Revanche mit Bravour

Milan Vanek hatte Wort gehalten: „Nach diesem katastrophalen Auftritt werde ich mit den Jungs reden und eine Analyse durchführen. Ich gehe davon aus, dass das morgige Spiel besser wird“, sagte Dinslakens Coach unmittelbar nach der desolaten Vorstellung seines Teams am Freitagabend nach dem Spiel gegen die Nijmegen Devils. Die Folge war eine 8:4 – Revanche seiner Mannschaft im Triavium zu Nijmegen.

„Wir waren agil, wir waren häufig als Erste an der Scheibe, wir haben Chancen kreiert, wir haben ein gutes Über- und Unterzahl gespielt. Wenn wir so am Freitag gespielt hätten, hätten wir bestimmt nicht verloren. Vergleicht man die beiden Begegnungen, war das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Aber manchmal ist das so im Leben. Heute war ich vollkommen zufrieden. Ich denke, dass wenn wir – bis auf ein paar Kleinigkeiten – immer so agieren, sind wir auf dem richtigen Weg. In der gesamten Vorbereitung ging es mir nie um Ergebnisse, auch das heutige ist zweitrangig. Es ging immer darum, ob und wie die Mannschaft das umsetzt, was wir uns vorgenommen haben. Dass dabei dieses Ergebnis herausgekommen ist, ist dennoch ein schöner Nebeneffekt. Es tut mir zwar leid, vor allem für meinen Freund Alex, dass wir den Devils ein wenig das 50 – jährige Jubiläum versaut haben, aber es war ja in erster Linie nur ein Testspiel. Ich bin den Devils sehr dankbar, dass wir dieses Vorbereitungsspiel gegen sie bestreiten durften. Sie spielen ein Hockey, was uns fordert und nur so kommen wir in der Vorbereitung weiter. Wir spielen ja auch im Interregio–Cup gegen sie und wir haben heute gesehen, dass bei uns alles passen muss, um das Eis als Sieger zu verlassen. Wir müssen uns in erster Linie immer an uns orientieren, dies ist uns heute in den ersten beiden Dritteln gut gelungen, zum Schluss klappte das nicht mehr ganz so gut. Da wurden die Schiedsrichterentscheidungen von meinen Jungs immer wieder angezweifelt. Ich werde noch darauf einwirken, dass die Mannschaft alles, was um sie herum passiert, außen vor lässt und ihr Spiel spielt. Denn natürlich liegt unser Fokus insbesondere auf dem Saisonauftakt am 27.09. gegen Meister Herford“, lautete das Statement des Schlangenbeschwörers im Anschluss an die gestrige Partie.

Tatsächlich: Wie ausgewechselt spielten die Dinslakener bei ihrem vermutlich ersten Auslands–Auftritt im Seniorenbereich seid es in Dinslaken Eishockey gibt. Die mitgereisten Kobra–Fans kamen aus dem Staunen nicht heraus. Auch die Neuverpflichtungen stachen und trugen sich teilweise zum ersten Mal für die Kobras im Spielberichtsbogen ein. Zwar kassierten die Giftschlangen einmal mehr ein Gegentor bei eigener Überzahl, dafür waren sie aber auch gleich 5 Mal bei numerischer Überlegenheit erfolgreich. Dennoch fielen die ersten beiden Treffer für die Gäste bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis. Den Anfang machte Stefan Dreyer in der 5. Spielminute, Dennis Appelhans legte vier Minuten später Treffer 2 nach. 38 Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnitts bekam dann auch Martin Beneš den Puck von seinen Mannschaftskollegen für sein erstes Tor für die Kobras überreicht. Mit 0:3 ging es dann zum ersten Pausentee.

Die niederländischen Gastgeber durften noch einmal in der 25. Spielminute dank eines Shorthanders noch Hoffnung schöpfen, doch Stefan Dreyer nutzte nur 39 Sekunden später die gleiche Überzahlsituation für die Kobras, um den alten Abstand wiederherzustellen. Im weiteren Verlauf fielen die Treffer nahezu abwechselnd. Die Devils verkürzten erneut auf auf 2:4, Philipp Heffler stellte in der 38. Spielminute mit seinem ersten Treffer des Abends die 3-Tore-Differenz wieder her. 
Dann ertönte die Stadionsirene zum zweiten Mal.

Im Schlussabschnitt fiel dann nur noch ein Treffer bei gleicher Mannschaftsstärke auf dem Eis. Jetzt waren wieder die Niederländer am Zug und erzielten das 3:5.
Von nun an wurde es turbulenter auf dem Eis. Das Schiedsrichtergespann verhängte Strafen gegen Spieler beider Mannschaften, mit denen diese überhaupt nicht einverstanden waren und die Situation noch einmal gerne ausdiskutiert hätten. In einigen Situationen könnte die falsche Wortwahl getroffen worden sein, Genaues war von der Tribüne aus nicht zu hören. Jedenfalls wurde zunächst Dennis Appelhans, bereits im ersten Spielabschnitt mit einer 10 Minuten-Strafe bedacht, ebenso Leon Taraschewski. Alexander Zaslavski mit einer 10 Minuten- sowie einer Spieldauerdisziplinarstrafe rundete das Paket der persönlichen Strafen ab.

Doch die auf dem Eis verbliebenen Akteure ließen sich nicht von der Hektik anstecken und brachten auch in Unterzahl den Sieg unter Dach und Fach. Sven Schiefner in der 51. Und Philipp Heffler mit seinem zweiten Tor sorgten in der Folge für klare Verhältnisse auf dem Eis. Der vierte Devils–Treffer in Spielminute 54 war dann nur noch die berühmte Ergebniskosmetik. Das letzte Wort an diesem Abend hatten dann doch noch die Kobras, Dennis Appelhans stellte gut 1 Minute vor dem Ende mit seinem Treffer das 4:8-Endergebnis her.

Erwähnenswert noch, dass bei den Kobras Marvin Frenzel und Lucas Eckardt jeweils zur Hälfte das Gehäuse bewachten. Beide hinterließen erneut einen starken Eindruck.

Nach der vergangenen Woche mit einem Mammut–Pensum folgt das nächste Spiel der Kobras am Sonntag, 22.09.2019 gegen die Uniflyers Heerenveen. Dann wieder in eigener Halle. Spielbeginn ist um 19:00 Uhr.

Devils Nijmegen – Dinslaken Kobras       4:8 (0:3; 2:2; 2:3)

Torschützen Nijmegen:                   Gielen (2), Houkes, Staps
Torschützen Dinslaken:                   Appelhans (2), Dreyer (2), Heffler(2), Schiefner, Beneš

Strafminuten Nijmegen:                           16 + 10 (Van Der Schuit)
Strafminuten Dinslaken:                           16+ je 10 (Appelhans, Taraschewski, Zaslavski) + SD (Zaslavski)

Kobras gegen Nijmegen chancenlos

Das hatte man sich auf Dinslakener Seite sicher anders vorgestellt: Mit 0:5 (0:1; 0:2; 0:2) unterlagen am gestrigen Abend die Dinslakener Kobras dem BeNe-Ligisten aus den Niederlanden.
Von Beginn an zeigten die Gäste, dass sie nichts zu verschenken hatten, agierten schnell, körperlich, fair und zwangen den Kobras ihr Spiel auf. Bereits nach knapp 1 Minute, als ein Verteidiger der Kobras den Puck an der gegnerischen blauen Linie vertändelte und einen der Gäste zu einem Sololauf einlud, hätte es bereits 0:1 stehen können, doch Dennis Kohl im Tor der Kobras konnte diesen Angriff noch entschärfen. Dennoch gehörten die ersten 5 Spielminuten den Kobras, jedoch ohne, dass dabei zwingende Chancen heraussprangen. Danach übernahmen die Devils die Regie über das Spiel und erarbeiteten sich auch die klareren Chancen.
Ob es daran lag, dass es Freitag, der 13. war oder an der Tatsache, dass die Kobras das dritte Spiel in sechs Tagen hatten, wird man wohl nicht mehr herausfinden. Denn von diesem Zeitpunkt an gab die Alex Jacobs – Truppe das Heft nicht mehr aus der Hand und die Kobras konnten in keiner Disziplin mehr mithalten. Bei Schnelligkeit, Durchsetzungsvermögen und spielerischer Qualität blieben sie bis zum Spielende immer der zweite Sieger. Der Spielaufbau war zerfahren und bei vielen Entscheidungen wurde jeweils die falsche gewählt. Vielleicht hätte das Spiel nochmal durch ein Erfolgserlebnis eine Wendung genommen, aber auch das sollte an diesem Abend einfach nicht sein. Die Chance dazu hatte in der 14. Minute Henrik Müller, aber das Lattenkreuz war dagegen. Nur eine Minute später erfolgte der erste Treffer der Niederländer. Noch war eine Wende des Spiels möglich, hätte in der 18. Spielminute der Schuss von Dominick Spazier nicht nur den Pfosten getroffen. Aber „hätte, hätte, Fahrradkette“: Es gibt sie halt, diese Tage, an denen einfach nichts läuft.

Das zweite Drittel knüpfte nahtlos an das erste an. Die Devils waren eine Klasse besser und die Kobras schafften es nicht, sich dagegen aufzubäumen. Ihr ohnehin zerfahrenes Spiel wurde jetzt durch immer wieder aufkommende kleine Scharmützel mit dem Gegner noch schlechter. Auch der Torwartwechsel bei den Hausherren nach den Gäste-Toren 2 und 3 zeigte keine Wirkung. Aber an Dennis Kohl hatte es auch nicht gelegen. Für ihn trat Lucas Eckardt erstmals in einem Spiel zwischen die Pfosten und gab einen starken Einstand. Auch wenn er im weiteren Verlauf noch zweimal hinter sich greifen musste.
Will man etwas Positives aus diesem Abend ziehen, dann die Tatsache, dass dies zum Glück nur ein Vorbereitungsspiel war und die Mannschaft bereits 24 Stunden später wieder zeigen kann, dass es auch besser geht. Dann aber in Nijmegen.

Auch über den Schlussabschnitt gibt’s auf Kobraseite nichts Nennenswertes zu erwähnen. Der Ablauf glich dem Mittelabschnitt wie eine Blaupause. Mit zwei weiteren Toren für die Gäste.

Ein entsprechend entspanntes Gesicht machte Gäste Coach Jacobs nach der Partie: „Ich bin ziemlich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass wir erst seit 2 Wochen auf dem Eis stehen. Wir haben die Partie 3 Drittel dominiert und wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann ist das heute unsere schwache Chancenverwertung. Eigentlich hätten wir noch höher gewinnen müssen“, fand der Eishockeylehrer dann doch noch ein Haar in der Suppe.

Bei Kobra-Coach Vanek fand man eine ganz andere Gemütslage vor: „Ich bin gerade etwas sprachlos. Wir haben am Sonntag und Dienstag zwei sehr gute Spiele gemacht und ich bin auch in das heutige mit einer positiven Einstellung hineingegangen. Doch das was heute passiert ist, war katastrophal. Das Beste, was wir heute aufs Eis gebracht haben, waren die 3 Schiedsrichter. Mehr möchte ich eigentlich dazu nicht sagen. Natürlich werde ich noch mit den Jungs reden müssen und dann schauen wir mal“, lautete sein knappes Statement.
Großartig darüber ärgern kann sich der Dinslakener Übungsleiter sowieso nicht. Denn bereits heute um 17:30 Uhr steigt das Revanche – Spiel in Nijmegen. Und vielleicht sieht’s ja am Samstag, dem 14. schon wieder ganz anders aus.

Dinslakener Kobras – Devils Nijmegen 0:5 (0:1; 0:2; 0:2)
Torschützen Dinslaken: —–
Torschützen Nijmegen: Melissant (2), van der Schuit, Staps, Eden
Strafminuten Dinslaken: 20 + 10 (Zaslavski)
Strafen Nijmegen: 16

Einmal Nimwegen hin und zurück

Am kommenden Wochenende werden die Kobras nach der Partie gegen die Duisburger Füchse wieder international. Gegner sind diesmal die Devils aus Nijmegen. Und das gleich zweimal.
Zunächst am Freitag, 13.09.2019 um 20:00 Uhr in eigener Halle und am nächsten Tag in den Niederlanden, um 17:30 Uhr. Dann feiern die Devils ihr 50-jähriges Bestehen und haben sich zu diesem besonderen Anlass die Kobras als Gegner ausgesucht.

„Das ist schon eine ganz besondere Ehre für uns“, erzählt Kobra-Coach Milan Vanek zu diesem Aufeinandertreffen. „Zum einen sind wir für die Niederländer sicher ein interessanter Vorbereitungsgegner, zum anderen ist dieses Zustandekommen auch ein wenig meiner Freundschaft zu Devils – Coach Alex Jacobs geschuldet. Wir kennen uns halt schon sehr lange und da sind ihm bei der Vorbereitung zu diesem Ereignis auch die Kobras als potentieller Gegner für diesen Ehrentag eingefallen.
Vom Spielsystem sind sich alle BeNe – Liga Mannschaften sehr ähnlich. Wir werden daher versuchen, die gegen Herentals und Duisburg gemachten Fehler in diesen Begegnungen zu minimieren und die positiven Dinge mit hinüberzunehmen“, versucht Vanek das Spiel seiner Mannschaft weiter zu optimieren.

Den Fans bleibt mitzuteilen, dass die Mitfahrgelegenheiten im Mannschaftsbus bereits ausgebucht sind. Wer privat anreisen möchte, um seine Giftschlangen zu unterstützen, sollte das Nijmweger Triavium anfahren. Die Adresse lautet: Eissporthalle Triavium, van Rosenburgweg 2, 6537 TM Nijmegen.

Guter Auftritt gegen die Füchse

Das Aufeinandertreffen der Nachbarstädte Dinslaken und Duisburg im Eishockey endete mit einem 1:4 – Achtungserfolg des Regionalligisten. Naturgemäß war Oberligist Duisburg über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, doch gerade in den ersten beiden Dritteln konnten die Kobras sehr gut dagegenhalten. Zwar schafften es die Giftschlangen nicht sehr häufig, eigene Möglichkeiten zu kreieren, doch defensiv gut organisiert, ließen sie auch nur wenig zu. Und in der Regel stand am Ende eines Duisburger Angriffs Marvin Frenzel im Tor der Dinslakener und verhinderte mit seinen Paraden immer wieder den Einschlag des Spielgerätes.

Dass die Kobras dann den ersten Gegentreffer in der Schlangengrube ausgerechnet bei eigener Überzahl kassierten, stellte zwar nicht den Spielverlauf auf den Kopf, erinnerte aber an eine Achillesverse des Teams aus der letzten Saison. Alexander Eckl hatte seine Farben erstmals in der 15. Spielminute auf die Anzeigetafel gebracht. Bei diesem Spielstand ertönte auch die erste Sirene.

Im Mittelabschnitt das gleiche Bild: Drückende Duisburger treffen auf tapfer verteidigende Dinslakener. Bis zur 30. Minute. Denn als Christoph Eckl das Sünderbänckchen drücken musste, nutzte das Vanek–Team die Gunst der Stunde und erzielte den 1:1 – Ausgleichstreffer in Überzahl. Martin Beneš legte mustergültig für Sven Schiefner auf, der sich nicht zweimal bitten ließ.

Nach dem erforderlichen Mittelbully fuhren die Gäste sofort wütende Angriffe auf das Gehäuse von Marvin Frenzel, der an diesem Abend eine starke Partie ablieferte. Beim 2:1 – Führungstreffer der Stahlstädter durch David Cespiva war er jedoch völlig machtlos. Nur 43 Sekunden lagen zwischen den beiden Toren. Die Füchse drückten weiter mit Macht, aber Jerome Baum und seine Teamkollegen ließen in diesem Abschnitt nichts mehr anbrennen.

Der Oberligist nutzte dann das Schlussdrittel, um den Sack zuzumachen. Die Kobras versuchten nun selbst, mehr für die Offensive zu tun, um den Ausgleichstreffer zu erzielen, mussten dafür aber ihre Defensivarbeit ein wenig vernachlässigen. So etwas weiß ein routinierter Oberligist natürlich zu nutzen. Maximilian Schaludek in der 44. und Tim Krüger in der 48. Spielminute sorgten dann endgültig für klare Verhältnisse auf dem Eis.

Für alle Beteiligten war dies ein rundum gelungenes Event: Auf den gut gefüllten Rängen waren die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen, der Favorit hat das Spiel gewonnen und der Außenseiter hat sich mehr als achtbar aus der Affäre gezogen.

So ähnlich resümierte auch Duisburgs Trainer Dieter Hegen das zuvor Gesehene: „Es war ein schönes Spiel. Dinslaken hat gut gekämpft und uns lag noch das harte Training vom Morgen in den Knochen“, war sein knappes, aber treffendes Statement.

Auch Schlangenbeschwörer Milan Vanek zieht viele positive Dinge aus dieser Partie: „Wir haben gegen einen Oberligisten mit großem Kader gut mitgehalten, die Zuschauer hatten ihren Spaß und das Ergebnis hätte vielleicht etwas knapper ausfallen können. Es war ein sehr schnelles und faires Spiel. Wir hatten zwar vier Ausfälle, die leicht angeschlagen waren und denen ich gesagt habe, dass sie zuhause bleiben sollen, um sich auszukurieren, aber alle anderen haben einen super Job gemacht. Ich bin mehr als zufrieden. Das habe ich den Jungs auch nach dem Spiel in der Kabine gesagt. Die Kleinigkeiten, die jetzt noch nicht richtig funktionieren, werden wir beim Training im Laufe der Woche besprechen und versuchen abzustellen. So, glaube ich, dass wir dann auch gegen Nijmegen einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben. Dann müssen wir sehen, welche Erkenntnisse uns das nächste Wochenende mit den beiden Begegnungen gegen die Alex Jacobs – Truppe bringt“, war Dinslakens Coach Milan Vanek schon ein wenig ausführlicher.

Bereits am Freitag steht für ihn und sein Team der erste Vergleich gegen die Nijmegen Devils an. Für die Kobras ist es wieder ein Heimspiel. Das erste Bully in der Schlangengrube fällt um 20:00 Uhr.

Dinslaken Kobras – Füchse Duisburg      1:4 (0:1; 1:1; 0:2)

Torschütze Dinslaken:                     Schieffner
Torschützen Duisburg:                   A. Eckl, Cespiva, Schaludek, Krüger

Strafminuten Dinslaken:                 8
Strafminuten Duisburg:                 10

Gut gespielt und doch verloren

Am Ende stand ein 1:3 auf der Spieluhr, doch so richtig enttäuscht war eigentlich keiner der Kobra-Fans. Sie haben über 60 Minuten eine engagierte Leistung ihrer Giftschlangen gesehen, wobei das Gästeteam einfach nur etwas mehr Scheibenglück hatte.

Und die Mannschaft von HYC Herentals forderte die Vanek – Truppe von der ersten Spielsekunde. Der Kobra-Coach war im Vorfeld richtig informiert worden: Der BeNe – League – Meister spielt ein für Regionalligaverhältnisse schnelles und körperbetontes Eishockey.

„Gerade deshalb freut es mich besonders, dass wir es weitestgehend geschafft haben, von der Strafbank fernzubleiben. Ich bin im Großen und Ganzen sowieso sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams. Man merkte in jeder Sekunde, dass sie wollten, jeder Spieler arbeitete hart. Nun sind wir in der Vorbereitung an einem Punkt angekommen, an dem die Beine zum Ende einer Begegnung schwer werden können. Das harte Training wird sich aber zukünftig auszahlen, wenn die Meisterschaft beginnt. Ich werde nun die körperlichen Anforderungen an meine Jungs während des Trainings etwas zurückfahren und dafür mehr die spielerischen Elemente weiterentwickeln, erläutert der Schlangenbeschwörer seine Sicht des Spiels und sein weiteres Vorgehen. „Dass es noch etwas an der Zielgenauigkeit beim Torabschluss gehapert hat, lag zum einen an einer guten Leistung des belgischen Torhüters, zum anderen daran, dass dies das erste Spiel meiner Mannschaft war. Das wird sich noch verbessern“, macht der Eishockeylehrer den Fans wieder Mut. „Immerhin haben wir es geschafft, den Puck 48-mal zum gegnerischen Gehäuse zu bringen. Leider ist daraus nur 1 Treffer entstanden, aber wie gesagt: Das wird noch besser“.

Überhaupt: Die Torhüter beider Teams lieferten eine starke Leistung ab, doch Marvin Frenzel hatte leider den Eishockeygott leider an diesem Abend nicht auf seiner Seite. Hatte er zuvor 4-5 einhundertprozentige Chancen der Belgier zunichte gemacht, machte er bei den Gegentreffern 1 und 2 keine glückliche Figur. Insbesondere der 1:0 Führungstreffer der Gäste durch Ben Vercammen fiel schon sehr kurios. Ein Schlagschuss von der blauen Linie wurde in der 15. Spielminute von dem sich in den Schuss werfenden Moritz Hofschen so unglücklich abgefälscht, dass er in Form einer Bogenlampe hinter Frenzel einschlug. Auch das 2:0 der Gäste durch Jaques De Ceuster würde ihm im Normalfall nicht passieren. 99 von 100 Schüssen dieser Art hält er im Normalfall, an diesem Abend passierte der Puck jedoch die Torlinie.

Mitte des Spiels wechselte er dann seine Position mit Dennis Kohl, der genau so gute Paraden zeigte, dem aber in manchen Szenen auch das Glück des Tüchtigen treu war.
Ähnlich verhielt es sich auch bei seinem Gegenüber. Wenn Arne Waumans mal den Überblick verloren hatte, blieb der Puck auf der Torlinie liegen oder kullerte im Millimeterabstand an seinem Gehäuse vorbei. Nur beim strammen Schlagschuss in den Winkel von Alex Zaslavski war der belgische Schnapper zu überwinden.

Und so lief die Partie über 60 Minuten mit hohem Tempo von einer Seite zur anderen, mit dem besseren Ende für die belgischen Gäste. Denn als Milan Vanek kurz vor Schluss Dennis Kohl für einen weiteren Feldspieler opferte, nutzten die Gäste ihre Chance zum Empty – Net – Tor und Endstand von 3:1 für Herentals. Ben Coolen war der Vollstrecker in der 60. Minute.

Morgen wird es für die Kobras wohl noch eine Stufe schwerer, denn um 19:00 Uhr treten sie in der Schlangengrube gegen den Oberligisten Füchse Duisburg an. Aber schon die gestrige Partie hat gezeigt: Gekämpft wird bis zum Schluss.

Dinslaken Kobras – HYC Herentals           1:3 (0:1; 1:1; 0:1)

Tor Dinslaken:                                   Zaslavski
Tore Herentals:                                 Vercammen, De Ceuster, Coolen

Strafminuten Dinslaken:                  2
Strafminuten Herentals:                  4