Sieg im letzten Quali – Spiel

Wenn eine Mannschaft in einem Spiel keine berauschende Leistung abliefert und dennoch gewinnt, spricht man von einem Arbeitssieg. So könnte man auch den gestrigen Auftritt der Dinslakener Kobras betiteln, denn der 4:3 – Gewinn n.V. gegen die Wiehl Penguins im letzten Qualifikationsspiel der Gruppe A war nicht unverdient, aber glanzlos und vielleicht sogar ein wenig glücklich.

Im Eröffnungsdrittel dominierten die Giftschlangen ihren Gegner, erarbeiteten sich auch einige Hochkaräter, doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige.

In der 25. Spielminute war der Bann dann endlich gebrochen. Philipp Heffler ließ die Besucher durch seinen Führungstreffer erstmalig jubeln.

Als Stefan Dreyer knapp 5 Minuten später eine 2-Tore-Führung herstellte, schien es den Gang zu gehen, den sich alle, die es mit den Giftschlangen hielten, vor der Partie ausgemalt hatten. Doch der Überzahltreffer von Yannick Beste dämpfte erst einmal die Euphorie auf den Dinslakener Rängen. In den verbliebenen knapp 4 Minuten des Drittels sollte kein weiterer Treffer fallen.

Das sollte sich allerdings im Schlussdrittel ändern. Es ist nicht überliefert, was Penguins – Coach Andreas Lupzig seinen Männern in der zweiten Drittelpause mit auf den Weg gegeben hatte, doch die Grau – Blauen wurden von Minute zu Minute beherrschender. Zwar sah es zunächst sehr gut aus, als Martin Beneš trotz Unterzahl Wiehls Goalie Pfalz zum zwischenzeitlichen 3:1 überwinden konnte, doch noch während derselben Strafzeit verkürzten die Gäste wiederum auf 3:2. Da waren knapp 45 Minuten gespielt.
Jetzt hatten sie sich die zweite Luft geholt und drängten auf den Ausgleich. Lucas Eckardt im Tor der Hausherren konnte sich nun über Arbeit nicht beklagen; noch in Drittel 1 war er nahezu beschäftigungslos. Und die Gäste schafften es, sich zu belohnen. Gut 4 Minuten vor der Schlusssirene erzielten sie den 3:3 – Ausgleich. Da in der Restzeit auf keiner Seite ein weiterer Treffer fiel, ging es in die Verlängerung.

Nach 2:45 Minuten in der Overtime war es Pawel Kuszka, der den Puck ins gegnerische Gehäuse einarbeitete und damit die Dinslakener Mannschaft inklusive Anhang mit einem Jubelschrei erlöste.

Verteidiger Moritz Hofschen gab nach der Partie folgendes Statement ab: „Das erste Drittel ist ganz klar an uns gegangen. Die wenigen Nadelstiche der Wiehler konnte Ecki souverän entschärfen. Zwar sind wir gut aus der ersten Pause herausgekommen und auch verdient mit 2:0 in Führung gegangen, haben aber im Anschluss durch größtenteils vermeidbare Strafen unseren Gegner ins Laufen gebracht. Sie haben uns ja dann auch mit dem 2:1 bestraft.
Der letzte Abschnitt war meiner Meinung nach ausgeglichen. Das sehr schön herausgespielte Unterzahltor von Martin Beneš wurde postwendend, noch im gleichen Wechsel, mit dem 3:2 durch die Penguins beantwortet. Ein glücklicher Schuss landete dann im Netz von Ecki, sodass die Verlängerung die Entscheidung bringen musste. Eine starke Einzelleistung von Pawel Kuszka hat uns dann den Sieg beschert.
Jetzt sind alle Punkte und Tore wieder auf null gestellt und wir werden als Mannschaft unser Bestes geben, um so weit wie möglich zu kommen. Ich darf sagen, dass jeder von uns hochmotiviert die jetzt beginnende Runde bestreiten wird“.

Dinslakener Kobras – TuS Wiehl:                 4:3 n.V. (0:0; 2:1; 1:2; 1:0)

Torschützen Dinslaken:                                  Heffler, Dreyer, Beneš, Kuszka
Torschützen Wiehl:                                          Schumacher (2), Y. Beste

Strafminuten Dinslaken:                                8

Strafminuten Wiehl:                                       8