Kobras sind wieder Tabellenführer-Schreck

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Daniel Pleger wird von Jörg Böhme geehrt

Auch in der Abstiegsrunde bleiben die Kobras gegen Spitzenreiter erfolgreich. Gegen den Herforder EV, der ungeschlagen anreiste, setzten sich die Niederrheiner mit 5:4 durch und bleiben in Schlagweite zu den Playoffplätzen. Dabei sahen die Fans ein nervenaufreibendes und Kräftezehrendes Spiel ihrer Kobras, die sich nie aufgaben. Den ersten feierlichen Moment gab es schon vor dem Spiel mit der Ehrung von Daniel Pleger, der nicht nur die ewige Dinslakener Topscorer-Tabelle unangefochten anführt, sondern nun auch mit 424 Spielen die meisten Spiele für die Kobras bestritten hat. Sein Vorgänger Jörg Böhme, dessen bisheriger Rekord von 414 Spielen geknackt wurde, ließ es sich nicht nehmen, dem neuen Rekordhalter zu gratulieren. Nach der Ehrung hatten die Niederrheiner im ersten Drittel kaum Gelegenheit zu Jubeln. Mit der Abgeklärtheit eines Spitzenreiters ließen die Dragons Dinslaken immer wieder ins offene Messer laufen und tauchten mit blitzschnell vorgetragenen Angriffen gefährlich vor Felix Zerbe im Dinslakener Tor auf. Das hatte schon früh einen Dinslakener Rückstand zur Folge. In der vierten Minute fand einer dieser Herforder Angriffe seinen Weg ins Tor zum 0:1 für die Dragons. Erst in der 10. Minute konnten die Kobras den Spielstand wieder ausgleichen. Michal Plichta war es, der ein Zuspiel von Sven Linda und Martin Jakubek nutzte und in die Herforder Maschen traf. Zwar hatten die Kobras noch einige gute Möglichkeiten, blieben aber zumeist in der Herforder Defensive hängen. Effektiver waren da die Dragons, die mit einem Doppelschlag in der 17. Minute eine Zwei-Tore-Führung heraus spielten, die für das zweite Drittel nichts Gutes ahnen ließ.

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Martin Jakubek feierte seine Torpremiere

Doch die Kobras zeigten nach der Pause Comeback-Qualitäten. Das Drittel war keine 48 Sekunden alt, da erzielte Moritz Hofschen in Überzahl den 2:3 Anschlusstreffer für die Kobras. Die Herforder Antwort kam postwendend. Nur eine Minute später stellte Zack MacQueen den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Die Kobras ließen sich davon nicht beeindrucken und schlugen keine zwei Minuten später wieder zurück. Neuzugang Martin Jakubek feierte in seinem zweiten Spiel im Dinslakener Dress seine Torpremiere. Benedikt Hüsken und Michal Plichta schickten ihn auf die Reise und er bedankte sich mit dem 3:4 Anschlusstreffer für die Vorarbeit. Nun war Feuer unter dem Dach der Schlangengrube und die Kobras drängten auf den Ausgleich. Doch Herford wollte die Führung nicht so leicht hergeben, was zur Folge hatte, das das Spielgeschehen immer hektischer und die Gangart härter wurde. Die logische Konsequenz waren Strafen auf beiden Seiten, die die Kobras am Besten für sich nutzten. In der 34. Minute brachte eines diese Überzahlspiele den ersehnten Ausgleich für die Giftschlangen. Kevin Wilson versenkte ein Zuspiel von Michal Plichta und Tom Giesen in die Herforder Maschen. Und es kam noch besser, denn nur 30 Sekunden später bissen die Kobras erneut zu und gingen nach dem Tor von Philipp Heffler das erste Mal an diesem Abend in Führung. Dinslaken wollte nun mehr und drängte die Herforder immer wieder in die Defensive, doch ein weiterer Treffer blieb Michal Plichta und Co in diesem Drittel verwehrt.

Im letzten Drittel wogte das Spiel weiter hin und her, wobei die Dragons mehr Spielanteile hatten und ihrerseits den Ausgleich erzielen wollten. Doch die Dinslakener Abwehr zeigte in diesem Drittel, warum sie die zweitbeste der Hauptrunde war. Routiniert wurden die Herforder Angriffe entschärft und wenn mal ein Puck durchkam, war er eine sichere Beute für Felix Zerbe. Durch den wachsenden Offensivdrang der Dragons ergaben sich für die Kobras gute Kontermöglichkeiten, die aber nicht mehr ihr Ziel fanden. Dem HEV rannte nun die Zeit davon und Trainer Jeff Job opferte seinen Goalie in der letzten Minute für einen weiteren Feldspieler. Genützt hat es ihm nichts, denn die Dinslakener Verteidigung blieb bis zum Schluss fest im Sattel. Somit hatten die Kobras ein weiteres Mal in dieser Saison ein Spiel gedreht und bleiben nach dem Punktgewinn den Herfordern auf den Fersen.

Dinslakener Kobras – Herforder EV 5:4 (1:3 / 4:1 / 0:0)

Torschützen Dinslaken: Plichta, Hofschen, Jakubek, Wilson, Heffler

Torschützen Herford: Nasebandt, MacQueen (2), Linnenbrügger

Strafminuten Dinslaken: 10

Strafminuten Herford: 16 + 10 Schmunk

 

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