0:8 – Niederlage bei Generalprobe

Das war nix. Dass aufgrund des Fehlens beider Topscorer Marek Malinsky und Martin Beneš, die beide wegen kurzfristig aufgetretener Krankheiten gestern Abend passen mussten, die Trefferquote beim letzten Hauptrundenspiel gegen den späteren Playoff – Halbfinalgegner Bären Neuwied nach unten gehen würde, war zu Spielbeginn schon zu erwarten. Dass man allerdings auch in der Defensive offen wie ein Scheunentor agierte, überraschte dann doch auch die vermeintlichen Experten.

Im ersten Abschnitt gestaltete sich die Partie, wie man es erwarten durfte. Die Dinslakener vermochten sich durchaus Chancen zu erarbeiten, waren jedoch unmittelbar vor dem gegnerischen Gehäuse zu harmlos oder wurden von den Bären erfolgreich gestoppt, sodass nichts Zählbares dabei heraussprang. Dafür konnten sich die Gäste einen 2-Tore-Vorsprung herausarbeiten.

Ab den zweiten zwanzig Minuten brachen bei den Hausherren allerdings alle Dämme. Da reicht es auch nicht als Erklärung aus, dass mit Dominik Scharfenort ebenfalls ein erfahrener Verteidiger krankheitsbedingt fehlte und dass im weiteren Spielverlauf Lias Töbel sowie Igor Furda die Partie verletzungsbedingt vorzeitig beenden mussten. Für Töbel ist die Saison gelaufen. Er hat sich bei einem Check an die Bande einen doppelten Schlüsselbeinbruch zugezogen.
Jetzt fielen die Tore für die rheinland – pfälzischen Gäste wie reife Früchte. Zum Ende von Drittel 2 hatten sie sich bereits einen 7:0 – Vorsprung herausgeschossen.

Glücklicherweise fanden die Dinslakener im Schlussabschnitt ein wenig besser in die Partie und wahrscheinlich hatten die Gäste ihr Engagement auch etwas zurückgeschraubt, dennoch fiel auch das letzte Tor der Partie zugunsten der Gäste.

Natürlich kann man am Freitag beim Auftaktspiel des Playoff – Halbfinale ein anderes Gesicht der Dinslakener erwarten, dennoch ist dafür auch die Rückkehr der Leistungsträger erforderlich.
Bleibt zu hoffen, dass die Weisheit aus der Theater – Schauspielerei auch für das Team der Kobras gilt: Auf eine verpatzte Generalprobe folgt oft eine gelungene Premiere.
Ob dies so ist, werden die Zuschauer am nächsten Freitag ab 20:00 Uhr erleben dürfen. Wir werden allerdings schon zuvor auf unserer Facebook – Seite die treuen Fans über Neuigkeiten aus dem Lazarett auf dem Laufenden halten
Der Ticketshop für Freitag ist auf alle Fälle schon geöffnet. Unter https://tickets.snapticket.de/events/363275/info?lang=de&distributionId=178491 kann man sich bereits heute seinen Platz an der Sonne sichern.

Dinslakener Kobras – Bären Neuwied:                      0:8 (0:2; 0:5; 0:1)

Torschützen Dinslaken:                   —-
Torschützen Neuwied:                    D. Schlicht (2), Sperling, Hast, Etzel, Asbach, Neumann, Vlach

Strafminuten Dinslaken:                12
Strafminuten Neuwied:                  8

Revanche geglückt

Geht man nach den Spielanteilen und den Hochkarätern bei den Torchancen, so ist der gestrige 7:3 – Sieg der Kobras beim Neusser EV sicherlich 1-2 Treffer zu hoch ausgefallen. Doch die Dinslakener vermochten es, sich dieses hohe Ergebnis durch die Effizienz in ihren Über- und Unterzahlsituationen zu erarbeiten. Während man in 7 Unterzahlsituationen nur 2 Treffer kassierte, konnte die Vanek – Truppe alle 3 Powerplay – Situationen in Tore ummünzen.
Spielerisch war die Darbietung der Giftschlangen sicherlich noch nicht Playoff – reif, doch wer will es ihnen verdenken, dass man sich so kurz vor Beginn der fünften Jahreszeit im Eishockey nicht dem größten Verletzungsrisiko aussetzen will.
Dass es beim NEV nicht mehr um allzu viel ging, kam deren Spielweise allerdings positiv zugute. Mindestens zwei Drittel lang waren sie ein gleichwertiger Gegner, der mit pfeilschnell vorgetragenen Angriffen immer wieder gefährlich vor dem von Justin Schrörs bewachten Dinslakener Gehäuse auftauchte.


Dennoch waren es die Giftschlangen, die das erste Mal wirksam zubeißen konnten. Eine dieser eingangs aufgeführten Überzahlsituationen nutzte Martin Beneš, um seine Mannschaft erstmalig in Führung zu bringen (9.). Nachdem Igor Furda knapp 4 Minuten später das Ergebnis bereits auf 2:0 stellen konnte, hatten wohl einige Kobra Akteure auf Standby – Modus geschaltet, was sich im weiteren Verlauf rächen sollte.
Denn bis zur 19. Spielminute sorgte der in Diensten des NEV stehende Serbe Lazar Pejcic innerhalb von 110 Sekunden für den 2:2 – Ausgleich. Dass sein zweites Tor so kurz vor der ersten Sirene und damit zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt fiel, kam den Gastgebern gerade recht.

Der Mittelabschnitt knüpfte nahtlos an das bereits Gesehene an. Die Gäste bemühten sich redlich, das Team vom Südpark hielt aber erfolgreich dagegen und vermochte immer wieder, sich gefährlich vor dem Dinslakener Gehäuse zu positionieren.
Dennoch waren es einmal mehr Überzahlsituationen, die benötigt wurden, um die schwarze Scheibe hinter die Torlinie zu bringen. Zunächst war es Dominick Scharfenort, der mit seinem ersten Treffer an diesem Abend die 3:2 – Führung für die Dinslakener herstellte (26.), doch wie gewonnen, so zerronnen:   Samuel Hasenpusch konnte für seine Farben in der 33. Spielminute wieder ausgleichen. Ebenfalls bei numerischer Überlegenheit.  
Dann kam wohl die entscheidende Phase der Partie. Zunächst konnte Stefan Dreyer eine sehenswerte Kombination zwischen ihm, Dominik Scharfenort und Martin Beneš zur erneuten Führung abschließen (36.), doch knapp 2 Minuten später bekamen die Hausherren einen Penaltyschuss zugesprochen, nachdem ein Dinslakener Akteur Dmitrii Metelkov auf dessen direkten Weg zum Tor nur regelwidrig am Schuss hindern konnte.
Der Gefoulte versuchte sein Glück selbst, doch Goalie Justin Schrörs behielt die Nerven und verhinderte somit den erneuten Gäste – Ausgleich.
Als Igor Furda dann in der 39. Spielminute mit seinem zweiten Treffer seinen persönlichen Doppelpack zum 3:5 schnürte, kippte die Partie endgültig in die Richtung der Gäste.

Im Schlussdrittel hatte Coach Vanek noch ein paar personelle Veränderungen vorgenommen, was das Auftreten der Giftschlangen nun etwas dominanter machte. Nichtsdestotrotz vermochten es die Männer vom Südpark immer wieder, sich vielversprechende Situationen zu erarbeiten, doch im Schlussabschnitt blieb die Dinslakener Defensive sattelfest.

Und erneut bedurfte es einer personellen Überzahl, um das Ergebnis auf der Anzeigetafel zu verändern. Wieder war es Dominik Scharfenort, der diese Situation beim Schopfe fasste (58.), um auch den diesmal zahlreich mitgereisten Kobra – Fans das Gefühl zu geben, dass die Giftschlangen das Eis als Sieger verlassen würden.

Für das Endergebnis sorgte dann nur 7 Sekunden später nach dem nun fälligen Mittelbully Youngster Nils Cleven, der Torhüter Markus Endress bei seinem Handgelenkschuss in den rechten oberen Winkel, übrigens nach schönem Vorbereitungs – Querpass von Dominick Spazier, nicht den Hauch einer Chance ließ.

Damit ist den Dinslakenern, die gestern Abend auf die Dienste des kurzfristig erkrankten Marek Malinsky verzichten mussten, die Revanche für die blamable 3:5 – Niederlage beim letzten Vergleich am Neusser Südpark geglückt.
Man darf gespannt sein, wie die Generalprobe fürs Halbfinale, beim morgigen Heimspiel der Kobras gegen die Bären Neuwied, ausgehen wird. Werden beide Mannschaften schon alles geben, um sich in einen Playoff – Modus zu spielen oder wird es verhalten zugehen, damit sich niemand verletzt? Spielen beide Trainer mit offenen Karten oder behalten sie sich noch ein taktisches Ass im Ärmel vor?

Die Antworten gibt es morgen in der Schlangengrube ab 19:00 Uhr.

Neusser EV – Dinslakener Kobras:               3:7 (2:2; 1:3; 0:2)

Torschützen Neuss:                          Pejcic (2), Hasenpusch
Torschützen Dinslaken:                   Furda, Scharfenort (je 2), Beneš, Dreyer, Cleven

Strafminuten Neuss:                       6
Strafminuten Dinslaken:              14

Kobras beenden ihre Hauptrunde

Am kommenden Wochenende ist Schluss mit der Hauptrunde der Eishockey – Regionalliga West. Die Dinslakener Kobras müssen allerdings noch zweimal ran. Freitag geht’s nochmal nach Neuss, Sonntag empfangen die Giftschlangen die Neuwieder Bären.
Während das Freitagsspiel nach der zuletzt in Neuss erlittenen Niederlage als Rehabilitationsspiel gesehen werden muss, darf man den Vergleich mit den Neuwieder Bären als Generalprobe für das nur 5 Tage später beginnende Halbfinale gegen eben diesen Gegner werten. Es bietet sich also für die Giftschlangen die Möglichkeit, sich bereits am kommenden Wochenende in den Playoff – Modus zu spielen.

Auch die Partie am Freitag gegen den NEV wird kein Spaziergang, wie man anhand der Tabellensituation annehmen könnte. Denn die Linksrheinischen haben sich auf die Fahne geschrieben, die Saison anständig zu beenden und sich keine Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung auszusetzen. Dies mussten auch in der letzten Woche die Ratinger Ice Aliens erfahren, die den 4:3 – Siegtreffer erst kurz vor der Schlusssirene erzielen konnten.
Spielbeginn am Südpark ist um 20:00 Uhr.

Zwei Tage später treffen wir zum letzten Spiel der Hauptrunde ausgerechnet auf unseren Halbfinalgegner, die Bären Neuwied. Diese haben ihre ansteigende Form zuletzt bei der 2:3 – Niederlage n.V. gegen Liga – Primus Füchse Duisburg bestätigt. Man darf davon ausgehen, dass für die Rheinland – Pfälzer zukünftig noch mehr möglich ist, denn ihnen fehlten an diesem Abend mit Luca Häufler, Kapitän Stephan Fröhlich sowie Max Wasser drei Leistungsträger, die die Defensive jeden Gegners vor schwierige Aufgaben stellen können. Ob sie am Sonntag in der Schlangengrube auflaufen werden, bleibt abzuwarten.

Bei den Kobras kann Schlangenbeschwörer Milan Vanek nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Sven Schiefner laboriert noch immer an seiner Beinverletzung, doch auch er wird zeitnah wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen können.
Die Generalprobe beginnt am 27.02. in der Schlangengrube um 19:00 Uhr.

Platz 2 ist fix

Zu Beginn souverän, ab dem Mittelabschnitt unkonzentriert. So oder so ähnlich könnte man die Leistung der Dinslakener Kobras beschreiben, die sie am gestrigen Auswärtssieg bei den Eisadlern Dortmund ablieferten. 5:6 stand nach Spielende auf der Anzeigetafel, nach dem ersten Drittel hatten die Kobras noch 3:0 geführt.

Zu Beginn lief alles wie am Schnürchen. Zwar hatten die Gastgeber die ersten vielversprechenden Möglichkeiten, doch noch war die Dinslakener Defensive sattelfest. Auch in die Gegenrichtung lief es zunächst wie gewünscht. Dominick Spazier eröffnete den Torreigen in der 3. Spielminute, ihm folgten Treffer von Stefan Dreyer (7.) und Igor Furda (14.) in sehenswerter Tic – Tac – Toe – Manier mit Martin Beneš und Stefan Dreyer. Mit einer 3:0 – Führung für die Gäste ging es in die erste Pause.

Im Gefühl der Überlegenheit schalteten die Kobras in Durchgang zwei einen Gang zurück und brachten die Westfalen dadurch ins Laufen. Mit Folgen, wie sich dann herausstellen sollte. Bis zur 24. Spielminute waren sie durch Tore von Oliver Kraft (21.) und Robin Loecke (24.) auf 2:3 herangekommen. Für etwas Sicherheit sorgte dann wieder der sehenswerte Alleingang von Dominik Scharfenort, den er mit einem Schuss aus spitzem Winkel unter den Giebel abschloss (25.)
Leider konnten die Niederrheiner aus einer anschließenden, zweiminütigen doppelten Überzahl kein Kapital schlagen, sodass beim Spielstand von 2:4 zum zweiten Mal die Sirene ertönte.

Als Igor Furda mit seinem zweiten Treffer in der 45. Spielminute das zwischenzeitliche 2:5 erzielte, schien der Drops für die Giftschlangen eigentlich schon gelutscht. Doch die Westfalen merkten, dass ihr ‚Gegner an diesem Abend nicht so ganz bei der Sache war und bestürmten weiter das von Lucas Eckardt bewachte Gehäuse. Erneut Robin Loecke verkürzte dann auch in der 46. Spielminute auf 3:5. Eine im Anschluss gegen einen Dinslakener Akteur ausgesprochene 5 – Minuten – Strafe bescherte dann den Hausherren die Chance, das Ergebnis für sie noch freundlicher zu gestalten.
Und als Kevin Thau in der 53. Spielminute innerhalb eben dieser Strafe das 4:5 erzielte, schwante den mitgereisten Dinslakener Fans nichts Gutes. Zum Glück hatte Igor Furda an diesem Abend all seine Erfahrung in die Waagschale geworfen und war in der 57. Spielminute mit seinem dritten Treffer an diesem Abend zum 4:6 für die Vanek – Truppe erfolgreich.
Doch dies war noch nicht das Ende. Während ein Dinslakener Akteur ca. 2 Minuten vor Schluss in die Kühlbox musste, beorderte der Eisadler – Trainer seinen Goalie Marvin Nickel auf die Bank und schickte für ihn einen sechsten Feldspieler aufs Eis. Und die Westfalen nutzten die doppelte numerische Überzahl zum 5:6 – Anschlusstreffer durch Dustin Demuth 48 Sekunden vor dem Ende.
Marvin Nickel blieb auch nach diesem Treffer auf der Dortmunder Mannschaftsbank zugunsten des sechsten Feldspielers. Die Kobras hatten diverse Möglichkeiten, das Empty – Net – Tor zu erzielen, doch weder hüben noch drüben ging die Scheibe nochmals in die Maschen.

Somit wurde trotz eines sehr guten Starts am Ende „nur“ ein Arbeitssieg eingefahren. Die drei Punkte waren Pflicht und sie wurden von den Giftschlangen mitgenommen. Das war die Hauptsache.
Damit erreichen die Giftschlangen erstmalig in ihrer Regionalligageschichte einen Platz in den Playoffs, bei denen sie mit einem Heimvorteil beginnen. Davon ausgehend, dass der 1. Platz den Duisburgern im Rahmen der Quotientenregelung erhalten bleibt, werden sich die Kobras mal wieder mit die Neuwieder Bären messen, die ihrerseits nicht mehr von den Ratinger Ice Aliens verdrängt werden können. Damit ist bei den Kobras im Halbfinale auf alle Fälle rassiges Eishockey garantiert.

Eisadler Dortmund – Dinslakener Kobras:                 5:6 (0:3; 2:1; 3:2)

Torschützen Dortmund:                 Loecke (2), Kraft, Thau, Demuth

Torschützen Dinslaken:                   Furda (3), Dreyer, Spazier, Scharfenort

Strafminuten Dortmund:            4

Strafminuten Dinslaken:                 9

Aufholjagd mit Happy End

Manchmal sind die Dinge, die den Sport ausmachen, schwer zu verstehen. So wird es wohl den meisten Zuschauern ergangen sein, die am gestrigen Abend Zeitzeugen der Partie der Dinslakener Kobras gegen die Ratinger Ice Aliens waren.

Zwei Drittel lang waren die Gäste die tonangebende Mannschaft und den Giftschlangen in allen Belangen überlegen, erspielten sich bis zur 40. Spielminute eine völlig verdiente 3:0 – Führung, um in den letzten 20 Minuten dann doch noch mit leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen.

40 Minuten lang waren die Dinslakener nahezu chancenlos, einiges erinnerte an den schwachen Auftritt beim letzten Spiel in Neuss. Nur Ratingen war gestern deutlich stärker als der Auswärtsgegner der letzten Woche. Sie waren läuferisch und spielerisch stark, hatten den nötigen Siegeswillen, um die Partie nach Hause zu bringen und hatte das Vanek – Team doch einmal den Puck, waren sie gedankenschnell und vermochten immer wieder die Passwege der Kobras zuzustellen.


Und so war es kaum verwunderlich, dass Malte Hodi in der 5. Spielminute den ersten Ratinger Treffer erzielte. Er nutzte die zu große Schnittstelle zwischen den beiden Dinslakener Verteidigern und konnte mit einem schönen Rückhandschlenzer unter die Latte auch Justin Schrörs überwinden. Auch wenn im ersten Abschnitt das Torschussverhältnis für die Dinslakener sprach, hatten sich die Gäste die deutlich gefährlicheren Chancen erspielt. Mit dem 0:1 aus Sicht der Kobras ging es dann in die erste Drittelpause.

Im Mittelabschnitt war die Dominanz der Gäste noch größer. Die Gastgeber wirkten viel zu pomadig, als dass man das Gefühl hätte haben können, dass die Kobras nun die Partie nun drehen würden.
Dementsprechend war es folgerichtig, dass die Gäste bis zur 29. Spielminute durch Tore von Patrick Gogulla und Dennis Fischbuch auf 3:0 davonziehen konnten. Auch das Torschussverhältnis von 7:16 sprach Bände. Nach dem Mittelabschnitt haben nur die Wenigsten einen Pfifferling auf einen Kobra – Sieg gesetzt.
Nur die eingefleischtesten Fans skandierten: „Kobras geben niemals auf“. Und sie sollten rechtbehalten.

Die Wende leitete ein Unterzahltreffer von Marek Malinsky in der 46. Spielminute ein. Als im Anschluss zwei Giftschlangen – Akteure unmittelbar nacheinander in die Kühlbox mussten, schwante dem Dinslakener Anhang berechtigterweise nichts Gutes. Doch diese Strafzeiten bewirkten genau das Gegenteil. Mit Kampf und Einsatz überstanden die Niederrheiner diese brenzligen Situationen und hatten sich nun zum einen eine gehörige Portion Selbstvertrauen geholt, zum anderen in einen Modus gespielt, den man als Grundvoraussetzung für einen Sieg benötigt. Jetzt hatten sie den Kampf angenommen, waren deutlich agiler und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tor von Christoph Oster auf. Am Ende des Drittels hatten sie sich ein Torschussverhältnis von 12:9 erarbeitet.
Und sie schafften es eben auch, sich zu belohnen: Während eines Überzahlspiels in der 55. Spielminute verkürzte Kapitän Benni Hüsken auf 2:3. Als dann der DEG – Föli Dennis Mensch gut 3 Minuten vor dem Ende aus dem Gewühl heraus den Ausgleich erzielte, waren die Giftschlangen und ihre Anhänger überglücklich.


Doch es kam noch besser: Bedingt durch eine Strafzeit gegen einen Außerirdischen 70 Sekunden vor dem Ende konnten die Hausherren nochmals ihr Überzahlspiel aufziehen. Und als Schlitzohr Dominik Scharfenort Aliens – Goalie Christoph Oster 10 Sekunden vor dem Ende von einer Position schräg hinter dem Tor die Scheibe in dessen Rücken spielte und sie von dort aus ins Tor fiel, war die Partie gedreht und der Jubel auf den Rängen kannte keine Grenzen.
Wie im Hinspiel in Ratingen behielten auch gestern die Giftschlangen mit 4:3 die Oberhand. Allerdings war der Spielverlauf das komplette Gegenteil.

Einmal mehr bewies auch diese Partie, dass Eishockey zum großen Teil eine Kopfsache ist.

Dinslakener Kobras – Ratinger Ice Aliens: 4:3 (0:1; 0:2; 4:0)

Torschützen Dinslaken:                   Malinsky, Hüsken, Mensch, Scharfenort
Torschützen Ratingen:                    Hodi, Gogulla, Fischbuch

Strafminuten Dinslaken:                 10
Strafminuten Ratingen:                  8

Beitragsfoto: Michael Werner