Kommt jetzt die Wende?

Das nächste Wochenende beschert den Kobras nur ein Eishockeyspiel, denn der 1.11. ist nicht nur ein Freitag, sondern auch ein Feiertag, an dem die Kobras spielfrei haben. Auch Sonntagsgegner Ratingen hat zwei Tage mehr Zeit, sich auf diese Partie vorzubereiten.

Doch die Ratinger sind so etwas wie ein Angstgegner für die Giftschlangen. Denn bei den letzten Aufeinandertreffen hatte man als Zuschauer den Eindruck, das Team vom Sandbach spielte jeweils unter seinen Möglichkeiten, doch die Niederrheiner schafften es dennoch nicht, diese Situation auszunutzen und einen Sieg einzufahren.

Aber bekanntlich reißt jede Serie irgendwann. Und warum sollen die Kobras nicht am Ende dieser Partie die Punkte in der Schlangengrube behalten? Und so ein Derbysieg gäbe sicherlich Rückenwind für den weiteren Saisonverlauf. Länger verzichten müssen die Dinslakener nun auch auf Sven Schiefner.  Sein MRT-Termin bescherte ihm die Gewissheit, dass er einen Innenbandanriss in seinem Knie hat und er 4-6 Wochen ausfallen wird.

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Die Talsohle ist noch nicht durchschritten

Man kann ihnen ihre Bemühungen nicht absprechen, doch am Ende des Tages war dies bei der 3:8 – Niederlage beim Meister Herford einfach zu wenig. Sicherlich haben sich die Westfalen seit dem Punktverlust beim 5:6 in der Schlangengrube deutlich verbessert, das Gegenteil ist aber bei den Dinslakenern passiert.
Dies zeigte sich auch bei der gestrigen 3:8 – Niederlage im Rückspiel beim amtierenden Meister. Nur in den Anfangsminuten waren die Kobras ein ebenbürtiger Gegner, spätestens nach dem 2. Treffer durch Florian Böhm zum 2:0 in der 10. Spielminute kippte die Partie zugunsten der Mannschaft von Dragons – Trainer Jeff Job.

Darauf einzugehen, wie die einzelnen Treffer der Begegnung entstanden sind, ist müßig. Im Großen und Ganzen wurden die Kobras zur Hälfte ausgekontert, die andere Hälfte entstand ein Tor nach einer Druckphase der Gastgeber. Die Treffer der Dinslakener, zumindest zwei davon, entstanden erst, als die Dragons bereits 2 Gänge zurückgeschaltet hatten.

Auf der Tribüne fragten sich die Dinslakener Fans natürlich, woran dieser Leistungsabfall liegen könnte. Würde man es auf das Fehlen der Langzeitverletzten Kelsch, Behlau und wahrscheinlich auch Schiefner, sowie der verletzten, gesperrten oder erkrankten Eckardt, Kohl, Appelhans und Hofschen schieben, machte man sich die Sache sicherlich zu einfach. Dennoch wird es auch zu der derzeitigen Situation beitragen. Es waren am gestrigen Abend aber auch die anderen Akteure der Giftschlangen nicht in der Lage, vom Spielverständnis, der Geschwindigkeit und der Passgenauigkeit auch nur annähernd mit dem Meister mitzuhalten, so dass das Ergebnis auch in der Höhe völlig in Ordnung geht. Dass die Niederlagen gegen die Großen der Liga zwar bislang und mit Ausnahme der gestrigen Begegnung allesamt knapp verloren wurden, nagt ganz bestimmt ebenfalls am Nervenkostüm und ist kaum geeignet, Stabilität in die Leistung einer Mannschaft zu bekommen. Es ist wohl die Summe aller Faktoren, die zur derzeitigen Situation bei den Kobras führt. Bleibt zu hoffen, dass bald etwas passiert, was diesen Teufelskreis durchbricht.

Somit kommt in der nächsten Zeit viel Arbeit auf den sportlichen Leiter Thomas Esser, insbesondere aber auch auf Coach Milan Vanek zu, denn zumindest ein Teil der Probleme scheint doch eine reine Kopfsache zu sein.

Herforder EV – Dinslaken Kobras:               8:3 (4:0; 3:2; 1:1)


Torschützen Herford:                                      Böhm (2), Weikamp (2), Hutt, Linnenbrügger, Beresovskij, Staudt

Torschützen Dinslaken:                                  Beneš, Hüsken, Müller

Strafminuten Herford:                                    6

Strafminuten Dinslaken:                                6