Kobras gelingt der nächste Coup

In einem packenden Derby besiegten die Dinslakener Kobras die hochfavorisierten Füchse Duisburg mit 3:2 nach Penaltyschießen und behaupten damit weiterhin die Tabellenführung in der Regionalliga West.

Doch bevor es losging wurden zwei Schecks über je 500 Euro an das Friedensdorf International überreicht. Dieser Betrag kam bei dem Spiel am 2. Weihnachtstag zusammen; die Zuschauer hatten je 1 Euro mehr für ihre Eintrittskarte bezahlt. Die Bocholter Eisenbahn, Hauptsponsor der Dinslakener, legte den gleichen Betrag noch einmal drauf, sodass Frau Peppmüller vom Friedensdorf 1000 Euro für den guten Zweck mitnehmen konnte.

Dann aber ging es richtig los. Im ersten Abschnitt neutralisierten sich beide Mannschaften nahezu. Spielerische und läuferische Vorteile der Gäste waren im Vorfeld zu erwarten und die konnte man auch sehen. Doch noch waren die Füchse nicht zwingend genug, um daraus Kapital zu schlagen. Aber auch die Kobras hatten ihrerseits Chancen auf den Führungstreffer, doch auch Etienne Renkewitz im Duisburger Gehäuse hielt die Null für seine Mannschaft fest. So ging es torlos in die erste Pause.

Im zweiten Drittel nahm der Druck der Gäste zu und Justin Schrörs stand immer mehr im Fokus des Geschehens. Dennoch dauerte es bis zur 29. Spielminute, bis der erste Treffer fiel. Die Hausherren hatten sich bei einer Überzahlsituation überraschen lassen und wurden von den Füchsen eiskalt ausgekontert. Brett Mecrones markierte die Duisburger Führung. Die Gäste drückten nun immer mehr auf das Dinslakener Gehäuse, doch dies sollte auch der einzige Treffer im Mittelabschnitt bleiben.

Im Schlussabschnitt wurde es dann turbulent. Zunächst zahlte sich die Überlegenheit der Gäste im zweiten Treffer durch Brett Mecrones aus, doch wie schon in der jüngsten Vergangenheit gesehen, hatte sich die Vanek – Truppe keinesfalls aufgegeben und fightete zurück. Bei Duisburger Angriffen bewies Justin Schrörs all sein Können und war an diesem Abend auch die beste Kobra, im Angriff bewiesen die Giftschlangen, dass fehlende Effizienz für sie inzwischen kein Thema mehr ist. Wenn man bei einem Gesamt – Torschuss – Verhältnis von 26:55 am Ende die Nase vorne hat, darf man durchaus von einer hohen Effektivität sprechen. Und die sah im Detail aus wie folgt: Erst konnte Kapitän Benny Hüsken in der 45. Spielminute mit seinem ersten Tor nach seinem Comeback eine Überzahlsituation zum Anschlusstreffer nutzen, was den Giftschlangen einen weiteren Schub gab. In der 55. Spielminute legte Geburtstagskind Jerome Baum den Ausgleichstreffer nach.
Jetzt wurden die Angriffe der Gäste immer wütender, doch die Dinslakener wehrten sich mit Mann, Maus und einem überragenden Justin Schrörs und ließen bis zum Schluss der Partie keinen weiteren Treffer mehr zu.  Damit war den Hausherren bereits die nächste Überraschung gelungen, denn bereits jetzt war ihnen ein Punkt sicher. Doch wer bekommt den Zusatzpunkt?

Die Entscheidung wurde auf die Verlängerung vertagt. 10 Minuten lang wurde im Modus 3 gegen 3 gespielt. Konnten die Kobras zu Beginn der Verlängerung noch vielversprechende eigene Angriffe starten, so verlagerte sich das Geschehen mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr in die Dinslakener Verteidigungshälfte. Die Hausherren, die noch das schwere Freitagsspiel gegen Neuwied in den Knochen hatten, liefen jetzt auf Reserve. Doch wie schon im dritten Drittel schafften es die Dinslakener, keinen weiteren Treffer mehr zuzulassen. Selbst eine Unterzahlsituation überstanden sie schadlos.

Also musste das Penaltyschießen zur Entscheidungsfindung herhalten. Und als der Sieger nach den ersten 6 Schützen noch immer nicht feststand, war es Martin Beneš vorbehalten, die Dinslakener Ränge in grenzenlosen Jubel zu versetzen.

Für Pawel Kuszka war dies die letzte Partie. Er musste sich eingestehen, dass er Beruf, Familie und das zeitintensive Eishockey nicht mehr unter einen Hut bringen kann. Die Kobras danken dem sympathischen Stürmer für seine Einsätze im Kobra – Dress und wünschen ihm auf seinem weiteren Lebensweg nur das Beste.

Dinslaken Kobras – Füchse Duisburg:        3:2 n.P.  (0:0; 0:1; 2:1; 1:0)

Torschützen Dinslaken:                   Hüsken, Baum, Beneš
Torschütze Duisburg:                       B. Mecrones (2)

Strafminuten Dinslaken:                  6
Strafminuten Duisburg:                 10