Kobras verpassten nur knapp die Überraschung

Auch wenn es das Ergebnis von 5:2 zunächst nicht hergibt, mit etwas mehr Glück hätten die Giftschlangen den Essener Moskitos in fremder Halle zumindest ein Unentschieden nach 60 Spielminuten abringen können.
Denn noch bis 55:29 stand es 2:2. Erst ein für Lukas Eckardt, der eine richtig starke Partie ablieferte, abgefälschter Schuss von der Blauen, brachte die Stechmücken mit 3:2 in Front.


Was war vorher passiert?
Die Petrozza – Mannschaft hatte deutlich mehr Spielanteile als die Gäste, doch diese warfen sich mit Mann, Maus und Gerätschaft in jeden Schuss, der auf das Dinslakener Gehäuse kam. Spätestens aber bei Lucas Eckardt, der gestern einen absoluten Sahnetag erwischt hatte, war dann in der Regel Schluss mit lustig.
Im Gegenteil: Bei den wenigen Kontermöglichkeiten waren die Dinslakener mindestens genauso gefährlich. Dennoch gelang keines der beiden Teams im ersten Abschnitt ein Treffer, auch wenn die Hausherren in den letzten Minuten des ersten Drittels vor dem Dinslakener Gehäuse den Belagerungszustand ausriefen.

Das zweite Drittel begann ähnlich. Die Moskitos hatten mehr Spielanteile und die Kobras verlegten sich aufs Kontern. Und so durfte es niemanden verwundern, dass Stefan Dreyer seine Farben nach Zuckerpass von Moritz Hofschen mit 1:0 in Führung bringen konnte (s. Beitragsbild). Die Uhr stoppte bei 22:05.
Die Stechmücken reagierten mit wütenden Angriffen. Eine Zeit lang konnten sich die Gäste des Drucks erwehren, doch bei 37:42 war dann auch Lucas Eckardt erstmalig geschlagen.
Mit dem Spielstand von 1:1 ging es in die zweite Pause.

Die Moskitos brauchten bis zur 45. Spielminute und eine einfache Überzahl, um den Puck das zweite Mal über die Dinslakener Torlinie zu bugsieren.
Wer aber jetzt dachte, dass der Drops bereits gelutscht ist und die Giftschlangen einbrechen würden, lag völlig falsch.
Bei einem Angriff der Gäste gelang Philipp Heffler durch Nachstochern Kobrabiss #2.Die Stadionuhr zeigte 52:45.
Dann fiel der eingangs erwähnte Treffer zum 3:2 für die Hausherren. Während einer darauffolgenden 2 – Minuten Strafe gegen die Hausherren zog Milan Vanek seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers, wurde aber für seinen Mut nicht belohnt. Im Gegenteil: 48 Sekunden vor dem Ende erlöste Kapitän Stefan Kreuzmann seine Mannschaft mit dem 4:2.
Jetzt war der Widerstand der Giftschlangen gebrochen, sodass sich die Gegenwehr beim 5:2 – 28 Sekunden vor Spielende – verständlicherweise in Grenzen hielt.

Trotz der Niederlage war der Chef hinter der Bande mächtig stolz auf sein Team: „Ein Riesenlob an alle Jungs, die heute auf dem Eis standen.
Wir haben einen Oberligisten sehr, sehr lange ärgern können und bis zur 56. Minute das Unentschieden gehalten. Die taktische Umsetzung hat sehr gut geklappt, insbesondere in der Defensive.
Man kann sehen, dass jeder bereit ist, an seine Grenzen zu gehen, um das Team zum Erfolg zu führen. Und diese Leistung ist besonders hervorzuheben, da erneut mit Maurice Musga, Dominik Scharfenort, Kristof Kelsch, Henrik Müller, Dominick Spazier und Dennis Appelhans gleich 6 Stammkräfte gefehlt haben. Während ich Kristof Kelsch, Dominik Scharfenort, Maurice Musga und Henrik Müller geschont habe, fällt nun nach Dominick Spazier auch Dennis Appelhans mehrere Wochen wegen muskulärer Probleme aus.
Von der Partie bin ich total begeistert. Ich habe eine top Einstellung, eine top Defensiv- und eine top Offensivarbeit und damit ein Top – Spiel meiner Mannschaft gesehen. Es tut mir nur für die Kobra – Fans leid, die heute nicht dabei sein konnten.
Ich kann es heute gar nicht oft genug sagen: Ein Riesenlob an meine gesamte Mannschaft. Ich bin total happy“, schwärmte Dinslakens Übungsleiter noch lange nach Spielschluss.


Die Giftschlangen dürfen nun mit breiter Brust am Freitag um 20:00 Uhr in heimischer Halle den Ligakonkurrenten Neusser EV zum vorletzten Testspiel empfangen. Aber es könnte ein komplett anderes Spiel werden, denn am Freitag könnten die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft sein, die sich auf Konter einstellen muss.

Moskitos Essen – Dinslaken Kobras                            5:2

Torschützen Essen:                                                          Hübscher, Glemser, Ribarik, Kreuzmann, Saccomani
Torschützen Dinslaken:                                                  Dreyer, Heffler

Strafminuten Essen:                                                       6
Strafminuten Dinslaken:                                               10