Kobras zurück auf dem Boden der Tatsachen

 

War man bei den Giftschlangen noch 2 Tage zuvor aufgrund der gegen die Ice Aliens gezeigte Leistung optimistisch, die fehlende Vorbereitungsphase verschmerzen zu können, so wurde man von den Soester Bördeindianern beim 2:8 (0:3; 1:2; 1:3) schnell eines Besseren belehrt.

Denn eigentlich hatte die Sikorski – Truppe von Beginn an das Nachsehen. Jeder Spieler der Hausherren war seinem Gegenüber gedankenschneller, antrittsschneller und in puncto spielerischem Element hatten die Hausherren sowieso ein deutliches Plus. Die Kobras mussten zusehen, wie sie von Beginn an nahezu überrannt wurden und konnten nichts

Beim Warm – Up war für die Kobras die Welt noch in Ordnung

Gleichwertiges entgegensetzen. Wieder versuchte man über den Kampf zum Spiel zu kommen, doch diesmal misslang dieses Vorhaben völlig. Im Gegenteil: Man bewegte sich durch den hohen kämpferischen Einsatz immer nah an einer Strafzeit und hatte das Pech, auf einen Schiedsrichter zu treffen, der eine sehr enge Regelauslegung bevorzugte. Somit befand man sich schon im Eröffnungsdrittel mit 8 Strafminuten 4 Mal in Unterzahl. Und was eine gute Vorbereitung Wert ist, zeigte dann das Team vom Möhnesee mit einer Tic-Tac-Toe – Überzahl und verwertete zwei der vier Überzahlsituationen zu den Toren 2 und 3. Der erste Treffer resultierte aus einem Scheibenverlust an der eigenen blauen Linie, womit man den Gegner zum 1:0 einlud.

Kurz keimte Hoffnung bei den mitgereisten Fans auf, als Michal Plichta in der 24. Minute auf 3:1 verkürzen konnte, doch keine Zeigerumdrehung später hatte das stark verbesserte Team von Trainer Dieter Brüggemann den alten Abstand wiederhergestellt.
Zunehmend haderte man nun mit den Schiedsrichterentscheidungen und manche Äußerung war dem Referee dann wohl auch zu deftig und der Strafminutenzähler arbeitete auf Hochtouren. Zu allem Überfluss ließ sich Petr Macaj in der 49. Minute noch zu einem Kniecheck hinreißen, der eine Spieldauerdisziplinarstrafe nach sich zog. Damit fehlt er auch am Sonntag gegen Herford.
Pech hatte Moritz Hofschen, der einen nicht geahndeten Stockschlag abbekam, welcher ihn zum Aufhören zwang. Bleibt zu hoffen, dass er am Sonntag wieder dabei sein kann.
Der zweite Kobra-Treffer 10 Minuten vor dem Ende durch Kevin Wilson (so die offizielle Version, eigentlich war es Alex Brinkmann) beim Stand von 7:1 war dann nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Felix Zerbe konnte sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Acht Mal musste er im Verlaufe des Spiels hinter sich greifen. Hier geht der Puck glücklicherweise am Tor vorbei

45 Strafminuten in Summe sind dann doch eindeutig zu viel, will man einen starken Gegner in die Knie zwingen.
Normalerweise sollte hier ein Statement des Dinslakener Coaches stehen, doch wer beim Verlassen der Eishalle in das Gesicht des Eishockeylehrers geschaut hat, ließ automatisch von der Bitte nach seiner Meinung ab.
Wollen die Dinslakener am Sonntag gegen Herford eine Chance haben, müssen sie es schaffen, der Strafbank fern zu bleiben. Denn auch von Herford ist die individuelle Klasse der meisten Spieler so groß, dass man sich häufige Unterzahlsituationen nicht erlauben kann.
Mit diesem Spiel hat das Team vom Möhnesee die Kobras wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und gezeigt, wie wertvoll eine vernünftige Vorbereitung ist.

Soester EG – Dinslakener Kobras           8:2 (3.0; 2:1; 3:1)

Torschützen Soest:                                  Juricek, Polter (je 2), Peschke, Themm, Berger, Furda
Torschützen Dinslaken:                           Plichta, Wilson

Strafminuten Soest:                                 8
Strafminuten Dinslaken:                         25 + 20 (SD Macaj)

Zuschauer:                                               269

classic

yes

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