Aliens zu stark für die Kobras

Nach dem 5:3 – Sieg gegen den TuS Wiehl 2 Tage zuvor waren die Hoffnungen auf eine Wende bei Verein und Fans der Kobras groß. Dafür, die Ratinger Ice Aliens in die Schranken zu weisen, reichte es aber noch nicht. Mit 2:4 (2:2; 0:1; 0:1) hatten die Giftschlangen am gestrigen Abend das Nachsehen und können nun definitiv alle Hoffnungen auf einen Pokal in der Vereinsvitrine für diese Saison begraben.

Dabei war die Vanek – Truppe ausgezeichnet in die Partie gestartet. Bis zur 9. Minute war man das bessere Team und hatte durch Martin Beneš einen 2:0 – Vorsprung herausgespielt. Dies war aber wohl der Weckruf für die Gäste, die jetzt das Tempo anzogen und bis zum Spielende völlig dominant agierten. Zeitweise kamen die Kobras minutenlang nicht aus ihrem Verteidigungsdrittel heraus, ohne dass eine Powerplay – Situation für die Aliens vorlag. Folgerichtig erzielten sie nicht nur den Ausgleich noch im Eröffnungsdrittel, sondern zogen bis zum Schluss auf 2:4 davon. Und mit diesen 4 Gegentreffern war die Vanek – Truppe noch gut bedient. Zwar warf man sich mit Mann und Maus in die Angriffsbemühungen der Gäste, doch selbst Entlastungsangriffe wurden mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr zur Mangelware.

Jetzt bleibt der Mannschaft um Kapitän Menzel nur noch die Möglichkeit, sich am kommenden Wochenende bei den Auswärtsspielen in Dortmund und in Wiehl mit Anstand aus dem Wettbewerb zu verabschieden und durch gute Leistungen Selbstvertrauen für die dann anstehende Qualifikation zur Hauptrunde zu tanken. Der Traum vom Gewinn des NRW – Pokals ist jedenfalls ausgeträumt.

Schlangenbeschwörer Vanek sah das Spiel wie folgt: „Wir haben angefangen wie die Feuerwehr und sind auch zurecht mit 2:0 in Führung gegangen. Dann haben wir leider das Hockeyspielen ein wenig eingestellt und damit Ratingen ins Rollen gebracht. Das Thema „fehlende Toreffizienz“ hat uns auch in diesem Spiel wieder begleitet. Zum Glück gelingt es uns überhaupt, Torchancen zu kreieren. Ich hoffe, dass bei den Jungs bald der Knoten platzt, was das angeht.
Kämpferisch kann ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir hatten mal wieder Zuordnungsprobleme in der Verteidigung, das werden wir in der kommenden Woche ausgiebig trainieren.
So langsam macht sich auch das Fehlen der Verletzten Spazier, Schrörs, Kuszka und Schiefner bemerkbar. Zu allem Überfluss hat sich unser Goalie Tjaard Jansen beim Training in der letzten Woche am Unterkörper verletzt, sodass Lucas Eckardt die ganze Zeit durchspielen muss. Ich würde ihm gerne mal eine Pause gönnen, doch das ist zurzeit leider nicht drin. Auch ist noch unklar, wann welcher Verletzte wieder in den Kader zurückkehrt. Einzig Sven Schiefner wird in der nächsten Woche das Training wieder aufnehmen können.
Natürlich hätte ich das Spiel gegen Ratingen gerne gewonnen, aber die haben eine hochkarätig besetzte und clevere Mannschaft, da hingen die Trauben schon vor dem Spiel sehr hoch.
Zwar haben wir keine Chance mehr auf den Pokalgewinn, doch wir werden die beiden letzten Begegnungen in Dortmund und Wiehl dazu nutzen, uns in allen Bereichen weiterhin zu verbessern, um dann bestmöglich vorbereitet in die Punkterunde zu starten“, gab Milan Vanek einen kurzen Ausblick auf das nächste Wochenende.

Dinslaken Kobras – Ratinger Ice Aliens                     2:4 (2:2; 0:1; 0:1)

Torschützen Dinslaken:                                                 Scharfenort, Beneš
Torschützen Ratingen:                                                   Bleyer (2), Hodi, Tobias Brazda

Strafminuten Dinslaken:                                               0
Strafminuten Ratingen:                                                2