Kobras auch in Dortmund erfolgreich

Mit dem gleichen Ergebnis (6:5 n.V.) wie vor einer Woche gewannen die Giftschlangen auch den zweiten Vergleich gegen die Eisadler Dortmund, nur diesmal an der Strobelallee. Kurios: Das Game – Winning Goal wurde erneut exakt 25 Sekunden nach Beginn der Overtime erzielt und es standen die gleichen drei Kobras auf dem Eis wie vor einer Woche. Nur war es diesmal nicht Stefan Dreyer, der das sechste Tor erzielte und somit die Schlusssirene betätigte, sondern Martin Brabec.

Man merkte von Beginn an, dass sich die Gäste nach dem zerfahrenen Auftritt in Dinslaken für das Rückspiel so richtig was vorgenommen hatten und es ist auch in großen Teilen geglückt, sieht man mal vom Mittelabschnitt ab.

Die Dinslakener starteten konzentriert, waren laufbereit, kompromisslos und nah am Gegner. Sie selbst erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten und keiner der Hausherren hätte sich wundern dürfen, wäre das erste Drittel nicht 1:2, sondern 1:4 oder 1:5 ausgegangen. Doch am Ende von Abschnitt 1 kamen nicht mehr als die beiden Treffer von Stefan Dreyer und Martin Beneš für die Giftschlangen heraus. Im Gegenteil: Bei einer einfachen Unterzahlsituation der Dinslakener machte sich die Tatsache, dass die Eisadler zum größten Teil ein über Jahre eingespieltes Team sind, für die Heimmannschaft auch zahlenmäßig bezahlt. Wie schon in Dinslaken, so eröffnete Maximilian Jung auch in eigener Halle den Torreigen für seine Farben. Da waren knapp 17 Minuten gespielt. Mit der 2:1 – Führung ging es für die Dinslakener erstmalig in die Kabine.

Der Mittelabschnitt was aus Dinslakener Sicht einer zum Vergessen. Die Gäste hatten sich durch das spät erzielte Tor des ersten Drittel etwas Rückenwind besorgt, doch besorgniserregend war dies aus Giftschlangensicht noch nicht. Erst als die Vanek – Truppe zwischen der 32. Und der 35. Spielminute, jeweils bei eigener Überzahl, in einen kollektiven Tiefschlaf fiel und damit 2 erfolgreiche Konter zuließen, bei denen Ken Passmann, der gemäß der Absprache zur Spielhälfte für Lukas Eckardt das Dinslakener Gehäuse hütete, völlig machtlos war, kippte die Partie.
Jetzt traten die Eisadler mit breiter Brust auf und trafen auf geschockte Kobras. Als nur knapp 2 Minuten nach dem 3:2 Tim Linke zum 4:2 für die Gastgeber einnetzte, hatten die Hausherren das Spiel gedreht. Nach diesem Treffer nahm Dinslakens Coach eine Auszeit. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Dinslakener kamen 20 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts durch einen Treffer von Martin Beneš zurück in die Begegnung.

Die zweite Pause war wohl sehr wichtig für die Dinslakener. So konnten sie sich neu sortieren und versuchen, die Regie des Spiels zurück zu erobern. Dies war nicht so leicht wie erhofft. Dennoch ließ man sich jetzt wieder häufiger vor des Gegners Kasten blicken. Und als Dennis Appelhans in der 44. Spielminute den 4:4 – Ausgleich erzielte, schien die Kobras – Welt so halbwegs wieder in Ordnung. Doch auch die Westfalen hatten weiterhin Möglichkeiten. Eine davon verwertete 5 Minuten vor Ende der 60 Spielminuten Kevin Peschke zur erneuten Hausherren – Führung. Fortan berannte die Vanek – Truppe das Gehäuse der Bierstädter, doch auch in Überzahl sollte das Tor nicht fallen. Erst als gut zwei Minuten vor dem Ende Milan Vanek Ken Passmann zugunsten eines sechsten Feldspielers opferte fiel der Ausgleich durch einen Stürmer, bei dem es momentan so richtig läuft: Stefan Dreyer. Er bescherte der Mannschaft und dem Dinslakener Anhang die Verlängerung. Und der Rest wurde schon geschildert: Nach exakt 25 Spielsekunden ließ Martin Brabec alle diejenigen, die es mit den Giftschlangen hielten, so richtig jubeln.

Apropos Martin Brabec: Dieser wurde von einem Dortmunder Spieler mit einem Stockstich gefoult. Dieses Foul wurde vom Unparteiischen – Gespann wohl nicht erkannt und somit auch nicht geahndet. Martin quälte sich durch den Rest der Partie und war heute im Krankenhaus. Dort wurde er zwar behandelt, doch es ist derzeit unklar, ob er seiner Mannschaft am kommenden Wochenende zur Verfügung stehen kann.

Auf das Spiel angesprochen, äußerte sich Dinslakens Coach Milan Vanek wie folgt: „Mit der heutigen Leistung bin ich auf jeden Fall zufrieden. Wir waren deutlich besser als am letzten Wochenende. Wenn wir im 1. Drittel unsere Chancen besser verwertet hätten, wären wir mit einer deutlichen Führung in den Mittelabschnitt gegangen.
Im 2. Drittel haben wir etwas nachgelassen und sind auf 2:4 zurückgefallen. Im Anschluss haben wir aber wieder auf 4:4 aufgeholt, bekommen aber postwendend etwas unglücklich das 4:5. Daher blieb mir keine andere Wahl als den Torwart herauszunehmen. Glücklicherweise hat es diesmal funktioniert und Stefan Dreyer brachte uns 108 Sekunden vor dem Ende zurück in die Partie.
Das Spiel 3 gegen 3 scheint uns zu liegen und dass Martin Brabec das Spiel für uns entschieden hat, freut mich heute besonders. Denn ich muss schon sagen, die Partie war teilweise sehr ruppig von den Hausherren geführt. Insbesondere auf unsere TK – Spieler hatten sie es abgesehen. Dies war zwar ein Vorbereitungsspiel, aber auch ein Freundschaftsspiel. Und da geht man nicht mit dem Gegner auf diese Art und Weise um. Fast alle Spieler müssen am nächsten Tag wieder arbeiten gehen und da gehört sich so etwas nicht. Das ist meine Meinung.
Mein Fazit zum Spiel: Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, natürlich müssen wir an unserem Überzahlspiel arbeiten, da dürfen wir keine Gegentreffer kassieren.
Für das nächste Wochenende müssen wir uns deutlich steigern, denn die Moskitos sind noch einmal ein ganz anderes Kaliber. Doch ich denke, die Zuschauer können sich auf ein schönes Spiel freuen.
Auch heute möchte ich mich bei allen, die das alles möglich machen, was im Moment im Dinslakener Eishockey passiert, aufs Herzlichste bedanken. Ihr macht einen Riesen – Job“, lässt es sich der Dinslakener Übungsleiter nicht nehmen, mittels eines Rundumschlags ein großes Lob an alle Funktionäre, Sponsoren und sonstige Helfer auszusprechen, die derzeit bei den Giftschlangen mitarbeiten.

Eisadler Dortmund – Dinslakener Kobras:                5:6 n.V. (1:2; 3:1; 1:2; 0:1)

Torschützen Dortmund:                                                 Jung, Schnieder, Berger, Linke, Peschke
Torschützen Dinslaken:                                                  Dreyer, Beneš (je 2), Appelhans, Brabec

Strafminuten Dortmund:                                              12
Strafminuten Dinslaken:                                                8

Zuschauer:                                                                         214