Guter Auftakt in die Relegationsrunde

 

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Michal Plichta, der Doppel- …

Perfekter Start für die Kobras: Mit einem 8:2 (3:2; 4:0; 1:0) gegen die Soester Bördeindianer sind die Giftschlangen in die Relegationsrunde gestartet und führen die Tabelle nach dem ersten Spieltag an. Dies ist zwar noch nicht sonderlich aussagekräftig, doch die Art und Weise, wie sie in diesen Teilabschnitt der Saison starteten, war schon beeindruckend. Man konnte jedem Spieler anmerken, dass er verstanden hat, was zu tun ist, um am Ende doch noch Teil der Playoffs zu sein. Kein Puck wurde verlorengegeben, es wurde sich in die Schüsse geworfen und jeder ging auch dorthin, wo’s wehtun kann.
Doch was das kämpferische Element anging, konnten auch die Westfalen sehr gut mithalten. Naturgemäß sind große Kämpfer auch immer sehr nah an einer Strafzeit. Und so erklären sich dann auch die am Ende vom Schiedsrichter verteilten 62 Strafminuten – davon 30 gegen die Heimmannschaft und 32 gegen die Gäste. Doch für die Kobras machte sich jetzt bezahlt, dass auch unter der Woche zuvor das Überzahlspiel trainiert wurde, die Hälfte der 8 Tore erzielten sie bei numerischer Überlegenheit.

Beide Mannschaften schenkten sich die Abtastphase und es ging gerade im Abschnitt 1 ständig rauf und runter. Optische Vorteile hatten die Hausherren, doch die Westfalen waren mit ihren pfeilschnellen Konterstürmern jeder Zeit gefährlich. Kaum saß der erste Dinslakener wegen Beinstellens gerade einmal 10 Sekunden auf dem Sünderbänkchen, da schlug die Scheibe auch schon hinter Lukas Schaffrath ein. Igor Furda hatte den Dinslakener Goalie bei 3:56 überwunden,

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… und Philipp Heffler, der Dreifach-Torschütze

als ihm die Scheibe nach einem Schlagschuss von der Bande hinter dem Tor zurück genau auf seinen Schläger prallte. Dieses Überzahltor sollte aber auch das einzige der Gäste in der Partie bleiben, obwohl sich auch ihnen noch einige Möglichkeiten bieten sollten.
Die Sikorski-Truppe zeigte sich aber unbeeindruckt und berannte weiter das Tor der Gäste. Nur 40 Sekunden nach dem Führungstreffer der Gäste hatte Michal Plichta die Verhältnisse wieder geradegerückt. Ähnliches ereignete sich dann 3 Minuten später – nur andersherum. Zunächst schoss erneut Michal Plichta die Kobras mit 2:1 in Front, doch auch die Freude bei den Hausherren währte nicht lange, denn auch hier lagen nur 47 Sekunden zwischen dem Plichta-Treffer und dem Ausgleich durch Sebastian Sprenger. Dafür, dass die Anzeigetafel dann doch noch die Verhältnisse auf dem Eis korrekt widerspiegelte, sorgte Stefan Dreyer beim 3:2 mit seinem Bauerntrick 56 Sekunden vor der ersten Sirene.

In Abschnitt 2 wurde das Spiel noch umkämpfter und es hagelte beidseitig Strafzeiten. Die daraus entstandenen Überzahlsituationen wussten allerdings Dominick Spazier & Co. deutlich besser zu nutzen als ihre Kontrahenten. Überzahltreffer von Kevin Wilson, Tom Giesen und Philipp Heffler sowie ein weiterer Treffer der Kobra mit der Nummer 7, diesmal

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Sogar fliegend wurde um den Puck gekämpft. Wie hier: Kevin Wilson

bei numerischer Gleichheit, stellten eine Vorentscheidung der Begegnung dar. Denn als es beim Spielstand von 7:2 zum zweiten Pausentee ging, konnte man sich nur schwer vorstellen, dass die Giftschlangen dieses Spiel noch aus der Hand geben würden.

Lukas Schaffrath und seine Vorderleute knüpften nach Wiederanpfiff genau da an, wo sie im Mittelabschnitt aufgehört hatten. Auch im Schlussdrittel blieben die Schwarzen überlegen, die meisten Szenen spielten sich vor Gästetorhüter Sven Rotheuler ab, der sich nach dem zweiten Drittel für Marvin Nickel zwischen die Pfosten gestellt hatte. Und obwohl es noch eine Reihe von Überzahlsituationen für die Niederrheiner gab, langte es letztendlich nur noch zu einem weiteren Überzahltreffer, den sich erneut Philipp Heffler gutschreiben lassen konnte. Können die Niederrheiner diese Leistung konservieren, so sollte auch die Begegnung am Sonntag gegen Grefrath eine lösbare Aufgabe werden.

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Waren das eventuell 2 Strafminuten wegen Haltens?

Nach dem Spiel gegen Soest gab es aber noch ein weiteres positives Ereignis.
Dazu muss man folgendes vorausschicken:
Am Ende der Hauptrunde machten die Dinslakener Verantwortlichen eine Zwischenfazit, bei der mit freudigem Erstaunen festgestellt wurde, dass die Giftschlangen die zweitbeste Defensive der Liga hatten. Dies erstaunt umso mehr, wenn man bedenkt, dass mit Sven Linda, Tim Cornelißen und Pierre Klein 3 namhafte Verteidiger zusammen gerade einmal 7 Hauptrundenspiele absolviert hatten. Doch es haben eben auch alle anderen gezeigt, dass auch sie zu den Guten der Liga gehören. Ebenso befinden sich beide Torleute derzeit in guter Form, so dass es auch auf dieser Position keinen Handlungsbedarf gab.
Schaut man sich allerdings die Tordifferenz der Kobras an, so wird man feststellen, dass der linke Betrag noch Lu

Martin Jakúbek
Und so sieht er aus, der Neue: Martin Jakúbek

ft nach oben hat und die Konkurrenz der Meisterrunde an dieser Stelle deutlich bessere Werte aufweisen kann.
Um diesen Wert künftig zu verbessern und die Chance auf das nachträgliche Erreichen der Playoffs um den Meistertitel zu vergrößern, haben sich die Verantwortlichen noch einmal auf dem Transfermarkt umgesehen und sind fündig geworden.

Ab sofort stößt der Slowake Martin Jakúbek zum Team vom Niederrhein. Jakúbek ist Stürmer und 24 Jahre alt. Der Rechtsaußen ist bei 92 kg Gewicht 1,84 m groß. Die Kobras sind seine erste Station in Deutschland. In Summe erzielte er bislang in der 1. Slowakischen Liga in 91 Spielen 12 Tore und 7 Vorlagen, in der 2. Slowakischen Liga in 20 Spielen 10 Tore und 13 Vorlagen und in der 2. Tschechischen Liga 15 Tore und 35 Vorlagen bei 83 Spielen. Er absolvierte bereits in Dinslaken ein Probetraining, bei dem er Coach Sikorski und der Führungsspitze der Kobras zu gefallen wusste. Nach dem Spiel gegen Soest wurden dann die letzten Unklarheiten beseitigt und der Vertrag unterschrieben.
Sollten die formellen Angelegenheiten auch mit den Verbänden zügig über die Bühne gehen, wird er bereits am nächsten Wochenende für seinen neuen Club auflaufen können.

Die Kobras heißen ihren Neuzugang aufs Herzlichste Willkommen und wünschen ihm eine verletzungsfreie Restsaison mit vielen erfolgreichen Momenten.

 

Dinslakener Kobras – Soester EG:                                       8:2 (3:2; 4:0; 1:0)

Torschützen Dinslaken:                                                         Philipp Heffler (3), Michal Plichta (2), Stefan Dreyer,
Kevin Wilson, Tom Giesen
Torschützen Soest:                                                                Igor Furda, Sebastian Sprenger

Strafminuten Dinslaken:                                                       20 + 10 (Kevin Wilson)
Strafminuten Soest:                                                              22 + 10 (Sebastian Sprenger)

Zuschauer:                                                                             214

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