Rockets zeigen den Kobras die Grenzen auf

Auch ein starker Marvin Haedelt konnte die Niederlage nicht verhindern.

Eigentlich wollten die Dinslakener beim Tabellenführer am gestrigen Abend erneut überraschen, mussten am Ende aber eine vielleicht um 1-2 Tore zu hohe 4:9 (2:1; 2:4; 0:4) – Niederlage einstecken.
Dabei lag es diesmal nicht an einem Minikader, dem am Ende die Luft ausgegangen wäre. Im Gegenteil: Die Giftschlangen konnten mit Ausnahme von Tim Cornelißen und Tom Giesen, der sich inzwischen nach seiner schweren Verletzung wieder im Aufbautraining befindet, alles aufbieten, was bei den Kobras Rang und Namen hat.

Das Eröffnungsdrittel gestaltete sich dann auch für beide Teams auf Augenhöhe. Die Rockets gingen in der 8. Minute bei einfacher Überzahl in Führung, doch Stefan Dreyer konnte aus dem Gewühl heraus sieben Minuten später egalisieren. Und als Philipp Heffler 9 Sekunden vor Drittelende die Gäste mit 2:1 in Front schoss, glaubten noch alle, die es mit den Kobras hielten, dass eine weitere Überraschung an der Lahn möglich sei.

Da war die Welt noch in Ordnung: Alex Brinkmann bejubelt den 5:4-Anschlusstreffer durch Kevin Wilson.

Doch das zweite Drittel brachte die Wende. Der Knackpunkt für die Sikorski-Truppe waren wohl die Tore 2 und 3 der Rockets. Erstgenanntes erzielten sie als Shorthander in der 22. Spielminute, nur knapp zweieinhalb Minuten später hatten sie die Partie gedreht. Für beide Tore der Hausherren zeigte sich ein an diesem Abend überragender Matt Fischer verantwortlich, der insgesamt 4 Tore erzielte und den die Kobras ab dem Mittelabschnitt nicht mehr in den Griff bekamen. Fortan liefen die Niederrheiner einem Rückstand hinterher und die Mannschaft von Arno Lörsch schlug die Sikorski – Truppe mit ihren eigenen Waffen: Kontereishockey. Dabei spielten ihnen die Kobras mit insgesamt zu vielen Strafzeiten in die Karten. In Summe konnten die Raketen aber nicht nur 3 Überzahl, sondern eben auch 2 Unterzahltore erzielen, während das Überzahlspiel der Dinslakener an diesem Abend mal wieder reichlich Luft nach oben hatte.
Dennoch schafften es die Kobras, den Tore – Abstand bis zur 45. Spielminute auf 1 Tor zu begrenzen. Zweimal konnte Kevin Wilson diesen Minimalabstan

Der Spieler des Abends auf Seite der Kobras: Stefan Dreyer

d herstellen, wobei sein zweiter Treffer, übrigens in Überzahl erzielt, gleichzeitig als das 100. Tor der Kobras in dieser Saison registriert wurde, doch im Schlussdrittel riss dann endgültig der Faden bei den Gästen.

Die Hausherren verlegten sich nun hauptsächlich aufs Kontern und beherrschten diese Spielweise eines Spitzenreiters würdig. Insbesondere die beiden kanadischen Kontingentspieler Davies und Fischer betrieben aggressives Forechecking, kreuzten die Wege und waren fast immer anspielbar. Somit nahm das Schicksal seinen Lauf, da die Dinslakener Abwehrarbeit nicht ausreichte, dieser beiden habhaft zu werden. Auch ein gut aufgelegter Marvin Haedelt konnte die Niederlage nicht verhindern.

Nach der Partie wurde Stefan Dreyer noch zum Spieler des Abends gewählt, doch wie man sieht, so recht Freude wollte angesichts der Niederlage bei dem Torschützen zum 0:1 nicht aufkommen.

Diese Niederlage beim Tabellenführer ist nun wahrlich kein Beinbruch. Jetzt muss der Fokus der Mannschaft aber auf die morgige Partie gegen Neuss gerichtet sein, denn es beginnt die entscheidende Phase für die Teams der Plätze 6-9, wer in die Playoffs einziehen darf. Noch ist der Neusser e.V. ein direkter Konkurrent der Kobras und ihr gestriger Sieg gegen die Soester EG zeigt eindrucksvoll, dass man noch nicht gewillt ist, sich aus dem Meisterschaftsrennen zu verabschieden. Ein Sieg der Kobras würde allerdings einen großen Schritt Richtung Meisterrunde für die Dinslakener bedeuten.

 

EG Diez-Limburg – Dinslakener Kobras              9:4 (1:2; 4:2; 4:0)
Torschützen Diez-Limburg:                                   Fischer (4), Davies (2), Böhm, Maier, P., Bruch
Torschützen Dinslaken:                                          Wilson (2), Dreyer, Heffler

 

Strafminuten Diez-Limburg:                                 22
Strafminuten Dinslaken:                                        16

 

Zuschauer:                                                              276

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