Revanche geglückt

Nur zwei Tage nach dem wohl schlechtesten Auftritt der Vorbereitungsphase zeigten sich am gestrigen Abend gegen den gleichen Gegner größtenteils von ihrer Schokoladenseite und schickten den Neusser EV mit einer 2:8 – Niederlage wieder nach Hause.


Zugegeben, dem NEV trat nur mit einem vergleichsweise kleinen Kader an, doch ein kleiner Kader hat sich in der Vergangenheit nicht selten als sehr gefährlich entpuppt.

Auch die Vanek – Truppe konnte erneut nicht vollzählig auflaufen. Dem Coach fehlten neben Dominick Spazier und Jerome Baum auch Petr Macaj und Martin Beneš.
Doch anders als beim Spiel am Südpark ließen sich die Giftschlangen gestern Abend nicht die Butter vom Brot nehmen.

Im ersten Abschnitt sah das Spiel der Kobras allerdings noch etwas zerfahren aus. Der Wille war deutlich erkennbar, doch fehlendes Selbstvertrauen erlaubte nur wenige gekonnte Spielzüge. Die Dinslakener, die gestern übrigens im Signal – orangen Auswärtstrikot die Begegnung bestritten, da die Gäste ebenfalls mit dunklen Trikots angereist waren, arbeiteten sich jedoch von Minute zu Minute besser in die Partie hinein. Glücklicherweise hat das Nervenkostüm gehalten, nachdem Maximilian Stein in der 10. Minute das Toreschießen für die Gäste eröffnet hatte. Die Hausherren zeigten sich unbeirrt und gaben gut zwei Minuten später in Person von Philipp Heffler die Antwort.
Und als gut 5 Minuten vor der ersten Sirene Joey Menzel seine Farben erstmalig in Führung brachte, funktionierten plötzlich Dinge, die zwei Tage zuvor undenkbar gewesen wären.

Dennoch dauerte es bis 24:03, bis die Kobras wieder etwas Zählbares ernten konnten. Dennis Appelhans war derjenige, der das Spielgerät als Letzter berührte, bevor es über die Torlinie ging. Nur 19 Sekunden später schlug die Scheibe erneut im Gehäuse der Gäste ein. Der Verantwortliche dafür war Martin Brabec. Nach diesem Doppelschlag liefen einige Dinge wie von selbst und man konnte auf Dinslakener Seite Spielzüge bestaunen, die man schon länger nicht mehr gesehen hatte.
Jetzt schlug die Stunde von Philipp Heffler. Mit einem Doppelpack, bei dem beide Treffer sehr schön herausgespielt waren, stellte er das Ergebnis innerhalb von 52 Sekunden auf 6:1. Da waren gerade 32 Minuten gespielt aber jeder in der Schlangengrube wusste schon jetzt, wer das Eis am Ende als Sieger verlassen würde. Und weil diese beiden Tore so schön herausgespielt waren, sollen an dieser Stelle auch die Vorlagengeber, Sven Schiefner und zweimal Nils Cleven, nicht unerwähnt bleiben.

Man sollte nicht denken, dass die Neusser Gäste nicht auch ihre Spielanteile gehabt hätten, doch gestern stand die Verteidigung deutlich besser als noch am Freitag. Dennoch mussten sie in der 35. Spielminute den zweiten Gästetreffer durch Matthias Hornig hinnehmen. Philipp Heffler mit seinem vierten Streich an diesem Abend sowie Stefan Dreyer stellten mit den Toren 7 und 8 die klaren Verhältnisse für die Hausherren wieder her.

Verteidiger Alexander Richter sah die Begegnung wie folgt: „Endlich hat sich das ganze Training ausgezahlt. Der Sieg ist gerade für unser Selbstvertrauen und für die Stimmung kurz vor Saisonbeginn wichtig.  Trotzdem sollte man den Sieg nicht überbewerten, sondern die positiven Erlebnisse mitnehmen und aus den negativen Aktionen lernen.
Ich habe das Gefühl, dass bei uns die Ladehemmung vorbei ist und dass wir als Mannschaft bereit sind um die ersten Punkte zu spielen.
Alles in allem war es für uns ein gelungener Abend. Jetzt steht bei uns der Fokus auf dem ersten Meisterschaftsspiel“.

Dinslakener Kobras – Neusser EV:               8:2 (2:1; 4:1; 2:0)

Torschützen Dinslaken:                                   Heffler (4), Appelhans, Brabec, Menzel, Dreyer
Torschützen Neuss:                                          Stein, Mat. Hornig

Strafminuten Dinslaken:                                12 + 20 (SD Brabec)
Strafminuten Neuss:                                       12

Kobras unterliegen in Neuss

Die Generalprobe Teil 1 für den anstehenden Saisonauftakt ist missglückt: Am gestrigen Abend unterlagen die Dinslakener Kobras beim Ligakonkurrenten Neusser EV verdient mit 4:6 (1:1; 1:2; 2.3). Die Gründe für diese Niederlage sind vielschichtig: Fehlende Durchschlagskraft vor des Gegners Tor, ein unaufgeräumtes Defensivverhalten und individuelle Fehler standen an diesem Abend einer hohen Effizienz beim Toreschießen und einer starken Torhüterleistung des Neusser Neuzugangs Markus Endress gegenüber. Die Kobras hatten über die gesamte Spielzeit deutlich mehr Spielanteile und Tormöglichkeiten, konnten diese aber nicht in Treffer ummünzen. Kurz und gut: Sie waren spielbestimmend, aber nicht dominant.


Im ersten Abschnitt hätten die Weichen eigentlich schon für einen Sieg der Giftschlangen gestellt sein müssen, doch man übertraf sich im Auslassen glasklarer Torchancen.  Und dann passiert das, was in solchen Situationen immer passiert: Bei einem Konter der Hausherren fehlte in der Verteidigung die Zuordnung und ausgerechnet Jason Popek, der Kanadier in Diensten des NEV, wurde von den Giftschlangen völlig übersehen. Der nutzte dann den kleinen Raum, den ihm Ken Passmann in dieser Situation zuließ, um seine Farben in Führung zu bringen.
Eine eigene Strafe brachte die Vanek – Truppe wieder zurück in die Begegnung. Ein wieder genesener Martin Brabec schnappte sich an der roten Linie das Spielgerät, tanzte sich durch 2 Neusser Verteidiger und narrte auch den Schnapper des NEV zum verdienten 1:1 – Ausgleich. Ja, der Tscheche in Diensten der Kobras war wieder mit dabei. Verzichten musste Coach Vanek dafür auf dessen Sturmkollegen Martin Beneš und Dennis Appelhans aus verschiedenen Gründen, sodass der Dinslakener Übungsleiter die Reihen mal wieder umstellen musste. Zudem fehlte in der Verteidigung Petr Macaj.
Die personellen Abwesenheiten sind allerdings nur der Chronistenpflicht geschuldet. Auch ohne diese Drei hätten die Dinslakener gestern eigentlich als Sieger das Eis verlassen müssen.

Im weiteren Verlauf konterten sich die Hausherren eine 3:1 – Führung heraus. Ein ums andere Mal dürfte sich Ken Passmann im Stich gelassen gefühlt haben. Dennoch schafften es die Gäste, den 2-Tore Rückstand durch Überzahltreffer von Jerome Baum und Moritz Hofschen zu egalisieren.


Auch das 4:3 durch Jason Popek konnte noch einmal ausgeglichen werden: Ebenfalls in Überzahl, ebenfalls durch einen Verteidiger: Niklas Clusen.

Zwar blieb den Giftschlangen nach dem Führungstreffer durch den kanadischen Neuzugang Jesse Healy in der 51. Minute ausreichend Zeit, den Ausgleich wiederherzustellen, doch ausgerechnet jetzt funktionierte dieses Vorhaben nicht. Im Gegenteil:  Holger Schrills schoss in der 54. Minute für seinen NEV eine weitere 2-Tore-Führung heraus, auf die die Kobras bis zum Schluss keine Antwort mehr fanden.

Sehr treffend analysierte Dinslakens Kapitän Sven Schiefner die Partie: „Wir hatten es selbst in der Hand, die Begegnung zu gewinnen, doch was wir allein im ersten Abschnitt an 100%-igen Torchancen ausgelassen haben, war schon der Wahnsinn. Auf Neusser Seite hätte sich keiner beschweren dürfen, wenn es nach den ersten 20 Minuten 6 – 8:1 für uns gestanden hätte. Das zieht sich schon so durch die letzten Spiele. Bei einigen von uns herrscht derzeit Ladehemmung. Ich hoffe, dass sich das bald legt. Leider sind wir auch eine Mannschaft mit einigen Kopfmenschen, die sich dann so etwas sehr zu Herzen nehmen und bei denen es dann erst recht nicht läuft wie gewünscht. Aber auch diese Phase werden wir überwinden, davon bin ich überzeugt.
Leider hatte dann gestern Abend auch noch die Defensivarbeit viel Luft nach oben. In diesem Bereich waren wir sehr unkonzentriert und haben den Gegner immer wieder zum Toreschießen eingeladen, was sie dann auch dankend angenommen haben. Dies alles hat dann in Summe einfach nicht für einen Sieg gereicht. Auch dass zwei von drei Akteuren aus der ersten Reihe gefehlt haben, soll hier nicht als Entschuldigung herhalten. Wir hätten das Spiel auch so gewinnen müssen.
Alles in allem war es eine verdiente Niederlage, die ich allerdings auch nicht zu hoch bewerten würde. Was uns im Moment fehlt, ist, dass wir uns selbst belohnen. Dann lässt man auch nicht so schnell die Köpfe hängen. Wir sind zwar heute ziemlich geknickt, doch ansonsten ist die mannschaftliche Geschlossenheit in Takt und die Stimmung im Team ist gut. Wir versuchen es am Sonntag besser zu machen und vor heimischem Publikum dann auch einen Sieg einzufahren“.

Neusser EV – Dinslakener Kobras:               6:4 (1:1; 2:1; 3:2)

Torschützen Neuss:                                          Popek (3), Healy, Schrills, Stein
Torschützen Dinslaken:                                  Brabec, Hofschen, Baum, Clusen

Strafminuten Neuss:                                       22
Strafminuten Dinslaken:                                13 + 20 (SD Kelsch)

Letzte Teststation: Neuss

Gegen Neuss im Doppelpack werden sich die Kobras zum Ende ihrer Vorbereitungsphase behaupten müssen. Am Freitag, 16.10. geht es dabei für die Giftschlangen zunächst in die Eishalle am Südpark, 2 Tage später trifft man sich in der Schlangengrube zum Rückspiel.


Beim langjährigen Weggefährten hat sich das Karussell in dieser Sommerpause reichlich gedreht.
9 Neuzugänge stehen 10 Abgängen gegenüber. Dazu noch mit Sebastian Geisler ein neuer Chefcoach hinter der Bande – das muss erst einmal passend gemacht werden. Doch die Quirinusstädter haben in den Vorbereitungsspielen durchaus gezeigt, dass sie nicht gewillt sind, sich in die hinteren Plätze der Gruppe B einzunisten. Zwar ging die Saisoneröffnung gegen die Duisburger Füchse mit 2:14 deutlich in die Hose, doch aus 5 Vergleichen gegen Troisdorf, Wiehl und Dortmund ging man zumindest dreimal als Sieger hervor.
Es hat mit Sicherheit geholfen, dass der inzwischen 34-jährige Torjäger Holger Schrills wieder die Schlittschuhe für seinen NEV schnürt, doch auch Jason Popek und Nikolai Varianov sind den Löwen erhalten geblieben. Allein bei diesen Namen schrillen bei vielen Verteidigern die Alarmglocken. Und sie bekommen jetzt noch Verstärkung: Aus Kanada wird in dieser Woche der 30 – jährige Jesse Healy einfliegen und die Offensivabteilung noch unberechenbarer werden lassen. Man darf getrost davon ausgehen, dass er bereits am Freitag sein neues Trikot überstreifen wird.

„Ich denke, dass wir gegen Neuss auf eine junge und hungrige Mannschaft treffen werden. Auf die beiden Kanadier und auf Varionov muss man natürlich besonders achten, doch ich denke, wir sollten uns in der Hauptsache auf unser Spiel und unsere Stärken konzentrieren, so wie wir es gegen Krefeld und teilweise auch gegen Essen getan haben. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob wir mit voller Kapelle nach Neuss fahren können. Wir hatten zwar jetzt einige Zeit zur Regenerierung, aber so 100 – prozentig rund läuft der ein oder andere noch nicht. Das werde ich dann nach dem Abschlusstraining entscheiden. Auch Jerome Baum kann trotz seiner Spieldauerdisziplinarstrafe wieder mitmischen, da sie anders als im Ligabetrieb bei Freundschaftsspielen keine automatische Sperre für die nächste Partie mit sich bringt. Ich werde im Laufe dieser Woche die Trainingsintensität etwas herunterfahren, damit wir mit voller Power gegen Neuss antreten können. Gleichzeitig werde ich versuchen, soweit es geht, die Reihen so aufzustellen, wie sie beim ersten Ligaspiel in Neuss, am 06.11.2020 dann auch spielen sollen. Wir können also durchaus von einer echten Standortbestimmung sprechen. Ich erwarte daher von meiner Mannschaft eine 100%-ige Leistung und dass wir unseren Gruppengegner schlagen werden“, lässt Kobra – Coach Milan Vanek keinen Zweifel daran, wer an beiden Tagen das Eis als Sieger verlassen sollte.

Die Partie bei den Linksrheinischen beginnt um 20:00 Uhr, am Sonntag in Dinslaken geht‘s los um 19.00 Uhr.

In Essen nichts zu holen

Zwei Tage nach der guten Leistung der Dinslakener Kobras beim Heimspiel gegen die Essener Moskitos, welches sie trotzdem mit 4:8 verloren hatten, gingen die Giftschlangen gestern Abend am Essener Westbahnhof mit 2:7 (0:1; 1:4; 1:2) erneut leer aus. „Zu diesem Spiel kann man eigentlich nicht viel sagen. Essen war eindeutig die bessere Mannschaft und außer im ersten Drittel hatten wir einfach nicht die Mittel, uns diesem Team erfolgreich entgegenzustellen“, analysierte Schlangenbeschwörer Milan Vanek äußerst treffend das zuvor gesehene Geschehen. „Klar, mir fehlten mit Dominick Spazier, Martin Brabec, Maxim Chakleine, Sebastian Bürgers sowie Nils Cleven gleich 5 Stammkräfte und ich musste die Reihen umstellen, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass die Moskitos die spielerisch bessere Mannschaft waren. Der Sieg geht auch in der Höhe völlig in Ordnung“, stellte der Dinslakener Übungsleiter weiterhin fest.

Wahrscheinlich werden die meisten der Akteure am 16.10., beim nächsten Testspiel der Kobras in Neuss wieder dabei sein, verzichten muss Dinslakens Coach dann aber wohl auf Jerome Baum, der sich gestern nach einer handfesten Auseinandersetzung mit Essens Marc Zajic eine Spieldauerdisziplinarstrafe einhandelte.

Gefühlt lagen die Machtverhältnisse auf dem Eis über die gesamte Spieldauer gesehen bei 65:35 für die Hausherren, einzig im Eröffnungsdrittel konnten die Giftschlangen das Geschehen einigermaßen vom Ergebnis her offen gestalten. Dies lag aber mehr an einer guten Defensivleistung, im Spiel nach vorne lief nicht ganz so viel zusammen. Aber man ist halt immer nur so gut, wie der Gegner das zulässt, um mal das berüchtigte Phrasenschwein zu bedienen.

Von Beginn an zeigten die Hausherren, dass sie im ersten Spiel der neuen Saison vor heimischem Publikum nichts unversucht lassen wollte, die Fans zu begeistern und das Eis als Sieger zu verlassen. Dementsprechend zeigten gerade die Akteure in Reihen der Stechmücken, die in vergangenen Jahren höherklassig gespielt hatten, wo der Unterschied zwischen ihnen und Regionalligaspielern liegt. Punktgenaue Passfolgen, exakte Laufwege und immer gedanklich einen Schritt voraus, weil man besser in der Lage war, den nächsten Spielzug zu antizipieren.  Den einzigen Vorwurf, den sich das Petrozza – Team machen konnte, war eine nicht optimale Torausbeute. Aber auch dafür gilt natürlich: Man ist immer nur so gut, … . Außer beim Treffer von Julian Stevens gab es daher im ersten Abschnitt kein weiteres Mittelbully.

Dies sollte sich aber im Mittelabschnitt ändern. Den Anfang machte wieder der Gastgeber in der 24. Minute, als Raphael Palmeira – Kerkhoff Ken Passmann beim zweiten Tor überwinden konnte. Die Kobras mühten sich redlich, dennoch kam der Anschlusstreffer in der 28. Spielminute etwas überraschend. Martin Beneš brachte die Dinslakener erstmalig auf die Anzeigetafel. Per Rückhandschlenzer ins obere rechte Eck überraschte Dinslakens TK – Spieler Moskitos – Goalie Fabian Hegemann zum zwischenzeitlichen 2:1. Doch dann waren erfolgreiche Angriffsbemühungen der Gäste vorerst Mangelware. Im Gegenteil: Die Hausherren legten jetzt noch einen Zahn zu und zogen bis zur zweiten Sirene durch drei weitere Treffer von Andre Hübscher, Aaron McLeod sowie Enrico Saccomani auf 5:1 davon.

Im Schlussabschnitt konnten sich die Gäste Richtung gegnerischem Gehäuse wieder etwas besser durchsetzen und es gelang ihnen durch einen Schlagschuss von Alexander Richter, das Ergebnis auf 5:2 zu verbessern. Doch die offensivere Spielweise ging zu Lasten der Defensivarbeit und daher musste man noch zwei weitere Tore durch Daniel Gorski und nochmals Andre Hübscher über sich ergehen lassen. In den letzten 10 Minuten wurde der Druck der Hausherren immer größer, doch mit Glück und Geschick konnten weitere Tore des hohen Favoriten verhindert werden.

Moskitos Essen – Dinslakener Kobras:        7:2 (1:0; 4:1; 2:1)

Torschützen Essen:                                          Hübscher (2), Stevens, Palmeira – Kerkhoff, McLeod, Saccomani, Gorski

Torschützen Dinslaken:                                  Beneš, Richter

Strafminuten Essen:                                        15 + 20 (SD Zajic)
Strafminuten Dinslaken:                                21 + 20 (SD Baum)

Zuschauer:                                                         465

Gute Leistung gegen die Moskitos Essen

Auch wenn es das Ergebnis von 4:8 (1:1; 1:4; 2.3) nicht aussagt, die Kobras konnten gestern Abend mit ihrer Leistung insgesamt durchaus zufrieden sein. „Ich habe keinen Unterschied zwischen der Oberligamannschaft des KEV 81 und den Moskitos gesehen. Unsere Jungs haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft und wenn sie dann verlieren, war der Gegner am Ende eben besser. Das Ergebnis ist 2 Tore zu hoch ausgefallen“. So oder ähnlich lauteten unisono die Stimmen verschiedener Kobra – Fans nach der Partie.

Und in der Tat: Insbesondere im Eröffnungsdrittel war kaum ein Unterschied zwischen den Giftschlangen und den Stechmücken zu erkennen. Man merkte sofort, dass sich die Hausherren einiges auf den Zettel geschrieben hatten und keine Zweifel aufkommen ließen, dass sie es dem mit ehemaligen Oberligaspielern gespickten Stechmücken das Leben so schwer wie möglich machen wollten. Doch sie stellten sich nicht nur hinten rein, sondern mischten munter mit. Den Lohn dafür holten sie sich bereits nach 135 Spielsekunden ab, als Dennis Appelhans seinen ehemaligen Teamkollegen Marvin Frenzel erstmalig zur 1:0 – Führung überwinden konnte. Und beinahe wären die Hausherren auch mit dieser Führung in die Pause gegangen, hätte nicht ein Dinslakener Verteidiger 10 Sekunden vor Ende des 1. Drittels einen Schlagschuss von Andre Hübscher, unglücklich und unhaltbar für Lukas Eckardt in die eigenen Maschen abgefälscht. Beide Teams hatten in diesem Abschnitt noch weitere gute bis sehr gute Gelegenheiten, das Ergebnis für die eigenen Farben zu verbessern, doch in erster Linie verhinderten beide Schnapper einen weiteren Treffer. Das 1:1 war dann auch der erste Pausenstand.

Von den Spielanteilen her änderte sich zu Beginn des Mittelabschnitts nicht sehr viel, doch eine Strafzeit gegen die Kobras brachte die Führung für die Gäste. Aaron McLeod überwand in dieser Situation bei 24:36 Lucas Eckardt. Doch Niklas Clusen & Co. zeigten sich keineswegs geschockt, legten den Vorwärtsgang ein und beschäftigten immer wieder Marvin Frenzel im Kasten der Gäste. Der Erfolg sollte sich in der 28. Spielminute einstellen, als Dennis Appelhans zum zweiten Mal dem Essener Goalie das Nachsehen gab.
Der Dosenöffner für die Gäste waren dann 3 Treffer zwischen der 35. und 40. Spielminute. Ex – Kobra Tom Goldmann, David Gorski und erneut andre Hübscher sorgten für einen beruhigenden 5:2 – Vorsprung für das Team von Frank Petrozza.

Als dann noch Leonard Günther in der 48. Spielminute auf 2:6 stellen konnte, schien der Drops zugunsten der Gäste vom Westbahnhof gelutscht. Aber es gab ja noch Dennis Appelhans. Er brachte für die, die es mit den Kobras hielten, das Fünkchen Hoffnung durch die Vollendung seines Hattricks wieder zurück. Als dann noch Philipp Heffler in der 56. Spielminute das 4:6 erzielte, war zumindest ein leistungsgerechtes Ergebnis wiederhergestellt.

Doch die Gäste zeigten sich in der Schlussphase eiskalt und effizient, als sie zwei Unkonzentriertheiten der Vanek – Truppe durch die gleiche Anzahl an Toren durch Enrico Saccomani und Dominik Luft den 4:8 – Endstand herstellten.

Am Rande der Bande: Mit von der Partie für die Dinslakener war auch Joey Menzel, der nach einer Saison bei den Ratinger Ice Aliens wieder zur Kobra – Familie zurückgekehrt ist.

Wie lange die Dinslakener auf die Dienste von Sebastian Bürgers, der Ende des zweiten Drittels nach einem Check mit der Trage vom Eis gefahren werden musste, verzichten müssen, ist derzeit unklar. Er hatte sich dabei eine Steißbeinprellung zugezogen und fällt wohl für das morgigen Rückspiel aus. Genauso wie Martin Brabec, der nach seiner Verletzung aus dem Spiel bei den Dortmunder Eisadlern noch nicht wieder ganz genesen ist.

Dinslakens Trainer Milan Vanek kommentierte die gestrige Partie wie folgt:“ Nach Durchsicht der Statistik hatten wir im ersten Drittel nicht nur mehr vom Spiel, wir haben auch mehr Schüsse auf des Gegner Tor abgegeben. Hätten wir daraus 1-2 Treffer mehr gemacht, wäre das Spiel eventuell etwas anders verlaufen. Aber hätte, hätte, Fahrradkette. Dem war eben nicht so. Unsere Unkonzentriertheiten haben uns ein besseres Ergebnis gekostet. 10 Sekunden vor Ende des ersten Drittels einen Treffer kassiert, kurz vor Ende des Mittelabschnitts zwei Treffer und in der 59. Spielminute innerhalb von 25 Sekunden traf uns nochmal ein Doppelschlag. Das sind 2-3 Minuten, in denen wir schlafen und dafür mit 5 Gegentreffern bestraft werden. Da lassen sich ehemalige Oberliga – Spieler nicht zweimal bitten. Wenn wir dies übermorgen abstellen können, wird es zwischen den beiden Mannschaften noch enger werden.

Auch für mich ist das Ergebnis 2-3 Tore zu hoch ausgefallen, legt man die Spielanteile beider Mannschaften zugrunde. Doch da ist eben auch ein Unterschied: Viele Akteure der Moskitos sind in der Lage, aus weniger Chancen viel zu machen und dann kommt eben so ein Endergebnis zustande. Beim Spiel in Essen werden wir wahrscheinlich auf Sebastian Bürgers verzichten müssen, aber auch auf Martin Brabec. Er ist noch nicht wieder zu 100% fit und da möchte ich kein Risiko eingehen. Außerdem haben meine Jungs heute gezeigt, dass sie ihn zwar nicht komplett ersetzen können, aber bereit waren, seinen Job mit zu übernehmen und ihn auf mehrere Schultern zu verteilen. Und das ist ihnen gut gelungen.

Ebenso freut mich, dass wir es diesmal geschafft haben, der Strafbank weitestgehend fern zu bleiben. Und dies trotz eines körperlichen Spiels. Darauf lässt sich aufbauen. Ebenso hat mir unser Aufbauspiel gefallen, wir hatten eine gute Torschussstatistik und wir haben schließlich gegen Essen gespielt. Das ist eine sehr gute Mannschaft. Dennoch konnten wir über weite Strecken mithalten und deshalb bin ich auch keineswegs unzufrieden.

Ein Sonderlob geht an Lucas Eckardt, der erneut einen Super – Job gemacht hat. Ich denke, dass wir auch in Essen wieder ein gutes Spiel sehen werden. Wir werden versuchen, die Fehler vom Hinspiel nicht zu wiederholen und werden dann sehen, was am Ende dabei herauskommt“.

Das Rückspiel in Essen startet morgen um 18:30 Uhr. Es sind leider keine Gäste – Fans erlaubt.

Dinslakener Kobras – Moskitos Essen:                       4:8 (1:1; 1:4; 2:3)

Torschützen Dinslaken:                                                  Appelhans (3), Heffler
Torschützen Essen:                                                          Hübscher (2), McLeod, Goldmann, Gorski, Günther,
                                                                                               Saccomani, Luft

Strafminuten Dinslaken:                                                6
Strafminuten Essen:                                                        0