Gut gespielt und doch verloren

Am Ende stand ein 1:3 auf der Spieluhr, doch so richtig enttäuscht war eigentlich keiner der Kobra-Fans. Sie haben über 60 Minuten eine engagierte Leistung ihrer Giftschlangen gesehen, wobei das Gästeteam einfach nur etwas mehr Scheibenglück hatte.

Und die Mannschaft von HYC Herentals forderte die Vanek – Truppe von der ersten Spielsekunde. Der Kobra-Coach war im Vorfeld richtig informiert worden: Der BeNe – League – Meister spielt ein für Regionalligaverhältnisse schnelles und körperbetontes Eishockey.

„Gerade deshalb freut es mich besonders, dass wir es weitestgehend geschafft haben, von der Strafbank fernzubleiben. Ich bin im Großen und Ganzen sowieso sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams. Man merkte in jeder Sekunde, dass sie wollten, jeder Spieler arbeitete hart. Nun sind wir in der Vorbereitung an einem Punkt angekommen, an dem die Beine zum Ende einer Begegnung schwer werden können. Das harte Training wird sich aber zukünftig auszahlen, wenn die Meisterschaft beginnt. Ich werde nun die körperlichen Anforderungen an meine Jungs während des Trainings etwas zurückfahren und dafür mehr die spielerischen Elemente weiterentwickeln, erläutert der Schlangenbeschwörer seine Sicht des Spiels und sein weiteres Vorgehen. „Dass es noch etwas an der Zielgenauigkeit beim Torabschluss gehapert hat, lag zum einen an einer guten Leistung des belgischen Torhüters, zum anderen daran, dass dies das erste Spiel meiner Mannschaft war. Das wird sich noch verbessern“, macht der Eishockeylehrer den Fans wieder Mut. „Immerhin haben wir es geschafft, den Puck 48-mal zum gegnerischen Gehäuse zu bringen. Leider ist daraus nur 1 Treffer entstanden, aber wie gesagt: Das wird noch besser“.

Überhaupt: Die Torhüter beider Teams lieferten eine starke Leistung ab, doch Marvin Frenzel hatte leider den Eishockeygott leider an diesem Abend nicht auf seiner Seite. Hatte er zuvor 4-5 einhundertprozentige Chancen der Belgier zunichte gemacht, machte er bei den Gegentreffern 1 und 2 keine glückliche Figur. Insbesondere der 1:0 Führungstreffer der Gäste durch Ben Vercammen fiel schon sehr kurios. Ein Schlagschuss von der blauen Linie wurde in der 15. Spielminute von dem sich in den Schuss werfenden Moritz Hofschen so unglücklich abgefälscht, dass er in Form einer Bogenlampe hinter Frenzel einschlug. Auch das 2:0 der Gäste durch Jaques De Ceuster würde ihm im Normalfall nicht passieren. 99 von 100 Schüssen dieser Art hält er im Normalfall, an diesem Abend passierte der Puck jedoch die Torlinie.

Mitte des Spiels wechselte er dann seine Position mit Dennis Kohl, der genau so gute Paraden zeigte, dem aber in manchen Szenen auch das Glück des Tüchtigen treu war.
Ähnlich verhielt es sich auch bei seinem Gegenüber. Wenn Arne Waumans mal den Überblick verloren hatte, blieb der Puck auf der Torlinie liegen oder kullerte im Millimeterabstand an seinem Gehäuse vorbei. Nur beim strammen Schlagschuss in den Winkel von Alex Zaslavski war der belgische Schnapper zu überwinden.

Und so lief die Partie über 60 Minuten mit hohem Tempo von einer Seite zur anderen, mit dem besseren Ende für die belgischen Gäste. Denn als Milan Vanek kurz vor Schluss Dennis Kohl für einen weiteren Feldspieler opferte, nutzten die Gäste ihre Chance zum Empty – Net – Tor und Endstand von 3:1 für Herentals. Ben Coolen war der Vollstrecker in der 60. Minute.

Morgen wird es für die Kobras wohl noch eine Stufe schwerer, denn um 19:00 Uhr treten sie in der Schlangengrube gegen den Oberligisten Füchse Duisburg an. Aber schon die gestrige Partie hat gezeigt: Gekämpft wird bis zum Schluss.

Dinslaken Kobras – HYC Herentals           1:3 (0:1; 1:1; 0:1)

Tor Dinslaken:                                   Zaslavski
Tore Herentals:                                 Vercammen, De Ceuster, Coolen

Strafminuten Dinslaken:                  2
Strafminuten Herentals:                  4

Einladung zu einer Pressekonferenz

Die Dinslakener Kobras laden die Pressevertreter der lokalen Medien zu einer Pressekonferenz am 11.09.2019, um 18:30 Uhr im VIP-Raum der Dinslakener Eissporthalle ein. Auch die Fans der Kobras sind bei diesem Termin herzlich willkommen.

Es wird über Änderungen referiert, die sich im Laufe der Sommerpause für die Kobras ergeben haben. Auch die neuen Pokalrunden mit ihren Modi werden ein Thema sein. Es wird noch einmal auf Zu- und Abgänge der Mannschaft eingegangen sowie Ziele des Teams besprochen. Gerne wird auf Fragen seitens der Pressevertreter oder der Fans eingegangen.

Voraussichtlich anwesend für die Kobras werden sein: Christian Kühn, 1. Vorsitzender; Thomas Esser, sportlicher Leiter sowie Leiter der Marketingabteilung; Trainer Milan Vanek, Kapitän Benedikt Hüsken und seine Assistenten Sven Schiefner und Pascal Behlau als Vertreter der Mannschaft.

Im Anschluss wird das obligatorische Mannschaftsfoto geschossen. Auch dazu ist die Presse herzlich eingeladen. Das Fotoshooting ist ab 20:00 Uhr terminiert.
Die Kobras freuen sich über reges Interesse.

Endlich geht es wieder los

Schön war sie, die warme Jahreszeit mit Eiscreme, T-Shirt und Badevergnügen. Aber irgendwann sehnen sich die Menschen auch wieder nach Abwechselung. Diese ist nun gekommen. Zwar werden jetzt die Tage wieder kürzer und kälter, dafür darf man sich aber auch wieder seiner Lieblingssportart widmen, die nach Meinung der meisten ihrer Fans ohnehin viel zu lange Pause gemacht hat. Doch alles hat ein Ende. Auch die Wartezeit auf Eishockey.

Ein paar Teams haben ihre ersten Vorbereitungsspiele bereits absolviert und nun steigen auch die Kobras in die Saison 2019 / 2020 ein. Nach wochenlangem intensiven Off-Ice Training und zuletzt auch Übungseinheiten auf eiskaltem Geläuf bereiten sich auch die Kobras auf ihre erste Standortbestimmung vor.

Und gleich der erste Gegner hat es in sich, denn mit dem Herentalse Yshockey Club – kurz HYC Herentals – kommt der amtierende Meister der BeNe–Liga und der Pokalsieger am Sonntag, dem 08.09.2019 in die Schlangengrube. Damit setzen die Kobras die letztjährig begonnene Serie fort, sich in der Vorbereitung mit Mannschaften aus den Niederlanden und Belgien zu messen. „Das waren tolle Spiele im letzten Jahr. Es wurde in diesen Begegnungen ohne Abtastphase sofort intensives Eishockey gespielt. Da werden wir blitzartig auf das Niveau unserer Liga eingestellt“, misst Coach Milan Vanek schon diesem Spiel gegen Herentals eine große Bedeutung zu. „Wir können nicht erwarten, dass bei uns schon alles wie am Schnürchen läuft, doch ein erstes Indiz für die Leistungsfähigkeit meiner Mannschaft erhoffe ich mir schon“, erläutert der Schlangenbeschwörer noch einmal die Wichtigkeit solcher Vorbereitungsspiele. „Auch wenn wir im letzten Jahr den damals amtierenden BeNe-Liga Meister Nijmegen mit 5:1 nach Hause geschickt haben, muss dies in diesem Jahr noch lange nicht genau so laufen. Mir sind die Gäste als sehr körperlich spielende Mannschaft beschrieben worden. Nur, wenn wir es schaffen, uns von der Strafbank fernzuhalten, können wir den Erfolg vom Vorjahr wiederholen“, prognostiziert der Dinslakener Übungsleiter.

Das erste Bully der neuen Saison fällt für die Kobras in der heimischen Eishalle um 19:00 Uhr.

Eine lange Pause bleibt Jesse Parker & Co. allerdings nicht vergönnt. Nur 48 Stunden später empfängt man die nächste Mannschaft zu einem weiteren Knaller–Spiel, denn die Duisburger Füchse kommen. Dabei haben die Fans des Teams aus der Stahlstadt eine Sommerpause mit einem Wechselbad der Gefühle hinter sich; glücklicherweise mit Happy End.
Zum Saisonende der letzten Spielzeit verabschiedete sich die Firma Kenston vom Duisburger Eishockey, die die Jahre zuvor die Geschicke bei den Füchsen lenkte. Die Saison war für Duisburger Verhältnisse sehr durchwachsen verlaufen, um es mit milden Worten auszudrücken. Kurze Zeit wusste keiner so recht, wie genau es mit dem Duisburger Eishockey weitergehen soll.

Doch dann kehrte mit Ralf Pape ein ehemaliger Mäzen zurück in den Fuchsbau und dieser schwingt seither sehr erfolgreich das Zepter. Als erstes stellte er ein Trainer – Duo zusammen, dass für Erfolg und Erfahrung spricht, denn mit Dieter (Didi) Hegen und Ulrich (Uli) Egen haben nun zwei ehemalige deutsche Nationalspieler das Sagen hinter der Bande.
Behutsam baute die Führungsriege nun das Team 2019 / 2020 auf. Einige letztjährige Leistungsträger konnten gehalten werden, der Rest des Kaders wurde punktuell aufgewertet, so dass diese Mannschaft von Vielen beschrieben wird, sie sei in der Lage, sich am Ende der nächsten Saison im oberen Tabellendrittel der Oberliga Nord zu etablieren. Zuletzt angelte man sich vom Kooperationspartner Kölner Haie 5 DNL-Spieler per Förderlizenz, so dass nun eine gesunde Mischung aus jungen Wilden und besonnenen Erfahrenen auf die Kobras treffen wird.

Besonderer Beobachtung der Dinslakener Defensivabteilung dürfte sich Duisburgs Top-Torjäger Pavel Pisarik erfreuen. Der Tscheche war in der letzten Spielzeit nahezu in jeder Partie in der Lage, in der Oberliga Nord für seine Füchse einen Treffer zu erzielen. Aber auch viele andere Cracks, wie z.B. der Deutsch-Russe Artur Tegkaev wissen etwas mit der schwarzen Hartgummischeibe anzufangen.

Nicht nur für die Dinslakener Fans, sondern auch für einige Kobra-Spieler dürfte dies sowieso eine ganz besondere Begegnung sein, denn einige haben eine Duisburger Vergangenheit. U.a. Leon Taraschewski, Pascal Behlau und zuletzt Lucas Eckardt sind schon einmal im Duisburger Trikot übers Eis geflitzt.

Auch der Schlangenbeschwörer ist heiß auf diese Begegnung: „Duisburg hat eine sehr große Kaderliste, mehr als 30 Spieler, von denen ich einige Jungs kenne. Ich erwarte, dass sie gegen uns schnelles und intensives Eishockey aufbieten werden. Dies ist aber genau die Spielform, die auch wir für uns immer weiterentwickeln möchten.

„Selbstverständlich ist dieses Spiel gegen den großen Nachbarn ein Kracherspiel, die Mannschaft und ich freuen uns riesig, dass die Füchse in die Schlangengrube kommen. Wir wollten in dieser Vorbereitung nur starke Gegner haben und ich denke, dies ist uns mit den Spielen gegen die holländischen und belgischen Mannschaften schon gelungen, doch die Partie gegen die Duisburger dürfte wohl die schwerste sein. Gleichzeitig haben wir diese Gegner bewusst gewählt, um den Zuschauern Abwechselung vom Liga-Alltag zu bieten. Aber ich werde diese Begegnungen auch nutzen, um einige Dinge auszuprobieren. Ein paar Spieler waren in der letzten Woche noch im Urlaub, so dass wir uns den Feinschliff erst in der letzten Trainingswoche und bei den Vorbereitungsspielen holen können.
Die Leistungsdichte aller Mannschaften, sei es im IR-Cup, sei es in unserer Regionalliga, ist sehr groß. Daher werden Kleinigkeiten den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben. Eine besondere Bedeutung kommt da vor allem den „Special Teams“ zu. Es ist aber nicht nur enorm wichtig, gute Über- und Unterzahlformationen zu haben, sondern man muss auch weitestgehend selbst von der Strafbank fernbleiben. Ich denke, wir werden in der Vorbereitung ausreichend Gelegenheiten bekommen, uns an dieser Stelle zu verbessern“, wagt Milan Vanek einen Ausblick auch schon über das Duisburg–Spiel hinaus.

Natürlich sind die Giftschlangen in dieser Partie der Außenseiter, dennoch möchte man dem großen Nachbarn das Leben so lange wie möglich schwer machen. Dies hatten die Dinslakener auch schon beim letzten Aufeinandertreffen erreicht.

Das Spiel findet an einem für Kobra-Verhältnisse ungewöhnlichen Werktag statt.

Los geht’s am Dienstag, 10.09.2019 um 19:00 Uhr.
Spielort ist auch diesmal die Dinslakener Schlangengrube.