Letzter Test der Vorbereitung

Am kommenden Sonntag, 22.09.2019 bestreiten die Dinslakener Kobras ihr letztes Vorbereitungsspiel vor dem Start in die Hauptrunde.
An diesem Abend werden sie nochmals richtig gefordert, denn der Gegner ist ihnen kein Unbekannter. Mit den Uniflyers Heerenveen kommt die niederländische Mannschaft in die Schlangengrube, die auch schon Teil des letztjährigen Vorbereitungsprogrammes war. Im letzten Jahr behielten die Kobras mit 5:2 die Oberhand. Schon damals war es eine schnelle, laufintensive und körperliche Partie.

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Revanche mit Bravour

Milan Vanek hatte Wort gehalten: „Nach diesem katastrophalen Auftritt werde ich mit den Jungs reden und eine Analyse durchführen. Ich gehe davon aus, dass das morgige Spiel besser wird“, sagte Dinslakens Coach unmittelbar nach der desolaten Vorstellung seines Teams am Freitagabend nach dem Spiel gegen die Nijmegen Devils. Die Folge war eine 8:4 – Revanche seiner Mannschaft im Triavium zu Nijmegen.

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Kobras gegen Nijmegen chancenlos

Das hatte man sich auf Dinslakener Seite sicher anders vorgestellt: Mit 0:5 (0:1; 0:2; 0:2) unterlagen am gestrigen Abend die Dinslakener Kobras dem BeNe-Ligisten aus den Niederlanden.
Von Beginn an zeigten die Gäste, dass sie nichts zu verschenken hatten, agierten schnell, körperlich, fair und zwangen den Kobras ihr Spiel auf. Bereits nach knapp 1 Minute, als ein Verteidiger der Kobras den Puck an der gegnerischen blauen Linie vertändelte und einen der Gäste zu einem Sololauf einlud, hätte es bereits 0:1 stehen können, doch Dennis Kohl im Tor der Kobras konnte diesen Angriff noch entschärfen. Dennoch gehörten die ersten 5 Spielminuten den Kobras, jedoch ohne, dass dabei zwingende Chancen heraussprangen. Danach übernahmen die Devils die Regie über das Spiel und erarbeiteten sich auch die klareren Chancen.
Ob es daran lag, dass es Freitag, der 13. war oder an der Tatsache, dass die Kobras das dritte Spiel in sechs Tagen hatten, wird man wohl nicht mehr herausfinden. Denn von diesem Zeitpunkt an gab die Alex Jacobs – Truppe das Heft nicht mehr aus der Hand und die Kobras konnten in keiner Disziplin mehr mithalten. Bei Schnelligkeit, Durchsetzungsvermögen und spielerischer Qualität blieben sie bis zum Spielende immer der zweite Sieger. Der Spielaufbau war zerfahren und bei vielen Entscheidungen wurde jeweils die falsche gewählt. Vielleicht hätte das Spiel nochmal durch ein Erfolgserlebnis eine Wendung genommen, aber auch das sollte an diesem Abend einfach nicht sein. Die Chance dazu hatte in der 14. Minute Henrik Müller, aber das Lattenkreuz war dagegen. Nur eine Minute später erfolgte der erste Treffer der Niederländer. Noch war eine Wende des Spiels möglich, hätte in der 18. Spielminute der Schuss von Dominick Spazier nicht nur den Pfosten getroffen. Aber „hätte, hätte, Fahrradkette“: Es gibt sie halt, diese Tage, an denen einfach nichts läuft.

Das zweite Drittel knüpfte nahtlos an das erste an. Die Devils waren eine Klasse besser und die Kobras schafften es nicht, sich dagegen aufzubäumen. Ihr ohnehin zerfahrenes Spiel wurde jetzt durch immer wieder aufkommende kleine Scharmützel mit dem Gegner noch schlechter. Auch der Torwartwechsel bei den Hausherren nach den Gäste-Toren 2 und 3 zeigte keine Wirkung. Aber an Dennis Kohl hatte es auch nicht gelegen. Für ihn trat Lucas Eckardt erstmals in einem Spiel zwischen die Pfosten und gab einen starken Einstand. Auch wenn er im weiteren Verlauf noch zweimal hinter sich greifen musste.
Will man etwas Positives aus diesem Abend ziehen, dann die Tatsache, dass dies zum Glück nur ein Vorbereitungsspiel war und die Mannschaft bereits 24 Stunden später wieder zeigen kann, dass es auch besser geht. Dann aber in Nijmegen.

Auch über den Schlussabschnitt gibt’s auf Kobraseite nichts Nennenswertes zu erwähnen. Der Ablauf glich dem Mittelabschnitt wie eine Blaupause. Mit zwei weiteren Toren für die Gäste.

Ein entsprechend entspanntes Gesicht machte Gäste Coach Jacobs nach der Partie: „Ich bin ziemlich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass wir erst seit 2 Wochen auf dem Eis stehen. Wir haben die Partie 3 Drittel dominiert und wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann ist das heute unsere schwache Chancenverwertung. Eigentlich hätten wir noch höher gewinnen müssen“, fand der Eishockeylehrer dann doch noch ein Haar in der Suppe.

Bei Kobra-Coach Vanek fand man eine ganz andere Gemütslage vor: „Ich bin gerade etwas sprachlos. Wir haben am Sonntag und Dienstag zwei sehr gute Spiele gemacht und ich bin auch in das heutige mit einer positiven Einstellung hineingegangen. Doch das was heute passiert ist, war katastrophal. Das Beste, was wir heute aufs Eis gebracht haben, waren die 3 Schiedsrichter. Mehr möchte ich eigentlich dazu nicht sagen. Natürlich werde ich noch mit den Jungs reden müssen und dann schauen wir mal“, lautete sein knappes Statement.
Großartig darüber ärgern kann sich der Dinslakener Übungsleiter sowieso nicht. Denn bereits heute um 17:30 Uhr steigt das Revanche – Spiel in Nijmegen. Und vielleicht sieht’s ja am Samstag, dem 14. schon wieder ganz anders aus.

Dinslakener Kobras – Devils Nijmegen 0:5 (0:1; 0:2; 0:2)
Torschützen Dinslaken: —–
Torschützen Nijmegen: Melissant (2), van der Schuit, Staps, Eden
Strafminuten Dinslaken: 20 + 10 (Zaslavski)
Strafen Nijmegen: 16

Einmal Nimwegen hin und zurück

Am kommenden Wochenende werden die Kobras nach der Partie gegen die Duisburger Füchse wieder international. Gegner sind diesmal die Devils aus Nijmegen. Und das gleich zweimal.
Zunächst am Freitag, 13.09.2019 um 20:00 Uhr in eigener Halle und am nächsten Tag in den Niederlanden, um 17:30 Uhr. Dann feiern die Devils ihr 50-jähriges Bestehen und haben sich zu diesem besonderen Anlass die Kobras als Gegner ausgesucht.

„Das ist schon eine ganz besondere Ehre für uns“, erzählt Kobra-Coach Milan Vanek zu diesem Aufeinandertreffen. „Zum einen sind wir für die Niederländer sicher ein interessanter Vorbereitungsgegner, zum anderen ist dieses Zustandekommen auch ein wenig meiner Freundschaft zu Devils – Coach Alex Jacobs geschuldet. Wir kennen uns halt schon sehr lange und da sind ihm bei der Vorbereitung zu diesem Ereignis auch die Kobras als potentieller Gegner für diesen Ehrentag eingefallen.
Vom Spielsystem sind sich alle BeNe – Liga Mannschaften sehr ähnlich. Wir werden daher versuchen, die gegen Herentals und Duisburg gemachten Fehler in diesen Begegnungen zu minimieren und die positiven Dinge mit hinüberzunehmen“, versucht Vanek das Spiel seiner Mannschaft weiter zu optimieren.

Den Fans bleibt mitzuteilen, dass die Mitfahrgelegenheiten im Mannschaftsbus bereits ausgebucht sind. Wer privat anreisen möchte, um seine Giftschlangen zu unterstützen, sollte das Nijmweger Triavium anfahren. Die Adresse lautet: Eissporthalle Triavium, van Rosenburgweg 2, 6537 TM Nijmegen.

Guter Auftritt gegen die Füchse

Das Aufeinandertreffen der Nachbarstädte Dinslaken und Duisburg im Eishockey endete mit einem 1:4 – Achtungserfolg des Regionalligisten. Naturgemäß war Oberligist Duisburg über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, doch gerade in den ersten beiden Dritteln konnten die Kobras sehr gut dagegenhalten. Zwar schafften es die Giftschlangen nicht sehr häufig, eigene Möglichkeiten zu kreieren, doch defensiv gut organisiert, ließen sie auch nur wenig zu. Und in der Regel stand am Ende eines Duisburger Angriffs Marvin Frenzel im Tor der Dinslakener und verhinderte mit seinen Paraden immer wieder den Einschlag des Spielgerätes.

Dass die Kobras dann den ersten Gegentreffer in der Schlangengrube ausgerechnet bei eigener Überzahl kassierten, stellte zwar nicht den Spielverlauf auf den Kopf, erinnerte aber an eine Achillesverse des Teams aus der letzten Saison. Alexander Eckl hatte seine Farben erstmals in der 15. Spielminute auf die Anzeigetafel gebracht. Bei diesem Spielstand ertönte auch die erste Sirene.

Im Mittelabschnitt das gleiche Bild: Drückende Duisburger treffen auf tapfer verteidigende Dinslakener. Bis zur 30. Minute. Denn als Christoph Eckl das Sünderbänckchen drücken musste, nutzte das Vanek–Team die Gunst der Stunde und erzielte den 1:1 – Ausgleichstreffer in Überzahl. Martin Beneš legte mustergültig für Sven Schiefner auf, der sich nicht zweimal bitten ließ.

Nach dem erforderlichen Mittelbully fuhren die Gäste sofort wütende Angriffe auf das Gehäuse von Marvin Frenzel, der an diesem Abend eine starke Partie ablieferte. Beim 2:1 – Führungstreffer der Stahlstädter durch David Cespiva war er jedoch völlig machtlos. Nur 43 Sekunden lagen zwischen den beiden Toren. Die Füchse drückten weiter mit Macht, aber Jerome Baum und seine Teamkollegen ließen in diesem Abschnitt nichts mehr anbrennen.

Der Oberligist nutzte dann das Schlussdrittel, um den Sack zuzumachen. Die Kobras versuchten nun selbst, mehr für die Offensive zu tun, um den Ausgleichstreffer zu erzielen, mussten dafür aber ihre Defensivarbeit ein wenig vernachlässigen. So etwas weiß ein routinierter Oberligist natürlich zu nutzen. Maximilian Schaludek in der 44. und Tim Krüger in der 48. Spielminute sorgten dann endgültig für klare Verhältnisse auf dem Eis.

Für alle Beteiligten war dies ein rundum gelungenes Event: Auf den gut gefüllten Rängen waren die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen, der Favorit hat das Spiel gewonnen und der Außenseiter hat sich mehr als achtbar aus der Affäre gezogen.

So ähnlich resümierte auch Duisburgs Trainer Dieter Hegen das zuvor Gesehene: „Es war ein schönes Spiel. Dinslaken hat gut gekämpft und uns lag noch das harte Training vom Morgen in den Knochen“, war sein knappes, aber treffendes Statement.

Auch Schlangenbeschwörer Milan Vanek zieht viele positive Dinge aus dieser Partie: „Wir haben gegen einen Oberligisten mit großem Kader gut mitgehalten, die Zuschauer hatten ihren Spaß und das Ergebnis hätte vielleicht etwas knapper ausfallen können. Es war ein sehr schnelles und faires Spiel. Wir hatten zwar vier Ausfälle, die leicht angeschlagen waren und denen ich gesagt habe, dass sie zuhause bleiben sollen, um sich auszukurieren, aber alle anderen haben einen super Job gemacht. Ich bin mehr als zufrieden. Das habe ich den Jungs auch nach dem Spiel in der Kabine gesagt. Die Kleinigkeiten, die jetzt noch nicht richtig funktionieren, werden wir beim Training im Laufe der Woche besprechen und versuchen abzustellen. So, glaube ich, dass wir dann auch gegen Nijmegen einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben. Dann müssen wir sehen, welche Erkenntnisse uns das nächste Wochenende mit den beiden Begegnungen gegen die Alex Jacobs – Truppe bringt“, war Dinslakens Coach Milan Vanek schon ein wenig ausführlicher.

Bereits am Freitag steht für ihn und sein Team der erste Vergleich gegen die Nijmegen Devils an. Für die Kobras ist es wieder ein Heimspiel. Das erste Bully in der Schlangengrube fällt um 20:00 Uhr.

Dinslaken Kobras – Füchse Duisburg      1:4 (0:1; 1:1; 0:2)

Torschütze Dinslaken:                     Schieffner
Torschützen Duisburg:                   A. Eckl, Cespiva, Schaludek, Krüger

Strafminuten Dinslaken:                 8
Strafminuten Duisburg:                 10