Die Moskitos kommen

Bis dato hatten die Kobras im Seniorenbereich nur wenige Berührungspunkte mit den Essener Moskitos. Es wechselten schon Spieler von der einen zur anderen Seite; doch direkte Vergleiche waren Mangelware. Daher ist es besonders erfreulich, dass das Team vom Westbahnhof in dieser Saison bereits im Rahmen der Vorbereitung den Weg in die Schlangengrube gefunden hat. Und dieses Team hat eine bewegte Sommerpause hinter sich. Sportlich hatte man nach der letzten Spielzeit auch in dieser Saison die Qualifikation für die diesjährige Oberliga geschafft, entschied sich dennoch, den Gang in die klassentiefere Regionalliga west zu gehen, um sich finanziell zu erholen und auch sportlich einen Neuanfang zu machen. Natürlich mit dem Ziel, baldmöglichst wieder in die dritthöchste deutsche Spielklasse aufzusteigen.

Mit Thomas Böttcher angelte man sich einen neuen 1. Vorsitzenden, der in dieser Funktion bereits beim Skaterhockey – Team der Essener Rockets äußerst erfolgreich agiert, mit Frank Petrozza eine renommierte Lokalikone als Trainer verpflichtet. Und allein diese Maßnahmen zeigten sehr schnell Wirkung: Es gelang den Stechmücken, ihre Außendarstellung zu verbessern; man ging wieder auf die Fans zu, was bei vielen einen positiven Eindruck erzeugte. Auch sportlich lief es jetzt rund. Die Verantwortlichen stampften ein Regionalligateam aus dem Boden, welches wohl auf Anhieb zum engen Kreis der Titelfavoriten gehören dürfte. Sie konnten namhafte Spieler wie Stephan Kreuzmann, Aaron McLeoad, Thomas Richter und Enrico Saccomani aus dem Oberliga – Team überzeugen, mit ihnen den Neuanfang zu gestalten und ergänzten die Mannschaft durch ebenfalls namhafte Akteure von Vereinen auch aus der Umgebung. So wechselten aus Dinslaken Marvin Frenzel und Sören Hauptig zu den Moskitos. Auch die ehemalige Kobra Tom Goldmann schnürt jetzt seine Schlittschuhe für die Stechmücken.

Somit dürfen sich die Fans auf einen interessanten Vergleich mit den Nachbarn von der Ruhr freuen.

Auch Dinslakens Coach Milan Vanek fiebert diesem Spiel bereits jetzt entgegen: “Gegen die Essener muss unsererseits eine ganz andere Leistung her als die zuletzt gezeigte. Die Moskitos mussten zwar ihre Mannschaft umkrempeln, doch genau darin liegt ja auch die Gefahr. Man darf sicher sein, dass Frank Petrozza seine Jungs optimal auf diese Begegnung vorbereitet hat. Sie werden gutes und schnelles Eishockey spielen und sind ganz klar der Favorit.
Die verbliebenen Oberligaspieler und die Neuverpflichtungen haben allesamt hohes Niveau. Aber wir werden alles versuchen, um mitzuhalten und ich bin guter Dinge, dass dies auch so passiert. Am Ende werden wir sehen, was dabei herauskommt. Ich wünsche mir, dass die Fans ein gutes Spiel zu sehen bekommen. Wir werden auf einige alte Bekannte treffen, worüber ich mich auch sehr freue. So langsam werden wir das rotieren innerhalb der Reihen zurückfahren und sie so zusammenstellen, wie wir auch später in die Saison einsteigen werden. Vorausgesetzt, es sind alle Mann an Bord.
Ich denke nicht, dass ich meine Jungs gegen Essen großartig motivieren muss; die brennen jetzt schon darauf, es dem großen Favoriten so schwer wie möglich zu machen. Daher bin ich guter Dinge, dass wir ein sehr, sehr gutes Spiel sehen werden“.

Das Spiel beginnt am Freitag, 02.10.2020, um 20:00 Uhr in der Schlangengrube zu Dinslaken.

Die Kobras freuen sich auf einen tollen Eishockeyabend.

Übrigens: Nur 2 Tage später findet das Rückspiel am Westbahnhof statt. Der Spielbeginn am 04.10.2020 ist um 18:30 Uhr.

Fanbeauftragtenabteilung erhält Zuwachs

Nach dem beruflich bedingten Rückzug von Nadine Scholz stand die Fanbeauftragte Bianca Linke wieder als Einzelkämpferin da.
Jetzt bekommt sie von gleich 2 jungen Damen zukünftig Unterstützung. Mit Denise John (re.) und Franziska Wolfram (li.) werden die Belange in diesem Bereich nun noch besser abgedeckt.
Die Kobras sind glücklich, die beiden für sich gewonnen zu haben und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit. In den nächsten Tagen werdet ihr in einem kleinen Video auf unserer Facebookseite mehr über unsere beiden Neuzugänge erfahren.

Kobras auch in Dortmund erfolgreich

Mit dem gleichen Ergebnis (6:5 n.V.) wie vor einer Woche gewannen die Giftschlangen auch den zweiten Vergleich gegen die Eisadler Dortmund, nur diesmal an der Strobelallee. Kurios: Das Game – Winning Goal wurde erneut exakt 25 Sekunden nach Beginn der Overtime erzielt und es standen die gleichen drei Kobras auf dem Eis wie vor einer Woche. Nur war es diesmal nicht Stefan Dreyer, der das sechste Tor erzielte und somit die Schlusssirene betätigte, sondern Martin Brabec.

Man merkte von Beginn an, dass sich die Gäste nach dem zerfahrenen Auftritt in Dinslaken für das Rückspiel so richtig was vorgenommen hatten und es ist auch in großen Teilen geglückt, sieht man mal vom Mittelabschnitt ab.

Die Dinslakener starteten konzentriert, waren laufbereit, kompromisslos und nah am Gegner. Sie selbst erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten und keiner der Hausherren hätte sich wundern dürfen, wäre das erste Drittel nicht 1:2, sondern 1:4 oder 1:5 ausgegangen. Doch am Ende von Abschnitt 1 kamen nicht mehr als die beiden Treffer von Stefan Dreyer und Martin Beneš für die Giftschlangen heraus. Im Gegenteil: Bei einer einfachen Unterzahlsituation der Dinslakener machte sich die Tatsache, dass die Eisadler zum größten Teil ein über Jahre eingespieltes Team sind, für die Heimmannschaft auch zahlenmäßig bezahlt. Wie schon in Dinslaken, so eröffnete Maximilian Jung auch in eigener Halle den Torreigen für seine Farben. Da waren knapp 17 Minuten gespielt. Mit der 2:1 – Führung ging es für die Dinslakener erstmalig in die Kabine.

Der Mittelabschnitt was aus Dinslakener Sicht einer zum Vergessen. Die Gäste hatten sich durch das spät erzielte Tor des ersten Drittel etwas Rückenwind besorgt, doch besorgniserregend war dies aus Giftschlangensicht noch nicht. Erst als die Vanek – Truppe zwischen der 32. Und der 35. Spielminute, jeweils bei eigener Überzahl, in einen kollektiven Tiefschlaf fiel und damit 2 erfolgreiche Konter zuließen, bei denen Ken Passmann, der gemäß der Absprache zur Spielhälfte für Lukas Eckardt das Dinslakener Gehäuse hütete, völlig machtlos war, kippte die Partie.
Jetzt traten die Eisadler mit breiter Brust auf und trafen auf geschockte Kobras. Als nur knapp 2 Minuten nach dem 3:2 Tim Linke zum 4:2 für die Gastgeber einnetzte, hatten die Hausherren das Spiel gedreht. Nach diesem Treffer nahm Dinslakens Coach eine Auszeit. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Dinslakener kamen 20 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts durch einen Treffer von Martin Beneš zurück in die Begegnung.

Die zweite Pause war wohl sehr wichtig für die Dinslakener. So konnten sie sich neu sortieren und versuchen, die Regie des Spiels zurück zu erobern. Dies war nicht so leicht wie erhofft. Dennoch ließ man sich jetzt wieder häufiger vor des Gegners Kasten blicken. Und als Dennis Appelhans in der 44. Spielminute den 4:4 – Ausgleich erzielte, schien die Kobras – Welt so halbwegs wieder in Ordnung. Doch auch die Westfalen hatten weiterhin Möglichkeiten. Eine davon verwertete 5 Minuten vor Ende der 60 Spielminuten Kevin Peschke zur erneuten Hausherren – Führung. Fortan berannte die Vanek – Truppe das Gehäuse der Bierstädter, doch auch in Überzahl sollte das Tor nicht fallen. Erst als gut zwei Minuten vor dem Ende Milan Vanek Ken Passmann zugunsten eines sechsten Feldspielers opferte fiel der Ausgleich durch einen Stürmer, bei dem es momentan so richtig läuft: Stefan Dreyer. Er bescherte der Mannschaft und dem Dinslakener Anhang die Verlängerung. Und der Rest wurde schon geschildert: Nach exakt 25 Spielsekunden ließ Martin Brabec alle diejenigen, die es mit den Giftschlangen hielten, so richtig jubeln.

Apropos Martin Brabec: Dieser wurde von einem Dortmunder Spieler mit einem Stockstich gefoult. Dieses Foul wurde vom Unparteiischen – Gespann wohl nicht erkannt und somit auch nicht geahndet. Martin quälte sich durch den Rest der Partie und war heute im Krankenhaus. Dort wurde er zwar behandelt, doch es ist derzeit unklar, ob er seiner Mannschaft am kommenden Wochenende zur Verfügung stehen kann.

Auf das Spiel angesprochen, äußerte sich Dinslakens Coach Milan Vanek wie folgt: „Mit der heutigen Leistung bin ich auf jeden Fall zufrieden. Wir waren deutlich besser als am letzten Wochenende. Wenn wir im 1. Drittel unsere Chancen besser verwertet hätten, wären wir mit einer deutlichen Führung in den Mittelabschnitt gegangen.
Im 2. Drittel haben wir etwas nachgelassen und sind auf 2:4 zurückgefallen. Im Anschluss haben wir aber wieder auf 4:4 aufgeholt, bekommen aber postwendend etwas unglücklich das 4:5. Daher blieb mir keine andere Wahl als den Torwart herauszunehmen. Glücklicherweise hat es diesmal funktioniert und Stefan Dreyer brachte uns 108 Sekunden vor dem Ende zurück in die Partie.
Das Spiel 3 gegen 3 scheint uns zu liegen und dass Martin Brabec das Spiel für uns entschieden hat, freut mich heute besonders. Denn ich muss schon sagen, die Partie war teilweise sehr ruppig von den Hausherren geführt. Insbesondere auf unsere TK – Spieler hatten sie es abgesehen. Dies war zwar ein Vorbereitungsspiel, aber auch ein Freundschaftsspiel. Und da geht man nicht mit dem Gegner auf diese Art und Weise um. Fast alle Spieler müssen am nächsten Tag wieder arbeiten gehen und da gehört sich so etwas nicht. Das ist meine Meinung.
Mein Fazit zum Spiel: Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, natürlich müssen wir an unserem Überzahlspiel arbeiten, da dürfen wir keine Gegentreffer kassieren.
Für das nächste Wochenende müssen wir uns deutlich steigern, denn die Moskitos sind noch einmal ein ganz anderes Kaliber. Doch ich denke, die Zuschauer können sich auf ein schönes Spiel freuen.
Auch heute möchte ich mich bei allen, die das alles möglich machen, was im Moment im Dinslakener Eishockey passiert, aufs Herzlichste bedanken. Ihr macht einen Riesen – Job“, lässt es sich der Dinslakener Übungsleiter nicht nehmen, mittels eines Rundumschlags ein großes Lob an alle Funktionäre, Sponsoren und sonstige Helfer auszusprechen, die derzeit bei den Giftschlangen mitarbeiten.

Eisadler Dortmund – Dinslakener Kobras:                5:6 n.V. (1:2; 3:1; 1:2; 0:1)

Torschützen Dortmund:                                                 Jung, Schnieder, Berger, Linke, Peschke
Torschützen Dinslaken:                                                  Dreyer, Beneš (je 2), Appelhans, Brabec

Strafminuten Dortmund:                                              12
Strafminuten Dinslaken:                                                8

Zuschauer:                                                                         214

Rückspiel bei den Eisadlern

Am Freitag, 25.09.2020, kommt es im Rahmen des Vorbereitungsprogramm beider Mannschaften zum Rückspiel zwischen den Kobras und den Eisadlern aus Dortmund.  Diesen Vergleich gibt’s an der Strobelallee nahe der Dortmunder Westfalenhalle. Das erste Spiel konnten die favorisierten Giftschlangen mit 6:5 n.V. in eigener Halle gewinnen, doch es sollte schon eine bessere Leistung her, will man auch im Adlerhorst bestehen.

„Bis auf Dominick Spazier, der sich noch in der Genesungsphase nach seiner OP befindet und Nils Cleven, der für die Schule büffeln muss, werden wir mit voller Belegschaft anreisen. Auch Dennis Appelhans, der am letzten Freitag aus beruflichen Gründen passen musste, ist wieder an Bord. Das wird natürlich die Zusammensetzung der Reihen etwas verändern, doch ich denke nicht, dass dies in der letzten Woche das Hauptproblem war. Ich habe während der Trainingseinheiten in dieser Woche hauptsächlich mental auf meine Mannschaft eingewirkt, damit wirklich allen Akteuren klar ist, dass es kein Selbstläufer ist, wenn man gegen einen Aufsteiger und Liganeuling spielt. Allerdings glaube ich auch, dass dies einigen bereits unmittelbar nach der Schlusssirene klar war. Wenn meine Mannschaft alles Angesprochene umsetzen kann, werden wir eine bessere Leistung zeigen“, geht Coach Milan Vanek davon aus, dass der Auftritt seiner Mannschaft strukturierter sein wird als im Hinspiel in der Schlangengrube.

Das erste Bully bei den Westfalen gibt’s um 20:00 Uhr.

Kobras siegen nach Verlängerung

Es war ein mühsamer 6:5 – Sieg gegen einen gut spielenden Gegner aus Dortmund, der über 60 Minuten das Tempo mitgegangen ist und auch spielerisch überzeugen konnte. Bei den Hausherren war reichlich Sand im Getriebe und man konnte an die guten Leistungen aus den Vergleichen gegen den KEV 81 nicht ganz anknüpfen.

„Wir hatten eine knallharte Trainingswoche und auch im Spiel einige Dinge ausprobiert, von denen die meisten leider nicht so funktioniert haben, wie ich mir das vorgestellt habe. Da müssen wir noch nachbessern. Aber meine Mannschaft hat wieder einmal Moral bewiesen und alle Rückstände im Spiel aufgeholt. Die Verlängerung inklusive des Spielmodus 3 gegen 3 ist natürlich besonders spannend, vor allem für die Zuschauer. Wir haben über weite Strecken sehr zerfahren agiert, aber Vorbereitungsspiele sind zum Testen da. Dass dabei nicht immer alles zu 100% funktioniert, ist normal. Ich weiß jetzt, wo ich in den nächsten Trainingseinheiten ansetzen muss, das ist für mich die wichtigste Erkenntnis aus dieser Begegnung. Auch wenn es schön ist, dass wir am Ende als Sieger die Eisfläche verlassen haben, ist das Ergebnis erst einmal zweitrangig“, kommentierte Dinslakens Coach Milan Vanek das Spiel.

Die Giftschlangen liefen nahezu über die gesamte Spiellänge einem Rückstand hinterher. Hatten sie das Ergebnis für kurze Zeit egalisiert, legten die Eisadler umgehend wieder nach. Die frühe Gäste – Führung nach nur 77 Sekunden konnte Martin Brabec in der 6. Spielminute egalisieren. In der 14. Spielminute gerieten die Hausherren erneut in Rückstand, was dann auch der Zwischenstand nach dem ersten Drittel war.

Für den erneuten Ausgleich in der 26. Spielminute zeichnete erneut Dinslakens Kontingentspieler mit der #64 verantwortlich, doch auch dieses Ergebnis hatte nur kurze Zeit Bestand, denn Ben Busch stellte einen gefühlten Wimpernschlag später den 1-Tor-Abstand wieder her. Dann allerdings dauerte es bis zur 34. Spielminute, ehe Stefan Dreyer vor dem gegnerischen Gehäuse Nägel mit Köpfen machte und den 3:3 – Gleichstand bewerkstelligte.
Doch die Eisadler mischten weiter munter mit und belohnten sich mit zwei weiteren Treffern bis zur 43. Spielminute durch Til und Josef Schäfer.
Jetzt schalteten die Giftschlangen einen Gang höher und es schlug die Stunde des Martin Beneš. Mit seinem Doppelpack brachte er die Dinslakener bis zur 54. Spielminute zurück in die Partie. Dies war auch der Spielstand nach 60 Minuten und der Sieger musste mittels einer Verlängerung im Format 3 gegen 3 und Sudden Death ermittelt werden. Diese Verlängerung hätte bis zu 10 Minuten dauern können, doch bereits der erste Angriff des Dinslakener Trios war erfolgreich. Jetzt hatte auch Stefan Dreyer seinen Doppelpack geschnürt, als er nach nur 25 Sekunden das Spielgerät über die gegnerische Linie bugsierte.

Am nächsten Freitag haben beide Teams die Gelegenheit, ein besseres Ergebnis zu erzielen. Dann findet an der Strobelallee das Rückspiel statt. Das erste Bully bei den Eisadlern wird’s um 20:00 Uhr geben.

Dinslakener Kobras – Eisadler Dortmund:                 6:5 n.V. (1:2; 2.2; 2:1; 1:0)

Torschützen Dinslaken:                                                   Brabec, Beneš, Dreyer (je 2)
Torschützen Dortmund:                                                 Jung, Berger, Busch, T. Schäfer, J. Schäfer)

Strafminuten Dinslaken:                                                 16
Strafminuten Dortmund:                                                22 + je 10 (Rotheuler, Linke)

Zuschauer:                                                                          273