Hauptsache Halbfinale

Es war nun wirklich kein schönes Spiel seitens der Kobras, doch am Ende reicht der 8:5-Sieg bei den Grefrath Phoenix zum Einzug ins NRW-Pokal Halbfinale.

Den Dinslakenern konnte man deutlich anmerken, dass die meisten von ihnen bereits das einen Tag spätere Meisterschaftsspiel bei den Neuwieder Bären im Hinterkopf hatten und den Klassen – tieferen Gegner im Schongang bezwingen wollten. Doch das Team von der Niers ist eine seit Jahren eingespielte Mannschaft und nahezu Jeder kennt die Laufwege des Anderen; und wenn man dann noch bereit ist, an diesem Abend zu kämpfen, wird es für ein Team, das nur zu 50% bereit ist, ein hartes Stück Arbeit und für dessen Fans eine schwer verdauliche Kost.
Dass die Kobras sich 5 Gegentore einfangen mussten, lag übrigens nicht an den beiden Goalies Kohl und Eckardt, sondern wohl eher an eine über weite Strecken der Partie nicht stattgefundene Defensivarbeit der Mannschaft. Qualitativ war an diesem Abend kaum ein Unterschied zwischen dem NRW- und dem Regionalligisten zu erkennen.
Ob es daran lag, dass der Mannschaft von Trainer Karel Lang im letzten Drittel die Puste ausging oder ob die Kobras dann etwas die Zügel angezogen haben, lässt sich im Nachhinein schwer beurteilen. Doch erst in den letzten 20 Minuten brachten die Giftschlangen den Sieg unter Dach und Fach. Am Ende waren alle froh, als die Schlusssirene das Spiel beendete. Grefrath hatte sich gut verkauft und die Gäste samt Fans erlebten einen Abend, den man wohl schnell wieder vergessen will.

Und so sah Thomas Esser, sportlicher Leiter der Kobras, die Partie: “Wir haben uns heute Abend sehr schwergetan und schlecht gespielt. Es war keine Laufbereitschaft zu sehen und einige Spieler waren mit ihren Gedanken wohl woanders. Eigentlich hätte ich gerade heute, in Abwesenheit von Coach Milan Vanek erwartet, dass sich die Jungs richtig reinhängen, aber da lag ich wohl falsch. Natürlich hätten wir den Grefathern spielerisch überlegen sein müssen, aber manchmal ist das halt im Sport so. Das primäre Ziel „Halbfinale“ ist jedenfalls erreicht und ich bin überzeugt, dass wir im weiteren Verlauf des Pokals auch wieder schöne Spiele zu sehen bekommen“.
  

Da in der ersten Pokalrunde kein Überraschungssieg zustande kam, sind die vier Regionalligisten (Ratingen, Hamm, Herford und Dinslaken) im Halbfinale unter sich. Wen die Kobras als nächsten Gegner zugelost bekommen, werden wir zeitnah bekannt geben.

Grefrather EG – Dinslakener Kobras:          5:8 (1:3, 4.2; 0:3)

Torschützen Grefrath:                                     Schmetz, Bergmann, Büren, Haazen, Kaltenborn
Torschützen Dinslaken:                                  Taraschewski, Heffler (je 2), Beneš, Parker, Spazier,
                                                                               Kuntu-Blankson

Strafminuten Grefrath:                                   6
Strafminuten Dinslaken                                 8