Revanche geglückt

Nur zwei Tage nach dem wohl schlechtesten Auftritt der Vorbereitungsphase zeigten sich am gestrigen Abend gegen den gleichen Gegner größtenteils von ihrer Schokoladenseite und schickten den Neusser EV mit einer 2:8 – Niederlage wieder nach Hause.


Zugegeben, dem NEV trat nur mit einem vergleichsweise kleinen Kader an, doch ein kleiner Kader hat sich in der Vergangenheit nicht selten als sehr gefährlich entpuppt.

Auch die Vanek – Truppe konnte erneut nicht vollzählig auflaufen. Dem Coach fehlten neben Dominick Spazier und Jerome Baum auch Petr Macaj und Martin Beneš.
Doch anders als beim Spiel am Südpark ließen sich die Giftschlangen gestern Abend nicht die Butter vom Brot nehmen.

Im ersten Abschnitt sah das Spiel der Kobras allerdings noch etwas zerfahren aus. Der Wille war deutlich erkennbar, doch fehlendes Selbstvertrauen erlaubte nur wenige gekonnte Spielzüge. Die Dinslakener, die gestern übrigens im Signal – orangen Auswärtstrikot die Begegnung bestritten, da die Gäste ebenfalls mit dunklen Trikots angereist waren, arbeiteten sich jedoch von Minute zu Minute besser in die Partie hinein. Glücklicherweise hat das Nervenkostüm gehalten, nachdem Maximilian Stein in der 10. Minute das Toreschießen für die Gäste eröffnet hatte. Die Hausherren zeigten sich unbeirrt und gaben gut zwei Minuten später in Person von Philipp Heffler die Antwort.
Und als gut 5 Minuten vor der ersten Sirene Joey Menzel seine Farben erstmalig in Führung brachte, funktionierten plötzlich Dinge, die zwei Tage zuvor undenkbar gewesen wären.

Dennoch dauerte es bis 24:03, bis die Kobras wieder etwas Zählbares ernten konnten. Dennis Appelhans war derjenige, der das Spielgerät als Letzter berührte, bevor es über die Torlinie ging. Nur 19 Sekunden später schlug die Scheibe erneut im Gehäuse der Gäste ein. Der Verantwortliche dafür war Martin Brabec. Nach diesem Doppelschlag liefen einige Dinge wie von selbst und man konnte auf Dinslakener Seite Spielzüge bestaunen, die man schon länger nicht mehr gesehen hatte.
Jetzt schlug die Stunde von Philipp Heffler. Mit einem Doppelpack, bei dem beide Treffer sehr schön herausgespielt waren, stellte er das Ergebnis innerhalb von 52 Sekunden auf 6:1. Da waren gerade 32 Minuten gespielt aber jeder in der Schlangengrube wusste schon jetzt, wer das Eis am Ende als Sieger verlassen würde. Und weil diese beiden Tore so schön herausgespielt waren, sollen an dieser Stelle auch die Vorlagengeber, Sven Schiefner und zweimal Nils Cleven, nicht unerwähnt bleiben.

Man sollte nicht denken, dass die Neusser Gäste nicht auch ihre Spielanteile gehabt hätten, doch gestern stand die Verteidigung deutlich besser als noch am Freitag. Dennoch mussten sie in der 35. Spielminute den zweiten Gästetreffer durch Matthias Hornig hinnehmen. Philipp Heffler mit seinem vierten Streich an diesem Abend sowie Stefan Dreyer stellten mit den Toren 7 und 8 die klaren Verhältnisse für die Hausherren wieder her.

Verteidiger Alexander Richter sah die Begegnung wie folgt: „Endlich hat sich das ganze Training ausgezahlt. Der Sieg ist gerade für unser Selbstvertrauen und für die Stimmung kurz vor Saisonbeginn wichtig.  Trotzdem sollte man den Sieg nicht überbewerten, sondern die positiven Erlebnisse mitnehmen und aus den negativen Aktionen lernen.
Ich habe das Gefühl, dass bei uns die Ladehemmung vorbei ist und dass wir als Mannschaft bereit sind um die ersten Punkte zu spielen.
Alles in allem war es für uns ein gelungener Abend. Jetzt steht bei uns der Fokus auf dem ersten Meisterschaftsspiel“.

Dinslakener Kobras – Neusser EV:               8:2 (2:1; 4:1; 2:0)

Torschützen Dinslaken:                                   Heffler (4), Appelhans, Brabec, Menzel, Dreyer
Torschützen Neuss:                                          Stein, Mat. Hornig

Strafminuten Dinslaken:                                12 + 20 (SD Brabec)
Strafminuten Neuss:                                       12