Aller Anfang ist schwer

Endlich durfte wieder Eishockey in der Schlangengrube gespielt werden, und das sogar vor Zuschauern. Doch leider blieb den Kobras bei der 1:6 – Niederlage (0:2; 0:2; 1:2) gegen den Oberligisten Moskitos Essen nur das Nachsehen.

Mit einem kleinen Rahmenprogramm startete der Regionalligist in seine Saison. Nach dem Warm Up begeisterte das TeamDin die Zuschauer mit einer künstlerischen Tanzeinlage und in der ersten Drittelpause gingen die kleinsten Kobras aufs Eis, um bei einem Testspiel den Anwesenden zu beweisen, was schon jetzt in ihnen steckt. Dass das kleine Testspiel 0:0 endete, lag an ausgezeichneten Torhüterleistungen und sehr stabilen Abwehrreihen. Trotzdem vermochten es die jungen Cracks, vielen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Der Auftritt der erwachsenen Giftschlangen gestaltete sich dann im Verlauf der Begegnung so, wie man es sich im Vorfeld ausmalen konnte: Die Vanek – Truppe spielte engagiert und gemessen an den Spielanteilen fiel das Ergebnis sicher etwas zu hoch aus.
Doch der Oberligist zeigte sich abgeklärt, nutzte noch vorhandene Abstimmungsprobleme bei den Hausherren immer wieder aus und zeigte sich vor dem Gehäuse von Lucas Eckardt, der sich häufig bei der Vereitelung von Großchancen auszeichnen konnte, doch deutlich kaltschnäuziger als dies die Heimmannschaft vor dem Tor von Fabian Hegmann war. Eine gute Möglichkeit bot sich Stefan Dreyer Mitte des ersten Abschnitts, doch auch der Moskitos – Goalie machte die Tür rechtzeitig zu.

Im weiteren Verlauf der Begegnung nahm die Mannschaft von Moskitos – Trainer Frank Petrozza das Heft in die Hand und erspielte sich auch zwingende Chancen. Die Folge für die Giftschlangen war ein 0:4 – Rückstand nach zwei Dritteln, auch wenn die Treffer 2 und 4 aus Kobra – Sicht etwas unglücklich fielen. Denn wenn man einen Treffer 5, bzw. 2 Sekunden vor Ertönen der Sirene kassiert, hat dies einen besonders bitteren Beigeschmack.

Der letzte Spielabschnitt wäre beinahe zu einer Blaupause der ersten beiden Drittel geworden, doch beim Spielstand von 0:6 setzte Neu – Kapitän Joey Menzel mit dem ersten Kobra – Treffer der Saison doch noch ein Ausrufezeichen und sorgte damit bei den Zuschauern für den ersten Jubel – Moment der neuen Saison.
Unglücklich und überflüssig wie ein Kropf war dann auch noch die Oberschenkelverletzung von Stürmer Dominick Spazier, dessen endgültige Diagnose erst in ein paar Tagen möglich sein wird. Er musste nach Ende der Partie gestützt von seinen Mannschaftskameraden in die Kabine gebracht werden. Von dort aus ging es direkt ins Krankenhaus. An dieser Stelle sei dem Dinslakener Dauerbrenner eine schnelle Genesung gewünscht.

Dass die Fans dieses Spiel richtig einzuordnen wussten, merkte man an deren Reaktion im letzten Drittel: Trotz eines aussichtslosen Rückstandes feierten sie und feuerten ihr Team immer wieder an.

Natürlich war sportlich noch viel Sand im Getriebe, doch dies ist angesichts einer gut 10 – monatigen Spielpause und vieler zu integrierender Neuverpflichtungen beim Spiel gegen eine klassenhöhere Mannschaft nicht anders zu erwarten.

Schlangenbeschwörer Milan Vanek gab in seiner Bewertung der Begegnung ein ähnliches Statement zum Besten: “Wir haben heute einige Dinge schon sehr gut gemacht aber es gibt natürlich auch vieles zu verbessern. Das Engagement der Mannschaft hat gestimmt. Außerdem hatten wir uns vorgenommen, unter allen Umständen von der Strafbank fern zu bleiben, dies hat meine Mannschaft zu 100% umgesetzt. Auch läuferisch konnten wir durchaus mithalten. Dafür hat unser Überzahlspiel noch deutlich Luft nach oben und wir waren zu Ende von Drittel 1 und 2 einfach zu unkonzentriert. So kurz vor Drittelende dürfen wir eigentlich keinen Gegentreffer kassieren. Außerdem haben wir 4 Essener Treffer nach gleichem Strickmuster kassiert, das müssen wir besprechen und schnellstmöglich abstellen. Lucas Eckardt hat heute einen sehr guten Job gemacht. Im letzten Abschnitt ist den Jungs aufgrund des harten Trainings der letzten Tage ein wenig die Puste ausgegangen.
Doch insgesamt bin ich nicht unzufrieden, nur das Ergebnis fällt für meinen Geschmack etwas zu hoch aus. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir gegen einen Oberligisten gespielt haben. Ich hoffe, dass wir bis kommenden Freitag, beim Heimspiel gegen Diez – Limburg schon den ein oder anderen Fehler abgestellt haben“.

Dinslaken Kobras – Moskitos Essen:           1:6 (0:2; 0:2; 1;2)

Torschütze Dinslaken:                                     Menzel
Torschützen Essen:                                           McLeod (2), Hübscher (2), Luft, Lamers

Strafminuten Dinslaken:                                 0
Strafminuten Essen:                                         6