetzt, wer das Eis am Ende als Sieger verlassen würde. Und weil diese beiden Tore so schön herausgespielt waren, sollen an dieser Stelle auch die Vorlagengeber, Sven Schiefner und zweimal Nils Cleven, nicht unerwähnt bleiben.

Man sollte nicht denken, dass die Neusser Gäste nicht auch ihre Spielanteile gehabt hätten, doch gestern stand die Verteidigung deutlich besser als noch am Freitag. Dennoch mussten sie in der 35. Spielminute den zweiten Gästetreffer durch Matthias Hornig hinnehmen. Philipp Heffler mit seinem vierten Streich an diesem Abend sowie Stefan Dreyer stellten mit den Toren 7 und 8 die klaren Verhältnisse für die Hausherren wieder her.

Verteidiger Alexander Richter sah die Begegnung wie folgt: „Endlich hat sich das ganze Training ausgezahlt. Der Sieg ist gerade für unser Selbstvertrauen und für die Stimmung kurz vor Saisonbeginn wichtig.  Trotzdem sollte man den Sieg nicht überbewerten, sondern die positiven Erlebnisse mitnehmen und aus den negativen Aktionen lernen.
Ich habe das Gefühl, dass bei uns die Ladehemmung vorbei ist und dass wir als Mannschaft bereit sind um die ersten Punkte zu spielen.
Alles in allem war es für uns ein gelungener Abend. Jetzt steht bei uns der Fokus auf dem ersten Meisterschaftsspiel“.

Dinslakener Kobras – Neusser EV:               8:2 (2:1; 4:1; 2:0)

Torschützen Dinslaken:                                   Heffler (4), Appelhans, Brabec, Menzel, Dreyer
Torschützen Neuss:                                          Stein, Mat. Hornig

Strafminuten Dinslaken:                                12 + 20 (SD Brabec)
Strafminuten Neuss:                                       12

Kobras unterliegen in Neuss

Die Generalprobe Teil 1 für den anstehenden Saisonauftakt ist missglückt: Am gestrigen Abend unterlagen die Dinslakener Kobras beim Ligakonkurrenten Neusser EV verdient mit 4:6 (1:1; 1:2; 2.3). Die Gründe für diese Niederlage sind vielschichtig: Fehlende Durchschlagskraft vor des Gegners Tor, ein unaufgeräumtes Defensivverhalten und individuelle Fehler standen an diesem Abend einer hohen Effizienz beim Toreschießen und einer starken Torhüterleistung des Neusser Neuzugangs Markus Endress gegenüber. Die Kobras hatten über die gesamte Spielzeit deutlich mehr Spielanteile und Tormöglichkeiten, konnten diese aber nicht in Treffer ummünzen. Kurz und gut: Sie waren spielbestimmend, aber nicht dominant.


Im ersten Abschnitt hätten die Weichen eigentlich schon für einen Sieg der Giftschlangen gestellt sein müssen, doch man übertraf sich im Auslassen glasklarer Torchancen.  Und dann passiert das, was in solchen Situationen immer passiert: Bei einem Konter der Hausherren fehlte in der Verteidigung die Zuordnung und ausgerechnet Jason Popek, der Kanadier in Diensten des NEV, wurde von den Giftschlangen völlig übersehen. Der nutzte dann den kleinen Raum, den ihm Ken Passmann in dieser Situation zuließ, um seine Farben in Führung zu bringen.
Eine eigene Strafe brachte die Vanek – Truppe wieder zurück in die Begegnung. Ein wieder genesener Martin Brabec schnappte sich an der roten Linie das Spielgerät, tanzte sich durch 2 Neusser Verteidiger und narrte auch den Schnapper des NEV zum verdienten 1:1 – Ausgleich. Ja, der Tscheche in Diensten der Kobras war wieder mit dabei. Verzichten musste Coach Vanek dafür auf dessen Sturmkollegen Martin Beneš und Dennis Appelhans aus verschiedenen Gründen, sodass der Dinslakener Übungsleiter die Reihen mal wieder umstellen musste. Zudem fehlte in der Verteidigung Petr Macaj.
Die personellen Abwesenheiten sind allerdings nur der Chronistenpflicht geschuldet. Auch ohne diese Drei hätten die Dinslakener gestern eigentlich als Sieger das Eis verlassen müssen.

Im weiteren Verlauf konterten sich die Hausherren eine 3:1 – Führung heraus. Ein ums andere Mal dürfte sich Ken Passmann im Stich gelassen gefühlt haben. Dennoch schafften es die Gäste, den 2-Tore Rückstand durch Überzahltreffer von Jerome Baum und Moritz Hofschen zu egalisieren.


Auch das 4:3 durch Jason Popek konnte noch einmal ausgeglichen werden: Ebenfalls in Überzahl, ebenfalls durch einen Verteidiger: Niklas Clusen.

Zwar blieb den Giftschlangen nach dem Führungstreffer durch den kanadischen Neuzugang Jesse Healy in der 51. Minute ausreichend Zeit, den Ausgleich wiederherzustellen, doch ausgerechnet jetzt funktionierte dieses Vorhaben nicht. Im Gegenteil:  Holger Schrills schoss in der 54. Minute für seinen NEV eine weitere 2-Tore-Führung heraus, auf die die Kobras bis zum Schluss keine Antwort mehr fanden.

Sehr treffend analysierte Dinslakens Kapitän Sven Schiefner die Partie: „Wir hatten es selbst in der Hand, die Begegnung zu gewinnen, doch was wir allein im ersten Abschnitt an 100%-igen Torchancen ausgelassen haben, war schon der Wahnsinn. Auf Neusser Seite hätte sich keiner beschweren dürfen, wenn es nach den ersten 20 Minuten 6 – 8:1 für uns gestanden hätte. Das zieht sich schon so durch die letzten Spiele. Bei einigen von uns herrscht derzeit Ladehemmung. Ich hoffe, dass sich das bald legt. Leider sind wir auch eine Mannschaft mit einigen Kopfmenschen, die sich dann so etwas sehr zu Herzen nehmen und bei denen es dann erst recht nicht läuft wie gewünscht. Aber auch diese Phase werden wir überwinden, davon bin ich überzeugt.
Leider hatte dann gestern Abend auch noch die Defensivarbeit viel Luft nach oben. In diesem Bereich waren wir sehr unkonzentriert und haben den Gegner immer wieder zum Toreschießen eingeladen, was sie dann auch dankend angenommen haben. Dies alles hat dann in Summe einfach nicht für einen Sieg gereicht. Auch dass zwei von drei Akteuren aus der ersten Reihe gefehlt haben, soll hier nicht als Entschuldigung herhalten. Wir hätten das Spiel auch so gewinnen müssen.
Alles in allem war es eine verdiente Niederlage, die ich allerdings auch nicht zu hoch bewerten würde. Was uns im Moment fehlt, ist, dass wir uns selbst belohnen. Dann lässt man auch nicht so schnell die Köpfe hängen. Wir sind zwar heute ziemlich geknickt, doch ansonsten ist die mannschaftliche Geschlossenheit in Takt und die Stimmung im Team ist gut. Wir versuchen es am Sonntag besser zu machen und vor heimischem Publikum dann auch einen Sieg einzufahren“.

Neusser EV – Dinslakener Kobras:               6:4 (1:1; 2:1; 3:2)

Torschützen Neuss:                                          Popek (3), Healy, Schrills, Stein
Torschützen Dinslaken:                                  Brabec, Hofschen, Baum, Clusen

Strafminuten Neuss:                                       22
Strafminuten Dinslaken:                                13 + 20 (SD Kelsch)