War das schon die Generalprobe ?

Gestern Abend gastierten die Dinslakener Kobras bei den Bären aus Neuwied und unterlagen in einem packenden Spiel knapp mit 1:2 (0:0; 0:0; 1:2).
Die Begegnung hatte insgesamt bereits Playoff – Charakter und könnte die Generalprobe für das Viertelfinale gewesen sein. Denn nach dem gestrigen Spieltag hat sich herauskristallisiert, dass die Kobras nun nicht mehr von Platz 6 zu verdrängen sind. Die möglichen Viertelfinalgegner haben sich inzwischen auf 2 reduziert: Herford oder Neuwied. Interessanterweise treffen diese beiden am letzten Spieltag im direkten Vergleich aufeinander und der Verlierer dieser Partie wird der Viertelfinalgegner der Kobras sein.

Ein Blick auf die Mannschaftsbank während des Spiels

Ist Coach Sikorski zu Wochenbeginn von einer nahezu kompletten Mannschaft für den gestrigen Spielabend ausgegangen, sah er sich gestern Abend einmal mehr überrascht. Im Laufe der letzten Tage mussten für das Spiel in Rheinland-Pfalz neben dem bekannten Ausfall von Sven Linda aus diversen Gründen nun auch Timothy Tanke, Joey Menzel, Tim Cornelißen, Benni Hüsken und Kevin Wilson passen. Somit traten die Kobras die Reise ins Icehouse Neuwied mit 12 Feldspielern und 2 Torhütern an. Der kleine Kader sollte sich dann auch im weiteren Spielverlauf rächen.

Es entwickelte sich eine über die gesamte Distanz spannende Begegnung; kampfbetont und läuferisch schnell. Dabei wurden die Torhüter beider Mannschaften zu den überragenden Akteuren. Felix Köllejan auf Neuwieder Seite sowie Marvin Haedelt, der nach einer Namensänderung nun Marvin Frenzel heißt, zeigten ein ums andere Mal, dass sie zu den Besten ihrer Gilde in der Regionalliga West zählen. Zwei Drittel lang war die Verteidigungsarbeit beider Teams besser als ihre Sturmqualitäten, so dass das Spiel immer noch torlos war, als die zweite Sirene ertönte.

Vor guter Kulisse lieferten die Kobras ein gutes Spiel

Fast hatte man sich schon mit einem 0:0 nach regulärer Spielzeit abgefunden, als Moritz Hofschen in der 47. Spielminute das Spielgerät bei einem Gästeangriff ins rechte obere Lattenkreuz hämmerte. Zu diesem Zeitpunkt herrschte viel Verkehr vor Köllejan, der die Scheibe wohl zu spät hat kommen sehen.
Die Hausherren – mit 19 Feldspielern und 2 Torhütern ausgestattet – legten jetzt noch eine Schippe drauf und ihre Angriffe wurden wütender. Marvin Frenzel rückte nun immer mehr in den Fokus und glänzte mit zahlreichen Paraden. Die Tatsache, dass ausgerechnet er sich das 1:1 durch Michael Jamieson aus der 54. Spielminute ein Stück weit selbst ankreiden muss, darf man ruhig als ungerecht empfinden. Denn der Neuwieder Kontingentspieler hatte den Puck mittels eines strammen Schusses aus spitzem Winkel am langen Pfosten, obwohl Frenzel eigentlich die Tür zugemacht hatte, doch noch am Dinslakener Goalie vorbei in die Maschen gesetzt. Die Neuwieder setzten nach, während bei den Gästen nun immer mehr die Kräfte schwanden. Und dreieinhalb Minuten vor dem Ende sollten die Gäste nochmals vom Pech verfolgt sein. Nach einem Bully in der Dinslakener Hälfte wollte Bären – Verteidiger Hellmann den Puck in die rechte Ecke des Tores schießen. Sein Schlagschuss wurde aber auf seinem Weg derart abgefälscht, dass er drei Meter weiter links, genau vor die Füße von Tobias Etzel fiel. Da Marvin Frenzel in diesem Moment auf dem Weg ins andere Eck unterwegs war, hatte Etzel wenig Mühe, die schwarze Hartgummischeibe in der freigewordenen Hälfte des Tores unterzubringen. Coach Sikorski nahm seinen Schnapper kurz vor dem Ende noch zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch weder hüben wie drüben sollte sich daraus ein Treffer entwickeln.

Das Fazit nach dem Spiel fiel ähnlich aus, wie nach der letzten Begegnung in Ratingen: „Trotz der Niederlage bin ich mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden. Jeder hat heute wieder alles gegeben. Entschieden wurde das Spiel durch die Tatsache, dass auch heute unser Kader zu klein war, was sich dann vor allem im letzten Drittel bemerkbar gemacht hat“.‘

Es wurde um jeden Quadratzentimeter Eis gekämpft

Die Kobras konnten das Eis trotz der Niederlage erhobenen Hauptes verlassen. Bleibt zu hoffen, dass in der nächsten Woche beginnenden Finalspielen die Niederrheiner von personellen Ausfällen weitestgehend verschont bleiben.

Morgen Abend, beim Heimspiel gegen Lauterbach, bietet sich für die Giftschlangen die Gelegenheit, nach einem Sieg mit einem positiven Gefühl in die Playoffs zu starten. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis an die Fans, dass am morgigen Abend nicht nur die Ehrung des Spielers der Saison stattfindet, sondern man sich auch von 2 Spielern verabschiedet, die ihre Schlittschuhe an den berühmten Nagel hängen. Für den einen ist seine Eishockeykarriere unmittelbar nach dem Spiel beendet, der andere geht noch mit in die Playoffs. Da er allerdings an den ersten beiden Begegnungen für die Kobras nicht verfügbar sein wird und die Möglichkeit besteht, dass die Kobras im dritten Spiel ausscheiden, wird auch er bereits morgen verabschiedet.
Ergo werden auch die emotionalen Momente nicht zu kurz kommen.
Wer nichts verpassen will, sollte spätestens um 18:45 Uhr in der Schlangengrube sein.

 

 

Die Bären 2016 Neuwied – Dinslakener Kobras:                  2:1 (0:0; 0:0; 2:1)

 

Torschützen Neuwied:                                                             Jamieson, Etzel
Torschütze Dinslaken:                                                              Hofschen

 

Strafminuten Neuwied:                                                           12
Strafminuten Dinslaken:                                                          8

 

Zuschauer:                                                                                 647

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