Die Serie ist gerissen

Nach drei Siegen in Folge mussten die Kobras am gestrigen Abend mit 4:8 eine Niederlage gegen die Neuwieder Bären einstecken. Neben den vielen Verletzten fehlte gestern Abend auch noch Benni Hüsken aus beruflichen Gründen. Zwei Strafen – Serien verhinderten, dass an diesem Abend mehr drin gewesen wäre.

Die Kobras begannen in den ersten Minuten da, wo sie gegen Diez – Limburg aufgehört hatten: kämpferisch und zielstrebig. Mit dem Ergebnis, dass man bereits nach 2 Minuten den ersten Treffer des Abends erzielte. Kristof Kelsch besorgte den Führungstreffer für die Dinslakener. Überhaupt muss man sagen, dass die Reihe Kelsch – Spazier – Müller gestern einen sehr guten Eindruck hinterließ.
Als dann Jeff Smith in der 11. Spielminute den Ausgleich erzielte, konnte man dies durchaus noch als kleinen Betriebsunfall verbuchen. Doch im Anschluss leistete man sich seitens der Dinslakener zu viele Strafminuten, die die Gäste eiskalt ausnutzten. So schafften es die Bären, mittels ihres Überzahlspiels innerhalb von 4 Minuten auf 3:1 davon zu ziehen.

Die Giftschlangen bemühten sich fortan um den Anschluss. Das 2:3 durch Jesse Parker und das 3:4 durch Leon Taraschewski erhielten die Hoffnung auf den vierten Sieg in Folge noch am Leben. Doch eine erneute Strafzeitenflut brachte die Vanek – Truppe endgültig auf die Verliererstraße. In den 5 Spielminuten, in denen ein Ersatzspieler für den mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegten Leon Taraschewski in der Kühlbox war, zogen die Gäste dann auf 6:3 davon.
Milan Vanek versuchte alles und nahm bereits 14 Minuten vor dem Schlusspfiff Goalie Frenzel für einen weiteren Feldspieler vom Eis, doch der Schuss ging nach hinten los. Noah Bruns erzielte mit seinem Empty – Net Goal in der 50. Spielminute die Entscheidung. Zwar verkürzte Jesse Parker in der 51. Spielminute nochmal auf 4:7, doch zu diesem Zeitpunkt war der Drops bereits gelutscht. Den Schlusspunkt zum verdienten Sieg setzten dann doch noch die Gäste, als in der 58. Spielminute Max Wasser Treffer Nummer 8 für seine Farben erzielte.

Verteidiger Marvin Linse analysierte das Spiel wie folgt:
„Wir haben gut ins Spiel gegen Neuwied gefunden und konnten auch schnell das 1:0 machen, doch durch individuelle Fehler haben wir das Spiel nach ca. 6 bis 10 Minuten aus der Hand gegeben. Zwischenzeitlich kamen wir immer mal wieder ran nach den Rückständen vor allem zu Anfang des letzten Drittels durch das 4:3 aus Neuwied Sicht. Doch dann haben wir unser Spiel durch unnötige Strafen kaputt gemacht und es hat dann durch diverse Unterzahlsituationen seinen Lauf genommen. Eine sehr ärgerliche Niederlage, die absolut nicht nötig war!
Doch wie sagt man so schön? Mund abwischen und nach vorne schauen, denn es wartet am Dienstag auch schon wieder Ratingen im NRW – Pokal auf uns.
Wenn wir wieder an die Leistung aus dem Limburg Spiel anknüpfen und aus den Fehlern des Neuwied Spiel lernen, bin ich sehr optimistisch, dass wir dann Ratingen schlagen und ins Pokal – Finale einziehen werden. Klar plagt uns momentan das Verletzungspech aber das sollte vielleicht nochmal eine zusätzliche Motivation für uns sein, trotz des momentan kleinen Kaders“.

Man merkte den Kobras gestern deutlich an, dass das Fehlen zahlreicher Akteure in den letzten Wochen viel Kraft gekostet hat. Doch aus dem Lazarett gibt es jetzt die erste positive Meldung: Weitere Untersuchungen ergaben, dass das Knie von Philipp Heffler zwar noch geschwollen, aber innerlich nicht verletzt sei, sodass man nach Abklingen der Schwellung auf eine baldige Rückkehr von PH#7 hoffen darf. Er wird auch dringender denn je benötigt, denn die Kobras haben ein strammes Programm vor der Brust: Heute in Leuwen, Dienstag in Ratingen, nächsten Freitag zu Hause gegen Herford und zwei Tage später gegen Nijmegen, ebenfalls in der Schlangengrube. Da ist jede personelle Entlastung herzlich willkommen.

Dinslaken Kobras – EHC Neuwied:              4:8 (1:3; 1:1; 2:4)

Torschützen Dinslaken:                                  Parker (2), Kelsch, Taraschewski
Torschützen Neuwied:                                    Smith (3), Wasser (2), Klingsporn, D. Schlicht, Bruns

Strafminuten Dinslaken:                                19 + 20 (SD Taraschewski)
Strafminuten Neuwied:                                 14