Zum Abschluss der Hauptrunde noch ein Sieg

Es war mit Sicherheit nicht das wichtigste Spiel der Saison, dennoch wird der gestrige 4:2 – Sieg der Kobras bei den Hammer Eisbären seine Spuren hinterlassen.
Denn die Eisbären waren das favorisierte Team. Wieviel Prozent Leidenschaft die Mannschaft von Trainer Ralf Hoja in diese Partie gelegt hat, werden wir am 24.01.2020, beim verkauften Spiel in Dinslaken sehen, doch die Giftschlangen nahmen die Partie ernst und verschafften sich somit ein gutes Gefühl für die nun anstehende Pre-Playoff-Runde.
Ein wichtiger Faktor ist auch die Tatsache, dass sich bei dieser Partie keiner verletzte und sich niemand eine große Strafe einhandelte.
Wenn also die Mannschaft von Erkältungskrankheiten oder beruflichen Anforderungen verschont bleibt, sollte Milan Vanek nächste Woche die Qual der Wahl haben. Aus diesen Gründen musste man am gestrigen Abend allerdings auf Dennis Appelhans, Moritz Hofschen und Jerome Baum verzichten. Der Dinslakener Übungsleiter beorderte kurzerhand Tommi Kuntu – Blankson und Stefan Dreyer nach hinten, die einen sehr guten Job ablieferten.

Der Spielbeginn war recht ausgeglichen, zwar hatten die Kobras die erste Chance der Partie, doch im Anschluss erarbeiteten sich auch die Hausherren ihre Möglichkeiten.
Eine schöne Kombination zwischen Dmitri Kuznetsov und Martin Beneš bei einem Konter während einer 4:5 – Unterzahl sorgte zum ersten Mal für Stille in der Hammer Eishalle. Nur die mitgereisten Kobrafans waren aus dem Häuschen. Es waren gut 11 Minuten gespielt, als der Tscheche in Diensten der Kobras den Puck über die Torlinie lenkte.
Doch die Eisbären wehrten sich. In der 14. Minute mit Erfolg, als Kevin Thau Marvin Frenzel, der dann doch den Vorzug vor Frederike Trosdorff für das Dinslakener Gehäuse erhielt, mit einem Drehschuss in den rechten oberen Winkel überwand. Das 1:1 war zu diesem Zeitpunkt völlig leistungsgerecht.

Als die Kobras in der 18. Minute zu offensiv agierten, wurden sie durch einen Konter überlaufen und Kevin Orendorz, der den Puck aus dem eigenen Drittel heraus bis über die Linie des Gäste – Gehäuses führte,  ließ sich in dieser Situation nicht zweimal bitten. Mit dem 2:1 für die Hausherren ging es in die erste Pause.

Ab dem zweiten Drittel dann leichte spielerische Vorteile für die Hausherren, doch eine jetzt gut organisierte Defensivarbeit der Kobras nahm viele Schüsse vom Tor weg und in den Fällen, wo die schwarze Hartgummischeibe doch den Weg zum Dinslakener Gehäuse fand, verhinderte Marvin Frenzel den Einschlag. Aber auch Richtung Kasten von Eisbären – Goalie Marius Dräger waren die Dinslakener wieder erfolgreich. So geschehen in der 26. Spielminute, unmittelbar nach einer großen Druckphase der Hausherren, was es Kristoph Kelsch, der nach einer sehenswerten Kombination zwischen ihm, Leon Taraschewski und Tommy Kuntu-Blankson die Scheibe über die Linie bugsierte.
Das 3:2 für die Gäste in der 36. Spielminute fiel etwas kurios: Während in beiden Kühlboxen ein Spieler seine 2 – Minuten – Strafe absaß, fuhren die Dinslakener einen Konter. Doch als Philipp Heffler kurz vor dem gegnerischen Gehäuse auf den mitgelaufenen und freistehenden Dmitri Kuznetsov querlegen wollte, warf sich der Eisbären – Goalie in diesen Pass und fälschte den Puck dabei so unglücklich ab, dass er in sein eigenes Gehäuse trudelte.

Im Anschluss wurde der Druck der Hausherren etwas größer, doch Petr Macaj & Co. zeigten sich weiterhin gut organisiert. Sie konnten zwar nicht alle Schüsse verhindern, doch die, die nicht am Tor vorbeizischten, waren sichere Beute von Marvin Frenzel. Im Gegenteil: 10 Minuten vor Ende der Partie hatten die Niederrheiner bei einem satten Schuss an die Latte durch Stefan Dreyer auch noch etwas Pech.


Und so war Eisbären – Coach Ralf Hoja kurz vor der Schlusssirene gezwungen, seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler zu opfern. Doch auch hier hatten die Kobras eine passende Antwort parat: 8,7 Sekunden vor dem Ende, nach einem Scheibenklau im eigenen Verteidigungsdrittel, schickte Martin Beneš Sven Schiefner halblinks auf die Reise. Dmitri Kuznetsov erkannte die Situation und sprintete auf halbrechter Position mit. Der ebenfalls zurückgelaufene Eisbären – Verteidiger wurde mit einem Querpass kurzerhand ausgehebelt und Dmitri Kuznetsov hatte für seinen neuen Verein nun auch seinen ersten Treffer erzielt.

In der anschließenden Pressekonferenz gab Eisbären – Coach Ralf Hoja zu Protokoll, dass auch er mit seiner Mannschaft dieses Spiel eigentlich unbedingt gewinnen wollte, dies aber aufgrund eines taktisch überlegenen Gegners und einer dicht gestaffelten Abwehr nicht realisieren konnte.

Auch Milan Vanek lobte das Spiel seiner Mannschaft und sprach von einem guten Auftritt nach taktischen Umstellungen.

Die Kobras scheinen damit gut gerüstet für den 24.01.2020, wenn sie mit dem verkauften Spiel gegen die Hammer Eisbären in die Pre-Playoffs starten.
Zwei Dinge sind an diesem Abend garantiert: Top Amateursport und freier Eintritt für alle.
Machen wir die Schlangengrube voll und helfen mit, damit dieser Abend zu einem einmaligen Erlebnis wird.

Hammer Eisbären – Dinslakener Kobras:                  2:4 (1:2; 0:2; 0:1)

Torschützen Hamm:                                                        Thau, Orendorz
Torschützen Dinslaken:                                                  Beneš, Kelsch, Heffler, Kuznetsov

Strafminuten Hamm:                                                      6
Strafminuten Dinslaken:                                                10