Kobras müssen sich dem Vizemeister knapp geschlagen geben

Kevin Wilson auf dem Weg zum 1. Kobra-Treffer der Saison

 

 

Es war ein stimmungsvoller Saisonauftakt in der Schlangengrube: Ein abgedunkelter Einlauf der Spieler, jeder von ihnen hatte einen Nachwuchs-Crack an der Hand und auf dem Eis wurde eine große Kobra-Fahne geschwenkt. Und am Ende des Tages wäre es fast wäre es zu einem kleinen Eishockey – Wunder gekommen, doch dies blieb bei der 2:4 – Heimniederlage der Kobras gegen die Ratinger Ice Aliens aus. Dennoch waren irgendwie alle Beteiligten im Großen und Ganzen  mit dem Gesehenen zufrieden. Beim Sieger liegt dies in der Natur der Sache, doch auch bei den Fans und Verantwortlichen der Giftschlangen wusste man die gezeigte Leistung der Mannschaft richtig einzuordnen. Quasi ohne Vorbereitung, lediglich mit ein paar Trainingseinheiten auf fremden Eis zur Sperrstunde ausgestattet, taten die Dinslakener das, was sie am besten können: Kämpfen bis zum Umfallen und über den Kampf zum Spiel finden. Verzichten mussten sie dabei auf die Mithilfe von Michal Plichta, der wegen einer Spieldauerdisziplinarstrafe aus dem letzten Playoff-Spiel der vorherigen Saison gesperrt war und auf Sebastian Haßelberg, der aus beruflichen Gründen mindestens für die nächsten 6 Wochen nicht das Kobra-Trikot überstreifen kann. Dafür fügten sich insbesondere die in der letzten Spielzeit abwesenden Joey Menzel, Tim Cornelißen und Sven Linda nahtlos in das Mannschaftsgefüge ein, als wären sie nie weggewesen. Letztgenannter trägt auch wieder das Kapitäns – C auf seiner Brust. Ebenso konnte Neuzugang Arthur Erhardt andeuten, dass er eine Verstärkung sein wird.

Felix Zerbe kann den Penaltyschuss entschärfen

Allerdings mussten sich die Kobra-Fans In den ersten 10 Minuten mehrfach auf die Lippen beißen, denn in dieser Zeitspanne lief bei den Hausherren noch nicht viel zusammen. Große Abstimmungsprobleme in der Hintermannschaft, wohl das diesjährige Prunkstück des Teams, wusste der Vizemeister der letzten Saison gnadenlos auszunutzen. Zur Halbzeit des ersten Drittels ließ die Leistung der Sikorski – Truppe nichts Gutes erahnen, stand es doch schon 2:0 aus Sicht der Gäste vom Sandbach. Doch langsam aber sicher bissen sich Daniel Pleger und Co. in die Partie hinein und die Dominanz der Gäste begann zu schwinden. Von nun an konnten die Kobras eigene Tormöglichkeiten kreieren, scheiterten aber immer wieder an ihrer fehlenden Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse oder am Gäste-Keeper Christoph Oster.
Dennoch waren es erneut die Ratinger, die den nächsten Nadelstich setzten. Das 0:3 durch ihren Importspieler Stepan Kuchynka in der 28. Spielminute war ein Schlag in die immer größer werdenden Bemühungen der Hausherren. Doch diese ließen nicht die Köpfe hängen, sondern machten dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Und konnten sich in der 31. Spielminute erstmalig belohnen. Kevin Wilson hatte sich an der gegnerischen blauen Linie freigestohlen und ließ Christoph Oster beim ersten Saisontor

Da ist er drin: Sven Linda erzielt den Anschlusstreffer zum 2:3

der Giftschlangen keine Chance. Dies machte bei der Mannschaft weitere Kräfte frei und es wurde um jeden Quadratmillimeter Eis erbittert gekämpft. Neun Minuten vor der Schlusssirene bekamen die Ratinger in Person von Marvin Moch einen Penalty zugesprochen, doch Felix Zerbe im Tor der Hausherren konnte parieren und hielt sein Team somit im Spiel. Und als Sven Linda drei Minuten vor dem Ende den vielumjubelten Anschlusstreffer erzielte, nährte er damit die Hoffnung der Kobra-Fans auf ein kleines Eishockey – Wunder. Doch diese Hoffnung wurde bereits 46 Sekunden später wieder zerstört, als Pascal Behlau mit dem vierten Ratinger Treffer das Endergebnis herstellen konnte.

Das es hätte auch anders ausgehen können, bestätigte Aliens-Trainer Jacobs in der anschließenden Pressekonferenz, der ein wenig mit der Tatsache haderte, dass seine Mannschaft nach 10 Minuten etwas das Tempo herausnahm und damit unweigerlich den Kobras damit half, ins Spiel zu kommen. Auch Kobra-Coach Sikorski lobte eine nie aufgebende und kämpfende Kobra-Truppe, wies aber auch darauf hin, dass dies aufgrund der schlechten Vorbereitung momentan alles sei, was man anzubieten habe. Die spielerischen Defizite würden erst im Laufe der Saison behoben werden können.
Die Tatsache, dass die Mannschaft mit großem Applaus in die Kabine verabschiedet wurde, ist allerdings ein sicheres Indiz dafür, dass die Kobra-Fans die Leistung ihres Teams unter den gegebenen Umständen richtig einzuschätzen wissen.

Dinslakener Kobras – Ratinger Ice Aliens         2:4 (0:2; 1:1; 1:1)

Torschützen Dinslaken:                                        Wilson, Linda
Torschützen Ratingen:                                         Tobias Brazda, Schumacher, Kuchynka, Behlau

Strafminuten Dinslaken:                                       10
Strafminuten Ratingen:                                         10

Zuschauer:                                                             268

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