Kobras starten mit Niederlage ins neue Jahr

Ihr erstes Heimspiel im neuen Jahr und nach einmonatiger Abstinenz in der Schlangengrube verloren die Kobras mit 2:4 gegen die Neuwieder Bären. Dabei fiel die Entscheidung zugunsten der Deichstädter erst im letzten Drittel eines teilweise hektischen Spiels. Trotz der Niederlage bleiben die Dinslakener auf dem sechsten Tabellenplatz, weil auch die Soester EG, die den Kobras auf den Fersen ist, ihr Spiel gegen Lauterbach verlor.

Marvin Haedelt konnte sich nicht über mangelnde Arbeit beschweren

Gleich zu Beginn des ersten Drittels musste die Dinslakener Defensivabteilung Schwerstarbeit verrichten. Die Bären legten los wie die Feuerwehr und setzten die Kobras immer wieder unter Druck. Ab der vierten Minute kamen die Giftschlangen besser ins Spiel und konnten sich Stück für Stück aus der Neuwieder Umklammerung befreien. Ein sehenswerter Konter der Giftschlangen brachte gleichzeitig die Dinslakener Führung. Die Reihe Wilson, Dreyer und Essery spielte sich mit einer sehenswerten Kombination ins Neuwieder Drittel und Kevin Wilson vollendete diesen Angriff mit seinem Tor zum 1:0 für Dinslaken. Das war nach dem druckvollen Start der Neuwieder Balsam für die Nerven der Dinslakener Fans, die mit ihren Kobras mitfieberten. Die nächsten Minuten konnten die Dinslakener das Spiel nun offener gestalten. Zwar blieben die Bären die spielbestimmende Mannschaft und hatten mehr Schüsse auf das Tor, doch die Giftschlangen blieben mit ihren wenigen Angriffen weiterhin gefährlich. So mussten sowohl Kobra-Goalie Marvin Haedelt, wie auch sein Gegenüber Felix Köllejahn ihr ganzes Können zeigen, um beste Torgelegenheiten zu entschärfen. Damit blieb es bis zur Pause bei der knappen Dinslakener Führung.

Im zweiten Drittel kamen die Dinslakener kaum aus ihrem eigenen Drittel raus. Die Bären drängten mit aller Macht auf den Ausgleich, scheiterten aber immer wieder am glänzend aufgelegten Marvin Haedelt oder blieben in der Dinslakener Verteidigung hängen. Offensiv fanden die Kobras zu diesem Zeitpunkt nur selten statt. Einige wenige vorgetragene Angriffe verschafften der Dinslakener Defensive zwar Gelegenheit zum Durchschnaufen, waren aber nicht gefährlich genug, um einen weiteren Treffer für die Kobras herbeizuführen. Zwangsläufig fiel in der 38. Minute der Neuwieder Ausgleich durch Michael Jamieson. Bei diesem Spielstand blieb es bis zur Pause, was auch der hervorragenden Dinslakener Defensivarbeit in diesem Drittel zu verdanken war. Denn bei einem gefühlten Torschussverhältnis von 50 zu 20 für die Gäste, hätte es bis dahin deutlich schlechter für die Giftschlange laufen können.

Kapitän Sven Linda mit dem 2:1

Das letzte Drittel versprach somit viel Spannung und die Kobras starteten gut ins Spiel. Gleich in den ersten Minuten hatten die Dinslakener bei doppelter Überzahl Gelegenheit, erneut in Führung zu gehen. Und da ließen sich die Giftschlangen nicht zweimal bitten und erzielten das 2:1 durch Sven Linda. Da sich bei seinem Treffer ein Neuwieder Spieler regelwidrig verhielt, blieben die Kobras in doppelter Überzahl, schafften es aber nicht, noch einen weiteren Treffer zu erzielen. Eine der Schlüsselszenen, die das Spiel zugunsten Neuwieds beeinflusste, fand in der 49. Minute statt, als sowohl Dinslakens Kapitän Sven Linda wie auch Neuwieds Tobias Etzel nach einer handfesten Auseinandersetzung mit 2 + 10 Strafminuten auf die Strafbank mussten. Die derzeit dünn besetzte Dinslakener Verteidigung hatte nun noch einen Akteur weniger, was für die Verteidigerpärchen Hofschen/Hüsken und Linse/Tsvetkov noch mehr Eiszeit bedeutete und die Kräfte Stück für Stück schwinden ließ. Die Folge waren Dinslakener Strafzeiten, die von den Bären eiskalt ausgenutzt wurden. Jeweils in einfacher Unterzahl mussten die Kobras in der 52. und 55. Minute einen Neuwieder Treffer hinnehmen, was gleichzeitig kurz vor dem Ende den ersten Dinslakener Rückstand an diesem Abend bedeutete. Nun waren es die Kobras die dem 2:3 hinterherliefen und alles daransetzten, sich durch den erneuten Ausgleich in die Verlängerung zu retten. Doch der Schlusspunkt blieb den Gästen vorbehalten, als Neuwieds Michael Jamieson mit seinem Tor zum 2:4 die Dinslakener Niederlage endgültig besiegelte. „Neuwied war heute das bessere Team und hat auch verdient gewonnen. In den letzten 10 Minuten des Spiels fehlte uns die Kraft. Individuelle Fehler und die Strafzeiten, die wir nehmen mussten, haben letzten Endes zu der Niederlage geführt.“ so Coach Krystian Sikorski auf der anschließenden Pressekonferenz.

Kommenden Freitag geht es für die Kobras dann zum Tabellenletzten Luchse Lauterbach, die mit ihrem Sieg bei der Soester EG wieder ihre Chance auf die Playoffs wittern. Voraussichtlich wird Coach Sikorski wieder nur ein kleiner Kader zur Verfügung stehen, was die Aufgabe für die Giftschlangen nicht einfacher macht.

Dinslaken Kobras – EHC „Die Bären“ Neuwied 2:4 (1:0/0:1/1:3)

Torschützen Dinslaken: Wilson, Linda

Torschützen Neuwied: Jamieson(3), Brabec

Strafminuten Dinslaken: 16 + 10

Strafminuten Neuwied: 22 + 10

Zuschauer: 220

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