Kobras siegen auch in Wiehl

Versöhnlicher Abschluss des NRW – Pokals für die Dinslakener Kobras. Mit einem 6:4 – Sieg bei den Wiehl Penguins machen sie das erste 6 – Punkte – Wochenende dieser Saison perfekt.


Aufgrund der vielen Verletzten und Erkrankten und damit nur mit einem vergleichsweise kleinen Kader und mit nur einem Goalie war eine Gala – Vorstellung der Giftschlangen nicht zu erwarten. Dennoch erspielten sie sich einen komfortablen Vorsprung heraus, der zwar am Ende etwas schrumpfte, aber dennoch ungefährdet war.

Das Spiel begann etwas zähflüssig, die Kobras kreierten ihre Möglichkeiten, doch plötzlich war die fehlende Toreffizienz wieder ein Thema. Erst Philipp Heffler, der in der 10. Minute an der gegnerischen blauen Linie einen Pass von Dennis Appelhans aufnahm, halblinks Richtung Tor skatete und mit einem halbhohen Rückhandschlenzer die verdiente Führung der Gäste perfekt machte.
Die Giftschlangen drückten weiter auf das Gehäuse der Penguins und es war Nicholas Kanak vorbehalten, die schwarze Hartgummischeibe in der 18. Spielminute aus dem Gewühl heraus über die Linie zu drücken. Beim Stand von 2:0 aus Sicht der Kobras ertönte erstmalig die Sirene.

Der zweite Spielabschnitt gestaltete sich dann schon etwas ausgeglichener, weil die Vanek – Truppe den Gegner durch genommene Strafzeiten mit ins Spiel holte. Denn gerade beim Überzahlspiel merkt man, wie eingespielt der Dinslakener Gegner ist. Da läuft der Puck schnell und flüssig zwischen den Akteuren hin und her und es war in nahezu jedem Aufbau eine Torgefahr für die Kobras gegeben. So geschehen in der 22. Spielminute, als die Hausherren den 2:1 – Anschlusstreffer markierten. Fortan waren die Penguins besser in der Partie, doch die Vanek – Truppe ließ sich den Schneid nicht abkaufen und verschafften sich durch Treffer von Martin Beneš und Dennis Appelhans bis zur 37. Minute eine zunächst beruhigende 3 – Tore Führung. Übrigens wurden auch diese beiden Treffer in Überzahl markiert. Doch die Hausherren gaben sich noch nicht geschlagen und verkürzten noch in Minute 37 auf 2:4. Dies war dann auch der Pausenstand.


Eine Schrecksekunde gab es dann noch auf der Bank der Kobras und bei den Fans, als bei einem Wiehler Angriff gleich mehrere Spieler Lucas Eckardt „über den Haufen“ rutschten. Diese blieb zunächst für ca. 1 Minute regungslos auf dem Eis liegen, konnte aber im Anschluss weitermachen.

Das letzte Drittel war dann das der Hausherren. Dies lag wohl zum einen daran, dass sich die Dinslakener etwas zurückgenommen hatten, gleichzeitig wollten die Hausherren ihren Zuschauern noch etwas bieten und forcierten ihr Bemühungen. Zunächst war aber wieder Martin Beneš an der Reihe, das Ergebnis auf der Anzeigetafel zu verändern. Mit einem Schlenzer ins kurze Kreuzeck sorgte er in der 44. Spielminute mit dem Spielstand von 6:2 für die Vorentscheidung. Die beiden Treffer der Penguins in der 46. Und 48. Spielminute zum 4:6 – Endstand waren sicherlich verdient, andererseits auch nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Giftschlangencoach Milan Vanek kommentierte die Begegnung wie folgt: „Mit den Ausfällen von Marc Stähle, Stefan Dreyer, die wir ja am Freitag verloren haben und Dominik Scharfenort, der kurzfristig erkrankt ist, hatten wir erneut 3 Ausfälle zu kompensieren. Dazu die Tatsache, dass wir wieder nur mit einem Torwart angetreten sind. Für mich war es ein nie gefährdeter Sieg.
Wir haben zum Schluss einen Gang runtergeschaltet und ich habe den Jungs gesagt, dass sie, wenn’s geht, den Zweikämpfen ein wenig aus dem Weg gehen sollen um weitere Verletzungen zu vermeiden. Schließlich beginnt in der nächsten Woche der Ligabetrieb und da wollen wir natürlich so viele Mann an Bord haben wie möglich. Dies hat uns eventuell die letzten beiden Tore gekostet aber der Sieg war für mich nie in Gefahr.
Eigentlich hätten wir nach dem ersten Drittel bereits mit 6 oder 7 Treffern führen müssen, aber das Toreschießen bleibt bis jetzt unser Manko. Ich freue mich, dass sich die Mannschaft in den letzten Spielen so reingehangen hat und wir diese Spiele gewonnen haben.
Ich hoffe, dass dies ein Zeichen ist, dass wir jetzt endlich in Fahrt kommen. Ein Sonderlob geht auch heute wieder an Lucas Eckardt. Ich hoffe, dass im Laufe der Woche der ein oder andere Spieler zurückkommen kann, sodass wir gut vorbereitet und top motiviert am Freitag gegen die U23 von Essen in die Meisterschaft starten können.
Mein Glückwunsch zum verdienten Pokalgewinn geht an die Ratinger Ice Aliens. Wir sind trotz großer Startschwierigkeiten Zweiter geworden. Ich finde, das ist auch nicht so schlecht.“

TuS Wiehl – Dinslakener Kobras:                 4:6 (0:2; 2:3; 2:1)

Torschützen Wiehl:                                          Streser (2), Pniewski, Pleiß
Torschützen Dinslaken:                                  Beneš (3), Kanak, Heffler, Appelhans

Strafminuten Wiehl:                                       4
Strafminuten Dinslaken:                              10