Neues aus der Schlangengrube

Für diejenigen, die am vergangenen Samstag auf der Facebook oder Instagram – Seite der Kobras waren, sind dies keine Neuigkeiten mehr, doch nicht alle Kobra – Fans sind im Social – Media Bereich unterwegs und auch, wenn bereits die Lokalpresse dankenswerterweise schon ausführlich berichtet hat, möchten wir alle wichtigen Infos von vorgestern nochmal aufgreifen und zusammenfassen.

Der Tag, an dem die Vereinsvertreter der Eishockey – Regionalliga West zusammenkamen, um über Struktur und Ablauf der neuen Spielzeit, war aus Dinslakener Sicht sehr ernüchternd, da man sich in keiner Weise einigen konnte. Deshalb wird es einen weiteren Termin in dieser Angelegenheit geben, der zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben wird.

Von dieser Tatsache mal abgesehen, war die erste Info – Veranstaltung der Kobras per Video – teilweise sogar live übertragen – gar nicht schlecht. Da konnten die Verantwortlichen durchaus zufrieden sein. Es wurden mit Sponsoren, Spielern, Verantwortlichen und Coach Vanek Interviews geführt, bei denen auch einige Überraschungen zutage kamen. Insbesondere was den Kader der nächsten Spielzeit angeht.

Denn unser Kapitän geht von Bord. Benedikt Hüsken, 30-jähriger Verteidiger der Kobras und seit 14 Jahren eine Institution und eigentlich nicht wegzudenkende feste Größe, hängt seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel. Eine immer stärker werdende berufliche Verantwortung sowie aktuelle gesundheitliche Probleme sorgen wohl zusammengefasst für das eigentlich zu frühe Ende seiner Eishockeykarriere.

Zwei Interviewpartner später war dann Marvin Linse an der Reihe und sorgte für den nächsten Nackenschlag in Sachen Kaderplanung 2020 / 2021. Denn der gelernte Dachdecker arbeitet gerade an seinem Meisterbrief. Dies war auch schon in der letzten Saison der Fall, doch er musste sich eingestehen, dass diese Doppel – Belastung einfach zu groß ist, obwohl er sehr gerne bei den Kobras bleiben würde. Daher sprach er zunächst einmal nur von einer Auszeit. Man weiß ja nicht, welche Wendungen sein Lebenslauf noch nehmen wird, aber vom Alter her ist eine Rückkehr durchaus möglich. Denn der Stay – at – home – Verteidiger ist erst 27 Jahre jung. Da darf man als Kobra – Fan durchaus berechtigte Hoffnungen auf seine Rückkehr haben. Er beteuerte jedenfalls immer wieder, dass er die letzten 7 Jahre in Dinslaken zu keinem Zeitpunkt bereut hat.

Die Kobras wünschen den beiden untadeligen Sportsmännern nur das Beste für ihren weiteren Lebensweg und freuen sich über die Zusage, dass beide immer mal wieder in der Schlangengrube zu sehen sein werden.

Dafür haben Moritz Hofschen, Dominick Spazier und Philipp Heffler vor laufender Kamera zugesagt, auch in der nächsten Spielzeit die Schlangenhaut überzustreifen. Auf Kontingentspieler angesprochen, berichtete Thomas Esser, dass Martin Beneš in der nächsten Spielzeit seine Schlittschuhe wieder für die Dinslakener schnüren wird, man sich aber mit der Besetzung einer zweiten Kontingentstelle erst einmal Zeit lassen möchte. Zum einen sei dies Liga – abhängig, zum anderen muss erst einmal klar sein, wieviel Etat den Giftschlangen nach der Corona – Krise zur Verfügung steht. Ausschließen, dass Jesse Parker zurückkehrt, wollte der sportliche Leiter der Kobras aber auch nicht. Überhaupt seien die Kobras, was das Sponsoring betrifft, noch gut aufgestellt und man hätte bis dato keine größeren Verluste zu beklagen.

Bestätigt wurden seine Ausführungen bei den Interviews mit den 3 Premium – Sponsoren Christian Kühn von Kühn Brandschutz, Sascha Lemm von der Staude GmbH sowie Guido Lohscheller von der Bocholter Eisenbahn, die ihr Engagement mindestens in gleicher Weise fortsetzen möchten.

Und nachdem die Fan – Beauftragte Bianca Linke den Kobras einen Aufwärtstrend in Sachen Fankultur bescheinigt hatte, sich Adrian Chodkowski, seit Mitte der letzten Spielzeit für die tollen Videos auf der facebook – Seite sowie auch für viele andere Dinge im Social – Media – Bereich verantwortlich, einmal selbst vorstellen konnte und Christian Kühn über den derzeitigen Stand des Eishallenumbaus berichtet hatte, konnten die Dinslakener auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken, auch wenn der ein oder andere Inhalt nicht gerade ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

Daher behalten es sich die Dinslakener vor, so eine Veranstaltung nach geraumer Zeit noch einmal zu wiederholen.