Großer Aderlass an Spielern bei den Kobras

Dass es zwischen zwei Spielzeiten bei vielen Vereinen einen Austausch an Akteuren gibt, ist bekannterweise völlig normal. Doch in dieser Sommerpause hat es die Kobras besonders hart erwischt.

Bis jetzt folgen neben Coach Milan Vanek mit Goalie Justin Schrörs und wohl auch Verteidiger Dominik Scharfenort nach jetzigem Stand zwei weitere Akteure nach Ostwestfalen.
Maurice Musga, Kristof Kelsch, Alexander Richter, Jerome Baum, Sven Schiefner sowie die Dinslakener Ikonen Benni Hüsken und Dominick Spazier hängen ihre Schlittschuhe gleich ganz an den berühmten Nagel.

Die Kobras bedanken sich bei allen Akteuren für ihr teilweise vieljähriges Engagement in der Schlangengrube und wünschen ihnen auf allen Ebenen für die Zukunft nur das Beste.

Somit wartet in diesem Sommer jede Menge Arbeit auf die sportliche Führung der Giftschlangen.

Milan Vanek verlässt die Schlangengrube

Die erste Veränderung des Kaders betrifft gleich eine Schlüsselposition. Mit Milan Vanek verlässt der Mann die Dinslaken Kobras, der in den letzten 4 Jahren die Geschicke der Giftschlangen auf dem Eis bestimmte.

„Es fällt mir unheimlich schwer, diesen Schritt zu gehen, doch ich habe ein Angebot von einem höherklassigen Verein. Ich möchte mich weiterentwickeln und musste daher eine Entscheidung treffen. Sie ist mir bestimmt nicht leichtgefallen, doch wer weiß, wie viele Chancen sich mir im Leben noch bieten werden. Ich bin sehr dankbar für die Zeit bei den Kobras.

Ich möchte allen Fans danken, die mein Team und damit auch mich unterstützt haben, bei den Leuten, die im Hintergrund alles dafür getan haben, dass das Dinslakener Eishockey gut repräsentiert wird, aber auch dem Vorstand, insbesondere unserem sportlichen Leiter Thomas Esser, der im Rahmen seiner Möglichkeiten alles realisiert hat, was sich ein Trainer nur wünschen kann.

Es ist nicht gelogen, wenn ich sage, dass ich die Kobras mit einem weinenden Auge verlasse. Doch es gibt Momente im Leben, wo man sich entscheiden muss und ich hoffe, dass möglichst viele Fans dafür Verständnis haben, dass ich mich weiterentwickeln und eine neue Herausforderung annehmen möchte.
Glücklicherweise ist der Eishockeyzirkus ein kleiner und deshalb kann ich wahrscheinlich mit Fug und Recht sagen: Wir sehen uns wieder, denn gerade beim Eishockey begegnet man sich immer mindestens zweimal – eher dreimal – im Leben“.

Damit ist der sportlichen Führung der Kobras die erste Aufgabe für die neue Spielzeit gestellt. Doch dies wird wahrscheinlich nicht die einzige Herausforderung bleiben.

Beitragsfoto: Michael Werner

Saisonende für die Kobras

Wer die beiden vorangegangenen Partien der Dinslakener Giftschlangen gegen die Bären Neuwied gesehen hatte, konnte bereits im Vorfeld erahnen, dass die Chancen auf einen Sieg der Kobras nicht sehr hoch waren. Dennoch hatte man die Hoffnung, dass an diesem Tag wieder einmal bei den Hausherren alles zusammenpassen würde, dass das Scheibenglück auf Dinslakener Seite wäre und der Gegner die Vanek – Truppe unterschätzen würde. Doch so ist es nicht gekommen. Selbst der Beistand von Dinslakens Bürgermeisterin Michaela Eislöffel, die gestern Abend unter den Besuchern in der Schlangengrube war, verhalf Benni Hüsken & Co. nicht zu einem positiven Endergebnis.

Die Niederrheiner kämpften im Rahmen ihrer spielerischen Fähigkeiten um eine Verlängerung der Serie, doch zweimal vernahmen die Zuschauer das laute metallische Geräusch des Pfostens, bzw. der Latte und mehrmals zischte die Scheibe auch nur Millimeter am gegnerischen Gehäuse vorbei. Hinzu kam, dass die Bären den Hausherren nicht den Gefallen getan haben, sie zu unterschätzen, sodass am Ende der Partie ein 1:5 auf der Anzeigetafel stand, welches das Saisonaus für die Dinslakener bedeutete.

Bis zur Hälfte der Partie konnten die Dinslakener nicht nur mithalten, wie das Torschussverhältnis von 19:15 belegt, Martin Beneš konnte Jendrik Allendorf in der 12. Spielminute sogar zum 1:0 überwinden. Dieses Ergebnis hatte dann auch bis zur ersten Pause Bestand.

Ab Mitte des Spiels nahm das Schicksal dann seinen Lauf. Begünstigt durch diverse Strafzeiten der Kobras konnten die Gäste bis zum zweiten Pausentee drei Tore erzielen und ließen den Giftschlangen bei eigener numerischer Überlegenheit keine Chance.

Somit rannten die Dinslakener im Schlussabschnitt einem Zwei – Tore – Rückstand hinterher und mussten die Defensive etwas öffnen. Dies nutzten die cleveren Gäste in der 51. Spielminute durch einen weiteren Treffer von Stephan Fröhlich. Kurze Zeit später (52:35) setzte Milan Vanek alles auf eine Karte und entschied sich, Justin Schrörs zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen. Doch auch diese Maßnahme ging gestern Abend schief. Die Gäste eroberten sich den Puck in ihrer Verteidigungshälfte, Tobias Etzel schickte Daniel Vlach auf die Reise und dieser machte mit einem Schuss ins leere Gehäuse den 1:5 – Endstand perfekt (54.). Damit waren es erneut die Bären, die die Kobras in die vorzeitige Sommerpause schickten.

Die Saison 2021 / 2022 begann für die Dinslakener sehr durchwachsen, doch die Hauptrunde als Tabellenzweiter zu beenden, war bis zu dieser Spielzeit noch nie erreicht worden. Dass man gegen den Tabellendritten der Hauptrunde ausgeschieden ist, liegt in erster Linie darin begründet, dass diese lange Zeit große personelle Probleme hatten, die aber seit Beginn der Playoffs ausgeräumt sind. Und sie hatten auch mehr spielerische Qualität, deshalb gehen die drei Siege völlig in Ordnung und ein Glückwunsch dazu geht aus der Schlangengrube ins Icehouse.

Zwar waren die Dinslakener Fans in den ersten beiden Dritteln verhältnismäßig ruhig, doch im Schlussabschnitt feuerten sie ihre Mannschaft nahezu ohne Pause an. Die Leistung des Gegners wurde anerkannt und es wurde die eigene Mannschaft mit lautstarken Schlachtgesängen in die Sommerpause verabschiedet.

Auch die Kobras möchten sich an dieser Stelle ausdrücklich bei ihren Fans, Sponsoren und dem Team hinter dem Team bedanken. Wir hoffen, dass alle auch in der Spielzeit 22 / 23 wieder dabei sind und wünschen ihnen bis dahin nur das Beste.

Dinslaken Kobras – Bären Neuwied:          1:5 (1:0, 0:3; 0:2)

Torschütze Dinslaken:                                     Beneš
Torschützen Neuwied:                                    Sperling (2), Apel, Fröhlich, Vlach

Strafminuten Dinslaken:                                10
Strafminuten Neuwied:                                  12

Beitragsfoto: Michael Werner

Die letzte Chance?!

Nach einer für Dinslakener Kobras – Verhältnisse sehr ordentlich absolvierten Hauptrunde stehen die Giftschlangen am Freitag bereits am Scheideweg. Siegen oder Fliegen, Fortsetzung des Halbfinales oder Sommerpause?
Diese Möglichkeiten gibt es vor dem kommenden Spiel in der Schlangengrube. Sollte sich die Geschichte wiederholen und die Neuwieder Bären einmal mehr Endstation für die Kobras sein?

Keiner in Dinslaken will dies so wirklich wahrhaben, doch es bedarf einer deutlichen Leistungssteigerung, will man den Rheinland – Pfälzern die erste Playoff – Niederlage beibringen. Dass die Dinslakener dazu imstande sind, steht außer Zweifel. Dennoch gehört nicht nur eine eigene starke Leistung dazu, um am Ende kollektiv jubeln zu können. Aber es ist das Minimum.
Der Unterstützung der eigenen Fans dürfen sie sich sicher sein. Sollte Neuwied dennoch am Ende stärker sein, ist das halt so. Aber dafür werden die Gäste auch schon mehr als 100% geben müssen.

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Wer bei diesem entscheidenden Spiel dabei sein möchte, sollte am 11.03.2022, spätestens um 20:00 Uhr, seinen Platz eingenommen haben. Tickets gibt es an der Abendkasse oder bereits jetzt online unter: https://tickets.snapticket.de/events/363276/info?lang=de&distributionId=178491.

(Beitragsfoto: Michael Werner)

Jetzt wird’s ernst

So hatte man sich den Verlauf des Playoff – Halbfinales gegen die Bären Neuwied bei den Giftschlangen bestimmt nicht ausgemalt. Nach zwei Begegnungen liegen die Niederrheiner mit 0:2 im Hintertreffen. Denn nach der 1:4 – Niederlage am Freitag in der Schlangengrube hatte man am gestrigen Abend mit 0:4 im Neuwieder Icehouse das Nachsehen.

Der Spielbeginn verlief ähnlich wie der in Dinslaken. Zwei Teams begegneten sich auf Augenhöhe, erarbeiteten sich auch gute Möglichkeiten, doch die beiden Defensivabteilungen inklusive der Goalies Schrörs und Allendorf blieben fehlerfrei.
Auffällig war die körperliche Intensität, mit denen die Bären zu Werke gingen. Es war größtenteils eine gesunde und faire Härte, mit der man den Gästen wohl von Beginn an den Schneid abkaufen wollte, was aber nicht so wirklich gelang.
Dennoch gab es eine erwähnenswerte Szene, in der der Bogen völlig überspannt wurde. Als Dinslakens Pierre Klein in der 10. Spielminute im gegnerischen Drittel kurz nach einem Abseitspfiff noch einen Schuss auf das Neuwieder Gehäuse absetzte, wurde er vom Schiedsrichter mit einer 10 – minütigen Strafe und von Neuwieds Kapitän Christian Neumann mit einem heftigen Check gegen den Kehlkopf bedacht. Für beide Akteure war die Begegnung beendet, denn die Schiedsrichter bedachten das Foul des Neuwieder Verteidigers mit einer Matchstrafe. Pjerre Klein brauchte bis zum Beginn des letzten Drittels Zeit für die Erholung, um sich dann in Zivilkleidung wieder zur Mannschaft gesellen zu können. Aus der 5 – minütigen Überzahlsituation konnte die Vanek – Truppe kein Kapital schlagen, zumal während dieser Phase ein Dinslakener Akteur 2 Strafminuten wegen Beinstellens aufgebrummt bekam.

Der zweite Abschnitt legte die Richtung fest. Aufgrund eines Fouls gegen einen Neuwieder Akteur, der sich allein auf Justin Schrörs hinzu bewegte und dabei nicht regelkonform von den Beinen geholt wurde, verhängten die Unparteiischen einen Penaltyschuss. Daniel Vlach, Tscheche in Diensten der Neuwieder Bären, ließ Justin Schrörs keine Abwehrchance und so stand es nach gut 26 Spielminuten 1:0 für die Hausherren. Vom anschließenden Mittelbully an legten die Hausherren noch einen Zahn zu und die Phasen, in denen sich das Spielgeschehen im Dinslakener Verteidigungsdrittel abspielten, häuften sich.
Doch es kam für die Gäste vom Niederrhein noch schlimmer.  Denn die beiden nächsten Treffer fielen nicht aufgrund einer Neuwieder Drangphase, sondern bei Dinslakener Überzahl. In der 30. und 40. Spielminute gewann ein Neuwieder Stürmer das Anspiel, welches im Neuwieder Verteidigungsdrittel ausgeführt wurde, startete einen furiosen und unwiderstehlichen Lauf auf das Dinslakener Gehäuse, wobei er alle Dinslakener Akteure überlief, und ließ auch Justen Schrörs keine Abwehrmöglichkeit. Für die erste Situation zeigte Luca Häufler verantwortlich, die Blaupause kam von Daniel Vlach.
Mit 3:0 ging es in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt mühten sich die Gäste noch einmal, doch die wenigen wirklich gefährlichen Möglichkeiten wurden alle durch Jendrik Allendorf und seine Vorderleute entschärft. Im Gegenteil: In der 46.Spielminute musste man noch den vierten Treffer durch Tobias Etzel hinnehmen.
„Wenn du in zwei Begegnungen gegen Neuwied nur einen einzigen Treffer erzielst, dann ist das einfach zu wenig“, bemerkte Dinslakens Coach Milan Vanek auf der Heimreise. Wie wahr!

Damit sind die Chancen für die Kobras auf den Einzug ins Finale stark gesunken, denn jetzt müsste man 3 Partien in Folge gewinnen, um dieses Ziel zu realisieren. Dennoch ist dies natürlich nicht unmöglich. Sieg oder Sommerpause? Die Antwort auf diese Frage gibt’s am nächsten Freitag um 20:00 Uhr. Dann wieder in der Schlangengrube.

Wer sich sein Ticket rechtzeitig sicher möchte, kann dies bereits jetzt unter https://tickets.snapticket.de/events/363276/info?lang=de&distributionId=178491 buchen.

Bären Neuwied – Dinslaken Kobras:                          4:0 (0;0; 3:0; 1:0)

Torschützen Neuwied:                                    Vlach (2), Häufler, Etzel
Torschützen Dinslaken:                                   ——-

Strafminuten Neuwied:                                 39
Strafminuten Dinslaken:                               16