Kobras reisen zum Schlusslicht und empfangen den Spitzenreiter

Am kommenden Wochenende messen sich die Dinslakener Giftschlangen zum zweiten Mal mit dem Neusser EV und den Rockets aus Diez – Limburg. Doch diesmal wechselt das Heimrecht. Dabei muss die Vanek – Truppe zunächst am Freitag, 08.11.2019, zum Tabellennachbarn nach Neuss reisen.
Dies könnte in mehrfacher Hinsicht wegweisend für die Dinslakener werden. Zum einen will man unbedingt mindestens Sechster in der Tabelle werden, um überhaupt am Ende der Hauptrunde an der Pre-Playoff-Runde teilnehmen zu dürfen, was gleichzeitig bedeutet, dass man sich automatisch in der nächsten Saison für die Regionalliga qualifiziert hat und noch die Chance besteht, auch in dieser Spielzeit noch höhere Ziele zu erreichen. Zum anderen hat man sich selbst eigentlich höhere Ziele gesteckt und genügt diesen Ansprüchen momentan nicht.


Somit muss man sich den Tabellensiebten zwingend vom Hals halten. Eine Aufgabe, die in der derzeitigen Verfassung des Teams schwer genug ist, auch wenn sich nach dem 5:1 – Sieg gegen die Ratinger Ice Aliens am letzten Sonntag eine Wende andeutet. Nur zur Erinnerung: Schon der 3:2 – Sieg der Kobras beim ersten Aufeinandertreffen war knapp genug und das Pendel hätte an diesem Abend durchaus für das Team von Trainer Benske ausschlagen können. Außer den Langzeitverletzten Pascal Behlau und Sven Schiefner sollten am Freitag wieder alle Mann an Bord sein, wenn sich bei der letzten Trainingseinheit kein Akteur mehr verletzt. Neu bei den Gastgebern ist der kanadische Flügelstürmer Jason Popek, der den aus beruflichen Gründen abgewanderten Letten Sergejs Piskunovs ersetzt.
Das erste Bully in der Eishalle am Südbad fällt um 20:00 Uhr.

Getreu dem Motto: „Da haben wir rein gar nichts zu verlieren“, können Kapitän Hüsken und Co. das Sonntagsspiel in der Schlangengrube angehen, denn der bislang verlustpunktfreie Ligaprimus aus Diez-Limburg gibt am 10.11.2019 seine Visitenkarte ab. Die Rockets werden derzeit ihrer Favoritenrolle, die sie zu Saisonbeginn von vielen Experten zugeschrieben bekommen haben, voll und ganz gerecht. Beim aktuellen Tabellenführer wird aber auch nichts zum Zufall überlassen.
So war man ständig auf der Suche nach einem weiteren Mittelstürmer und wurde fündig. Mit Kyle Piwowarczyk wurde ein 36-jähriger Center verpflichtet, der zuvor in Deutschland hauptsächlich in der Oberliga auf Tor- und Punktejagd ging. Dabei erzielte er in 541 Partien 350 Tore und 575 Vorlagen, macht beachtliche 925 Scorerpunkte. Dreimal war der Kanadier in seiner Karriere Spieler der Saison in der Oberliga Süd, jeweils im Trikot der Selber Wölfe.


Er ersetzt Jamie Hill, der beim ersten Aufeinandertreffen mit den Kobras (6:5) noch 2 Treffer erzielte. Zwar steht der Amerikaner noch im Kader der Rockets, ist aber bereits dabei, sich nach einem neuen Verein umzusehen.
Beim Hinspiel in Diez – Limburg lieferten die Dinslakener trotz einer 5:6-Niederlage ihre beste Saisonleistung ab und hatten die Hausherren an den Rand einer Niederlage gebracht. Erst kurz vor Schluss erzielten sie seinerzeit den 6:5 – Siegtreffer. Dabei nutzten sie ihr überragendes Überzahlspiel nach einer ziemlich kleinlich gepfiffenen Strafe gegen einen Kobra-Akteur. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die Schlangengrube eine ähnlich spannende Partie zu sehen bekäme, vielleicht sogar ebenfalls mit einem 6:5 – Ausgang für die Hausherren.

Philipp Heffler, Dinslakens #7, bewertet die Chancen seiner Mannschaft so: “Wenn wir am Wochenende an die Leistung vom Spiel gegen Ratingen anknüpfen können und es dann auch noch schaffen, die kleinen Fehler, die wir bei dieser Partie gemacht haben, auszuschalten, haben wir eine große Chance, auch in Neuss mit einem Sieg vom Eis zu gehen. Mit diesem Selbstbewusstsein im Rücken ist dann auch ein Sieg gegen die Rockets drin. Wir waren ja schon im Hinspiel nah dran. Und sollte das alles wirklich so kommen, ist die Durststrecke vergessen und wir sind wieder im Soll.“

Los geht’s in der Schlangengrube um 19:00 Uhr.