Kobras schließen ihre Hauptrunde ab

Wenn am Freitag, 17.01.2020, so gegen 22:15 Uhr die Sirene der Hammer Spieluhr ertönt, ist die Hauptrunde der Saison 2019 / 2020 für die Dinslakener Kobras vorbei. Das Zwischenziel, den sechsten Tabellenplatz nach der Hauptrunde, hat man um einen Platz übertroffen und auch in der letzten Partie kann es für die Dinslakener in der Tabelle weder rauf noch runter gehen. Auch die Tatsache, dass einige andere Vereine unserer Liga zwei Tage später noch aufeinandertreffen, kann dieses positive Ergebnis in keine Richtung mehr beeinflussen.


Und obwohl man es eigentlich die Partie am 17.01. bei den Hammer Eisbären als Butterfahrt mit Bewegungstherapie abtun könnte, sprechen viele Faktoren dafür, dass sich die Dinslakener auch in diese Partie reinhängen werden. Und das nicht nur der Fairness wegen anderer Vereine gegenüber. Denn eine Woche später beginnen für die ersten sechs Mannschaften der Hauptrunde die Pre-Playoffs und die Kobras starten dort mit zwei Vergleichen gegen die Hammer Eisbären. Zunächst am 24.01.2020, bei dem verkauften Spiel in der Schlangengrube, bei dem alle Zuschauer freien Eintritt haben und zwei Tage später auswärts beim letztjährigen Finalisten.

Also Grund genug, die gegnerischen Spielzüge am jetzigen Freitag bis in den kleinsten Mikroorganismus zu studieren und falls nötig, die letzten eigenen Finessen an zu testen oder sich noch einen Schachzug zu überlegen, mit dem der Gegner nicht rechnet.

Personal – technisch kann Milan Vanek dabei aus dem Vollen schöpfen. Und -nein – Zuschauer erleben kein Deja-Vu zur letztjährigen Hauptrundenbegegnung. Ein kurzer Blick zurück: Seinerzeit hatten die Dinslakener ein großes Torwartproblem und nahmen damals als Backup von Marvin Frenzel mit Jule Cleven eine damals 17-jährige Torfrau aus dem Nachwuchs des ERV Dinslaken mit nach Hamm. Und es mutete zunächst so an, dass das Schicksal ihr einen großen Streich spielen würde, als sich während der Begegnung Marvin Frenzel tatsächlich so stark verletzte, dass er für den Rest der Partie vom Eis musste. Jule stellte sich mutig zwischen die Pfosten und wurde vom gesamten Publikum frenetisch gefeiert. Über das Endergebnis wird Stillschweigen gewahrt.


Auch am Freitag wird wieder eine Torfrau mit auf dem Spielbericht bei den Giftschlangen erscheinen. Den Dinslakenern ist sie inzwischen keine Unbekannte mehr, die Torfrau mit Förderlizenz von den Duisburger Jungfüchsen. Denn Milan Vanek gibt Lukas Eckardt einen Tag frei. Vielleicht sieht es der Dinslakener Übungsleiter aber auch als ein gutes Omen, denn Frederike Trosdorff (Beitragsfoto) war der Backup – Goalie, als die Giftschlangen am 15.12.2019 in Ratingen das sensationelle 6:0 – Drittel ablieferten. Wer weiß? Ob Marvin Frenzel oder Frederike zu Beginn zwischen den Pfosten steht, entscheidet sowieso nur der Dinslakener Übungsleiter. Lassen wir uns überraschen.
Das primäre Ziel muss lauten: Verletzungen und große Strafen sind zu vermeiden. Ein schmaler Grat, will man sich trotzdem zu 100% der Partie hingeben.

Unser Gegner aus Hamm scheint seine Leistungsdelle hinter sich gelassen zu haben, denn auch die Westfalen bekommen langsam ihre wichtigen Spieler zurück. Zwar musste man bislang auf die Dienste vom Tschechen und Torjäger Milan Svarc verzichten, doch die Rückkehr von Michal Spacek hat schon einen Ruck innerhalb der Mannschaft bewirkt. Zuletzt konnte der tschechische Allrounder 2 Spiele nach seiner schweren Verletzung im Interregio – Cup gegen Nijmegen mit 2 Treffern und 2 Vorlagen glänzen. Dass das Team von Trainer Ralf Hoja ansonsten durch die Bank nahezu ausgeglichen ist, muss man eigentlich nur Neulingen erklären.

Somit bekommt das eigentlich nahezu bedeutungslose Spiel am jetzigen Freitag doch noch eine wichtige Note, wenn man den weiteren Saisonverlauf vor Augen hat.