Starker Auftritt wurde nicht belohnt

So wie immer sind die Spiele der Kobras gegen die Neuwieder Bären umkämpft, emotionsgeladen und voller Spannung. So auch gestern Abend. Und wie so häufig blieben die Niederrheiner im Icehouse nur zweiter Sieger, auch wenn sie gestern Abend beim 1:3 durchaus einen Punkt verdient gehabt hätten.

Es war das Spiel der Defensiven, vor allem der Goalies Justin Schrörs und Marvin Frenzel. Bis zur 6. Spielminute begegneten sich 2 Teams auf Augenhöhe, dann brachten die Dinslakener die Hausherren durch zwei Strafzeiten ins Rollen. Eine doppelte Überzahl lassen sich Kevin Wilson & Co. selten entgehen. So auch gestern. Vollstrecker zur 1:0 – Führung für die Bären war ihr Torgarant Jeff Smith. Knapp sieben Minuten waren da gespielt. Die Gastgeber blieben für den Rest des ersten Abschnitts dominant, aber nicht nur Marvin Frenzel, sondern auch Justin Schrörs mussten ein paar Saves der Extraklasse auspacken.

Der zweite Spielabschnitt gehörte den Kobras. Sie bemühten sich erfolgreich, die Regie der Partie zu übernehmen. Nur fiel es ihnen schwer, sich mit Treffern zu belohnen. Bis auf die Situation in der 24. Spielminute, als Jerome Baum Dennis Appelhans bediente und dieser Justin Schrörs das Nachsehen gab. Leider vergab man seitens der Gäste im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts weitere gute Gelegenheiten, sodass beim Spielstand von 1:1 die zweite Sirene ertönte.

Im Schlussdrittel vermochten dann die Bären wieder eine Schippe draufzulegen, doch bis zur 54. Minute hielt das Kobra – Bollwerk vor Marvin Frenzel, die ihrerseits aber immer noch Nadelstiche Richtung Gehäuse von Justin Schrörs setzen konnten. Dann aber sorgten Zuordnungsprobleme dafür, dass Maximilian Wasser völlig frei vor Marvin Frenzel auftauchte und den Dinslakener Schnapper überwinden konnte.

Kurz vor Schluss nahm Milan Vanek seinen Goalie vom Eis, doch nach einem verlorenen Zweikampf kam der Puck zu Maximilian Wasser, der uneigennützig in der 2 auf 1 – Situation zum mitgelaufenen Schahab Aminikia querlegte, der dann seinerseits keine Mühe hatte, vier Sekunden vor dem Ende das verwaiste Kobra – Gehäuse zu treffen.

Milan Vanek wirkte in der anschließenden Pressekonferenz ein wenig angefressen: „Wir waren mal wieder nah dran, aber dafür kann ich mir nichts kaufen. Und eigentlich ist es egal, ob du 1:3 oder 1:8 verlierst. Die Punkte sind weg. Wenn ich richtig gerechnet habe müssen wir 5 von den verbleibenden 7 Spielen gewinnen und das wird verdammt schwer. Am besten fangen wir damit am Sonntag gegen Herford an und wir müssen uns die drei Punkte von heute wiederholen, wenn Neuwied zu uns kommt. Ich will unbedingt Vierter werden. Wir müssen zwingend positiv bleiben aber auch jetzt liefern“, zeigt Dinslakens Übungsleiter ganz klar, dass für ihn der Kampf um Platz 4 keinesfalls schon abgehakt ist.

Morgen kommt der Meister Herforder EV in die Schlangengrube. Ein Sieg über den Favoriten könnte den Schub für die restliche Pre-Playoff – Runde geben, der den Kobras womöglich am Ende doch noch Platz 4 beschert. Als Folge des überragenden Zuschauerzuspruchs mit über 1000 Zuschauern beim letzten Heimspiel gegen Hamm senken die Kobras den Eintrittspreis von 10 auf 8 Euro. Die Dinslakener würden sich freuen, wenn am Sonntag außer dem Stammpublikum auch noch Neulinge oder Rückkehrer den Weg in die Schlangengrube fänden.
Auch wenn der Eintritt mal nicht frei ist.
Spielbeginn ist um 19:00 Uhr.

Bären Neuwied – Dinslakener Kobras        3:1 (1:0, 0:1; 2:0)

Torschützen Neuwied:                                    Smith, Wasser, Aminikia
Torschütze Dinslaken:                                     Appelhans

Strafminuten Neuwied:                                   8
Strafminuten Dinslaken:                                10