Kantersieg mit zwei Verletzten

Am gestrigen Abend traten die Kobras – erneut stark dezimiert – bei der Grefrather EG an und brachten dennoch durch einen 12:4 – Sieg drei Punkte mit in die Schlangengrube.

Man merkte von Beginn an, dass sich die Giftschlangen etwas vorgenommen hatten. Sie waren in Abschnitt 1 die dominante Mannschaft und schossen durch Joey Menzel, Martin Beneš, Nils Cleven und Kristof Kelsch beruhigende 4 Tore, der Gegentreffer durch Christopher Pelk wirkte lediglich wie ein Schönheitsfehler. Doch ab der 13. Spielminute geriet die Tormaschine der Dinslakener ins Stocken.

Dies sollte sich auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts nicht ändern. Im Gegenteil: Nachdem die Hausherren in der 23. Spielminute auf 2:4 verkürzen konnten, kippte das Spiel und Grefrath übernahm die Regie. Erst ein Überzahltor durch Kobra – Verteidiger und Neuzugang Josef Schäfer stellte den alten 3 – Tore – Abstand wieder her. Doch die Linksrheinischen hatten sich noch lange nicht aufgegeben und kamen durch einen Doppelschlag in der 26. Spielminute auf 4:5 heran. Jetzt nahm Milan Vanek eine Auszeit. Diese zeigte insofern Wirkung, als dass zunächst einmal weitere Treffer der GEG ausblieben.

Die Gäste benötigten die Zeit bis zur 35. Spielminute, um sich wieder zu sortieren und an die Leistung des ersten Drittels anzuknüpfen. Pawel Kuszka leitete die Wende pro Kobras mit dem 6:4 ein. Als Martin Beneš in der 45. Spielminute Treffer Nr.7 erzielte, brachen bei der GEG die Dämme. Sportlich hatten sie den Angriffen der Gäste nichts mehr entgegenzusetzen, dafür wurde die Partie nun deutlich ruppiger. Stefan Dreyer, Lias Töbel, erneut Pawel Kuszka, Dominick Spazier und Sven Schiefner sorgten im Anschluss für den 12:4 – Endstand aus Sicht der Kobras.

So schön es war, den Tabellenletzten auch in dieser Höhe geschlagen zu haben, so ernüchternd ist die Erkenntnis, dass den Giftschlangen das Verletzungspech auch weiterhin treu bleibt. Nach gegnerischem Körperkontakt mussten sowohl Maurice Musga als auch Kristof Kelsch die Partie vorzeitig mit Oberkörperverletzungen – wie es heutzutage in verschleiernder Weise heißt – beenden.
Es liegt in beiden Fällen noch keine finale Diagnose vor, doch dem ersten Anschein nach müssen die Kobras auf beide Stürmer mehrere Begegnungen verzichten.

Philipp Heffler, der wegen seiner Disziplinarstrafe, die er beim Spiel gegen die Füchse erhalten hatte, sich die Begegnung nur von der Tribüne aus ansehen durfte, analysierte die Partie wie folgt: „Das waren gestern wichtige 3 Punkte für uns, die wir da mitgenommen haben, aber auch phasenweise schwierige 3 Punkte. Wir haben uns das Leben selbst schwerer gemacht, als es hätte sein müssen, insbesondere im zweiten Drittel. Wir sind im Anschluss allerdings als Mannschaft sehr gut zurückgekommen und haben dann im letzten Drittel nochmal zeigen können, dass wir das bessere Team sind. Leider bleibt uns das Verletzungspech weiterhin treu, auch gestern mussten zwei meiner Mitspieler die Partie vorzeitig beenden. Wenn dadurch die Reihen immer wieder umgestellt werden müssen, stört das den Rhythmus einer Mannschaft erheblich. Trotzdem werden wir uns auf die heutige Partie gegen Dortmund bestmöglich vorbereiten, um punktemäßig ein perfektes Wochenende hinzulegen“, gab Dinslakens #7, der heute Abend wieder dabei sein wird, auch einen kleinen Ausblick auf das um 19.00 Uhr in der Schlangengrube beginnende Spiel.

Grefrather EG – Dinslakener Kobras:          4:12 (1:4; 3:2; 0:6)

Torschützen Grefrath:                                     Pelk, Bronischewski, Schmetz, Haazen
Torschützen Dinslaken:                                  Beneš, Kuszka (je 2), Menzel, Cleven, Kelsch, Schäfer, Dreyer,
                                                                               Töbel, Spazier, Schiefner

Strafminuten Grefrath:                                   25 + 20 (SD Schmetz)
Strafminuten Dinslaken:                                14