Kobras zeigten wieder Biss

Nur zwei Tage nach der schwachen Vorstellung gegen den Neusser EV zeigten die Kobras eine Reaktion und besiegten den Liga – Konkurrenten EHC Troisdorf mit einem auch in der Höhe verdienten 12:1 (4:0; 2:1; 6:0).

Die Dinslakener ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel daran aufkommen, wer der Chef im Ring war und wer dieses Spiel trotz zahlreicher Ausfälle unbedingt gewinnen wollte.
Es gab Vollgas – Eishockey von der ersten Minute an.
Der Sekundenzeiger hatte gerade 28 – mal getickt , da musste der Spielstand auf der Uhr erstmalig angepasst werden. Martin Beneš war es vorbehalten, den Puck zum ersten Mal in die gegnerischen Maschen zu jagen.
Die Kobras drückten weiter auf das von Daniel Scheck, dem wahrscheinlich besten Gäste – Akteur am gestrigen Abend, gehütete Gehäuse und bauten den Vorsprung bis zum ersten Pausentee durch Treffer von Niklas Clusen, Lias Töbel und Marc Stähle auf 4:0 aus.

Das Bild änderte sich im zweiten Spielabschnitt nicht wesentlich. Nur gelegentliche Entlastungsangriffe bei optischer Überlegenheit der Giftschlangen. Allerdings taten diese sich in den zweiten zwanzig Minuten deutlich schwerer mit dem Tore schießen, nach 40 Minuten sollten nur zwei Treffer durch Martin Beneš und Stefan Dreyer hinzugekommen sein.
Im Gegenteil: Ein kapitaler Fehlpass eines Kobra – Verteidigers bescherte den Gästen ihren Ehrentreffer und zerstörte die Hoffnungen von Goalie Tjaard Jansen, der gestern bei den Dinslakenern zwischen den Pfosten stand, auf ein Shutout.

Im Schlussabschnitt funktionierte dann die Tormaschinerie wieder reibungslos. Zweimal Philipp Heffler, zweimal Stefan Dreyer sowie je einmal Kristof Kelsch und Martin Beneš schraubten das Ergebnis auf 12:1 in die Höhe.

Somit machten die Dinslakener ihren Freitags – Auftritt wieder vergessen und ließen nicht nur bei den Fans die Mundwinkel wieder nach oben wandern: „Man hat gestern gesehen, dass wir ein Spiel auch bestimmen können. Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass wir konstant mit einer solchen Spielweise in jede Begegnung gehen. Wenn wir am Freitag so gespielt hätten wie heute, hätten wir überhaupt keine Probleme gehabt, Neuss in Schach zu halten und zu besiegen.
Heute haben wir so gespielt, wie ich mir das eigentlich in jedem Spiel wünsche: Mit einer sauberen Aggressivität und einer guten Schussstatistik. Besonders gefallen haben mir unsere Youngsters. Die haben genau das aufs Eis gebracht, worüber wir beim Training immer gesprochen und es auch geübt haben. Auch das Überzahlspiel war gut. Lediglich die Effektivität hatte gestern noch Luft nach oben. Eigentlich hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können, wenn wir unsere Torchancen noch konsequenter genutzt hätten. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Denn insgesamt bin ich sehr zufrieden. Wir waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und haben körperliche Präsenz gezeigt. Diese Spielweise gilt es jetzt in die nächsten Begegnungen mitzunehmen“, lautete das Statement von Dinslakens Coach Milan Vanek.

Allerdings ist die nächste Partie der Kobras erst am 24.09.2021, und das im Rahmen der Pokalrunde bei den Ratinger Ice Aliens, Erst zwei Tage später laufen die Giftschlangen wieder vor heimischem Publikum auf, dann gegen die Eisadler Dortmund. Ebenfalls im Rahmen der Pokalrunde.
Bis dahin können hoffentlich die inzwischen doch reichlichen angeschlagenen, bzw. verletzen Akteure ihre Blessuren auskurieren, sodass die Kobras dann wieder mit voller Mannschaftsstärke angreifen können.

Dinslaken Kobras – EHC Troisdorf:           12:1 (4:0; 2:1; 6:0)

Torschützen Dinslaken:                                Beneš, Dreyer (je 3), Heffler (2), Clusen, Töbel, Stähle, Kelsch

Torschütze Troisdorf:                                    Arkuszewski

Strafminuten Dinslaken:                              4

Strafminuten Troisdorf:                               8