In diesem Hashtag steckt viel Wahrheit: Kobras geben niemals auf

Er eröffnete den Torreigen für die Kobras: Timothy Tanke.

Der Eishockey – Regionalligist Dinslakener Kobras benutzt diesen Hashtag gerne auf diversen Internetplattformen. Dass dies nicht nur ein Hashtag ist, stellte die Sikorski -Truppe am gestrigen Abend im Spiel gegen den Tabellenzweiten Herforder e.V. einmal mehr unter Beweis. Denn nach einem 0:4 – Rückstand nach gut 22 Spielminuten hieß es am Ende 6:5 (0:2; 3:2; 2:1,1:0) n.V. für die Giftschlangen. Ein Kraftakt in der zweiten Spielhälfte machte diesen Erfolg erst möglich.

Zumindest die beiden Treffer der Herforder entsprachen keinesfalls den Spielanteilen im ersten Spielabschnitt. Munter ging es auf beiden Seiten vor allem in den ersten 10 Minuten die Torlinien rauf und runter, doch die Gastgeber vergaßen dabei das Tore schießen, während sich die Dragons in dieser Disziplin deutlich kaltschnäuziger zeigten. Und so stand es zum ersten Pausentee nach Treffern von Nils Bohle und Fabian Staudt 2:0 für die Gäste.

Da mach ich doch mal lieber Platz: Mark Essery lässt einen Schlagschuss von Michal Plichta passieren.

Auch der Mittelabschnitt verhieß aus Dinslakener Sicht zunächst nichts Gutes: Nur 17 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte der kurzfristig aus Soest verpflichtete Maurice Becker auf 3:0 und weitere 2 Zeigerumdrehungen später erneut Fabian Staudt zum 4:0 aus Sicht der Westfalen. Während dieser Phase merkte man den Kobras deutlich ihre Nervosität an, was sich vor allem darin zeigte, dass ihr Spielaufbau immer zerfahrener wurde. In der 26. Spielminute dann der Wendepunkt der Partie. Als Joey Menzel von halblinks den auf halbrechts besser postierten Timothy Tanke erblickte, passte er seinen Sturmkollegen punktgenau an und dieser ließ sich nicht zweimal bitten und schlenzte den Puck halbhoch in die rechte Torhälfte hinein. Jetzt witterten die Dinslakener Morgenluft und als Kevin Wilson in der 33. Spielminute das 2:4 erzielte,

Manchmal muss man sich für einen Erfolg auch kräftig verbiegen ….

brachte er damit nicht nur den Zuschauern den Glauben an einen möglichen Sieg wieder zurück. Sofort sprangen die Fans der Stehgeraden an und unterstützten ihre Jungs von jetzt an lautstark. Und als Michal Plichta 58 Sekunden vor der zweiten Sirene den 3:4 – Anschlusstreffer erzielte, war alles für ein spannendes letztes Drittel angerichtet.

Und das Drittel hielt, was es versprach. Großer Jubel brandete auf, als Alex Brinkmann mit einem verdeckten Schuss in der 42. Minute den 4:4 – Ausgleichstreffer erzielte und viele hofften, dass die Hausherren in der regulären Spielzeit auch noch den Siegtreffer erzielen würden. Doch da hatten sie die Rechnung ohne die Dragons gemacht. Denn die Westfalen, die übrigens ohne ihren Kanadier Killian Hutt angereist waren, zeigten noch einmal, warum sie ganz weit oben in der Tabelle stehen. Sie nutzten eine Unaufmerksamkeit in der Defensive des Tabellensechsten, um sich selbst in der 52. Spielminute wieder in Führung zu bringen.

…. dann wird man am Ende auch zurecht von den Mannschaftskollegen auf Händen getragen. Stefan Dreyer nach seinem spielentscheidenden Treffer.

Das war’s ? Mitnichten ! Denn jetzt warfen die Kobras alles nach vorne und belagertendas Gehäuse von Herford’s Goalie Justin Figge. Und in der 57. Spielminute fuhren sie dann endlich den Ertrag für ihre Mühen ein. Auf Vorarbeit von Mark Essery und Michal Plichta war es Kapitän Sven Linda vorbehalten, seine Mannschaft mit dem Treffer zum 5:5 in’s Spiel zurück zu bringen. Es gab in der verbliebenen Restspielzeit für beide Seiten noch die Möglichkeit auf einen Dreier, doch weder an Justin Figge noch an Felix Zerbe gab‘s in dieser Phase ein Vorbeikommen. Somit stand es nach 60 Minuten 5:5 unentschieden.
Jetzt musste die Verlängerung herhalten.

Und wie beim Spiel gegen Soest zeigten sich die Hausherren auch an diesem Abend nervenstark, als Stefan Dreyer unmittelbar nach Ablauf einer Strafzeit  gegen die Herforder in der 63. Spielminuteden vielumjubelten 6:5-Siegtreffer erzielte. Damit sicherte er den Hausherren den Zusatzpunkt, der noch einmal sehr wichtig werden könnte.

Bei der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Kobra-Coach Sikorski naturgemäß zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, während Jeff Job auf Seite der Herforder mit der ein oder anderen Strafzeitentscheidung gegen sein Team haderte.

In der Liga stellt sich die Situation für die Dinslakener wie folgt dar: Da zeitgleich die Soester EG mit 1:9 bei dem morgigen Gegner der Kobras, Meister Hammer Eisbären, unterlag, beträgt der Vorsprung der Kobras auf die Bördeindianer in der Tabelle nun 3 Punkte. Jedoch haben die Dinslakener auch bereits ein Spiel mehr absolviert. Es bleibt also unheimlich spannend.

 

Dinslakener Kobras – Herforder EV:                      6:5 n.V. (0:2; 3:2; 2:1; 1:0)

Torschützen Dinslaken:                                           Tanke, Wilson, Plichta, Brinkmann, Linda, Dreyer (GWG)
Torschützen Herford:                                               Staudt (2), Bohle, Linnenbrügger, Becker

Strafminuten Dinslaken:                                           2
Strafminuten Herford:                                               12

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