Raus mit Applaus

Sven Linda erzielte dass 1:3

Es hat nicht sollen sein. Im vierten Playoffspiel unterliegen die Dinslaken Kobras den Neuwieder Bären mit 3:7 und müssen vorzeitig in die Sommerpause. Doch traurig müssen die Giftschlangen trotzdem nicht sein, verlangten sie den favorisierten Deichstädtern in den vier Spielen doch einiges ab und machten ihnen das Weiterkommen nicht ganz so einfach. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Coach Sikorski in allen vier Spielen nie den kompletten Kader zur Verfügung hatte. So auch dieses mal, denn Michal Plichta musste krankheitsbedingt passen und seine Torgefährlichkeit fehlte den Kobras. Doch auch ohne ihn war die taktische Marschroute vorgegeben. Aus einer gesicherten Abwehr heraus sollten schnelle Konter gefahren werden, die nach Möglichkeit zum Torerfolg führen. Dieses Konzept ging bis zur 8. Spielminute auf, dann klingelte es das erste mal im von Marvin Frenzel gehüteten Dinslakener Tor. Kurz zuvor hatten die Kobras schon Glück, als die Dinslakener Verteidigung mit vereinten Kräften den auf der Torlinie liegenden Puck in letzter Minute klären konnte. Das 0:1 für die Bären war zu diesem Zeitpunkt verdient, denn der Favorit begann druckvoll und die Dinslakener Abwehr musste ein ums andere mal Schwerstarbeit verrichten. Doch auch die Giftschlangen hatten ihre Möglichkeiten, die aber noch nicht ihren Weg ins Neuwieder Tor fanden. Zwei Minuten vor der Pause gewann das Spiel noch mal an Dramatik, als ein Neuwieder Schlagschuss unter die Dinslakener Torlatte knallte und alle Beteiligten glaubten, ein Tor gesehen zu haben, Doch der Schiedsrichter ließ weiterlaufen und Kevin Wilson machte sich auf und davon. Doch er scheiterte am Neuwieder Schlussmann Felix Köllejan. So blieb es bei dem knappen 0:1 Rückstand zur ersten Pause.

Tom Giesen zum 2:3

Im zweiten Drittel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Neuwied machte Druck und die Giftschlangen waren hauptsächlich in ihrem eigenen Drittel beschäftigt. Durch Tore in der 25. und 30. Minute zogen die Rheinland-Pfälzer sogar auf 0:3 davon und so manch einer in der Schlangengrube ahnte böses. Doch man sollte die Kobras und ihre Comebackqualitäten nie unterschätzen. Denn durch Tore von Kapitän Sven Linda in der 32. Minute und Tom Giesen in der 35. Minute kamen die Dinslakener wieder auf 2:3 ran und das Spiel war plötzlich wieder offen. Doch nur zwei Minuten später erhöhte Deion Müller auf 2:4 für Neuwied. Mit diesem Spielstand ging es ein letztes mal in die Pause.

Eine Neuwieder Überzahl in den ersten Minuten des letzten Drittels brachte eine erste Vorentscheidung zugunsten der Deichstädter, als Dennis Schlicht zum 2:5 ins Dinslakener Tor traf. Zwar konnte Kevin Wilson nur kurze Zeit später einen Alleingang in seiner unnachahmlichen Art vollenden und die Kobras noch mal auf 3:5 heran bringen, doch die Bären ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit Toren in der 48. und 52. Spielminute machte Neuwied den Sack endgültig zu und stieß das Tor zum Halbfinale weit auf. Die Kobras versuchten zwar noch mal heranzukommen und das scheinbar Unmögliche zu schaffen, doch ein weiterer Treffer wollte ihnen nicht mehr gelingen. Somit war das Saison-Aus für die Sikorski-Truppe besiegelt und die Sommerpause nun schneller da, als gehofft. Dennoch konnten die Giftschlangen erhobenen Hauptes das Eis verlassen, hatte man den Bären wenigsten ein weiteres Spiel abgetrotzt. Das wusste auch das Dinslakener Publikum zu schätzen, welches die Kobras mit Standing Ovations in die Sommerpause verabschiedete. Auf der abschließenden Pressekonferenz bedankte sich Coach Sikorski bei seinem Team, dem Vorstand und allen im Umfeld der Kobras, die Eishockey in Dinslaken möglich machen. „Wir haben das Bestmögliche aus unserer Situation in dieser Saison herausgeholt. Mit Platz sechs in der Vorrunde und dem Erreichen des Viertelfinales bin ich voll zufrieden, wenn man bedenkt, wie schwierig der Saisonstart war. Heute wollten wir so spielen wie letzten Sonntag. Das ist uns dieses mal nicht gelungen. Trotzdem bin ich stolz auf mein Team, dass heute auch wieder sein ganzes Herz in Spiel gelegt hat.“

Zum Ausklang werden die Kobras noch ein paar Trainingseinheiten absolvieren, bevor es dann endgültig in die Sommerpause geht. Hinter den Kulissen werden auf jeden Fall schon die Weichen für die kommenden Saison gestellt, um dann wieder eine schlagkräftige Dinslakener Mannschaft präsentieren zu können.

Dinslaken Kobras – EHC Die Bären 2016 3:7 (0:1/2:3/1:3)

Torschützen Dinslaken: Linda, Giesen, Wilson

Torschützen Neuwied: Fröhlich (2), Neumann, Schug, Müller, Schlicht, Brabec

Strafminuten Dinslaken: 10 + 30 Essery

Strafminuten Neuwied: 6

Zuschauer 323

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