Ein teuer erkaufter Sieg

Am Ende war der 6:2 – Sieg der Kobras bei den Eisadlern Dortmund im Rahmen des NRW – Pokals zur Nebensache geworden.


„Ich bin stinksauer, ließ Kobra – Coach Milan Vanek verlauten. Ich will, dass wir einen Protest einlegen, so etwas darf man sich einfach nicht gefallen lassen“. Und so kam es dazu, dass zur späten Stunde, als nahezu alle Zuschauer schon den Heimweg angetreten hatten, das Licht im Büro der Eisadler noch brannte, weil dort ein Zusatzbericht angefertigt wurde. Doch was hatte den Schlangenbeschwörer so empört?
Es war die Tatsache, dass 2 Dinslakener Spieler während der Partie durch Fouls so schwer verletzt wurden, dass beide nicht mehr weitermachen konnten.

Das war zum einen Marc Stähle, der ohne Puckbesitz von einem Dortmunder Gegenspieler auf offener Eisfläche zusammengefahren wurde, ohne dass er eine Chance hatte, ihn vorher kommen zu sehen und somit seine Muskeln für diesen Check nicht angespannt waren. Marc schaffte es noch zur Mannschaftsbank und sank dann bei geöffneter Türe in sich zusammen. Daraufhin wurde er medizinisch behandelt, fuhr noch 1-2 Schichten, doch die Kopf und Nackenschmerzen waren einfach zu groß, sodass er in die Kabine gehen musste. Gegen den Spieler, der diesen nicht erlaubten Check gefahren hatte, gab es allerdings keine Strafe.

Noch schlimmer hat es etwas später Stefan Dreyer erwischt, der bei einem Check den hohen Stock seines Gegenspielers ins Gesicht bekam und rund um sein linkes Auge 3 klaffende Wunden hatte und stark blutete. Man möchte ja seinem Gegenspieler keine Absicht unterstellen, dennoch gilt die Regel, dass jeder Spieler für seinen Schläger verantwortlich ist und dass er im Gesicht eines Gegenspielers nichts zu suchen hat, ist ja wohl sonnenklar. Aber auch hier verweigerte der Unparteiische die eigentlich fällige Bestrafung. Stefan musste ins Krankenhaus und die Wunden mussten alle genäht werden.
Es ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar, wann die beiden den Kobras wieder zur Verfügung stehen werden.
Dafür war gestern endlich wieder Sven Schiefner mit von der Partie.


Ach ja, Eishockey wurde auch gespielt. Schade für die Fans, die gestern nicht mit an die Strobelallee kommen konnten, denn es war ein richtig starker Auftritt unserer Giftschlangen. Es war wieder der unbedingte Siegeswille erkennbar, nahezu jeder Akteur war 100% besser als in der jüngsten Vergangenheit und über den Punkt „fehlende Toreffizienz“ müssen wir heute nicht sprechen.


Die Gäste traten im ersten Abschnitt sehr souverän auf , beherrschten Puck und Gegner und schafften sich ein zunächst beruhigendes 2:0 – Polster durch die Treffer von Martin Beneš und Moritz Hofschen.
Auch im zweiten Drittel das gleiche Bild bis zur ersten Strafe gegen die Kobras.
Damit brachten sie die Eisadler erst ins Rollen und auch, wenn die Giftschlangen diese Unterzahl noch schadlos überstanden, so wurden die Hausherren nun auch von den Spielanteilen mindestens ebenbürtig. Doch diesmal behielt die Vanek – Truppe die Ruhe und verlegte sich aufs Kontern. Und das sehr erfolgreich.
Kurz nach Ablauf der Strafzeit schnappte sich Philipp Heffler im eigenen Drittel einfach mal den Puck, wurde nicht energisch genug angegriffen und erhöhte auf 3:0 für die Gäste. Zwar erzielten die Hausherren im Anschluss ihren ersten Treffer des Abends, doch in der 37. Spielminute nutzte Philipp Heffler erneut seine Schnelligkeit und stellte mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her.

Es keimte noch einmal Hoffnung für die Heimmannschaft auf, als Ben Busch in der 43. Minute im Schlussabschnitt mit seinem zweiten Tor des Abends auf 2 Treffer – Abstand verkürzen konnte, doch Stefan Dreyer sorgte mit seinem Unterzahltor in der 45. Spielminute wieder für klare Verhältnisse. Jetzt hatten die Dortmunder, die mit nur zwei Reihen angetreten waren, nicht mehr die Kraft, sich gegen stark spielende Dinslakener gewinnbringend wehren zu können. Den Schlusspunkt setzte dann Martin Beneš in der 52. Minute zum verdienten 6:2 Endstand. Ein sportlich rundum gelungener Eishockeyabend für die Kobras, wenn es nicht die zwei verletzten Spieler gegeben hätte.


Die erste Schippe Selbstvertrauen für den bald beginnenden Ligabetrieb ist eingetütet. Es wäre schön, wenn man als Kobra – Fan morgen in Wiehl eine Fortsetzung erleben dürfte.
Inzwischen sind uns auch die Corona – Schutzmaßnahmen in der Eissporthalle in Wiehl bekannt.

Sie lauten wie Folgt: Einlass wird nur nach der 3G – Regel gewährt (geimpft, genesen, negativ getestet).
Ein gültiger Nachweis darüber inklusive Personalausweis muss mitgeführt werden.
Tickets sind nur im Online – Shop des TuS Wiehl unter https://vivenu.com/event/pokalspiel-1-mannschaft-vs-dinslaken-kobras-4cso erhältlich (wg. der Nachverfolgbarkeit).
In der Halle herrscht Maskenpflicht, mit Ausnahme, wenn der eigene Sitzplatz eingenommen wurde.
Das komplette Hygienekonzept findet man auf der Homepage der Penguins unter https://www.wiehl-penguins.de/files/hygienekonzept_spielbetrieb.pdf.

Also alles Regeln, die wir auch aus der Schlangengrube kennen.
Wir hoffen, man sieht sich in Wiehl.

Eisadler Dortmund – Dinslaken Kobras:                   2:6 (0:2; 1:2; 1:2)

Torschütze Dortmund:                                                   Busch (2)
Torschützen Dinslaken:                                                  Beneš, Heffler (je 2), Hofschen, Dreyer

Strafminuten Dortmund:                                               12
Strafminuten Dinslaken:                                                10