Ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk

10 Minuten lang sah es so aus, als sollte es ein weiteres Déjà vu der Kobras bei ihrem Auftritt im Neusser Südpark geben. Engagiert gingen die Hausherren zu Werke, und nach nur 64 Sekunden führten die Gastgeber bereits mit 1:0. Dominick Thum hatte in das Kobraherz getroffen, freundlich eskortiert von der Dinslakener Defensivabteilung. Den mitgereisten Kobrafans schwante nichts Gutes. Als dann Jamie Lindt nur gut 3 Minuten später die Anzeigetafel auf 2:0 stellte, schien alles seinen normalen Verlauf zu nehmen.
Doch die Sikorski-Truppe war an diesem Abend nicht bereit, das Spiel so einfach aus der Hand zu geben. In Kreisen der Niederrheiner besann man sich zum einen auf die eigenen Stärken, zum anderen wollte man die zuletzt erzielten Erfolge nicht einfach so verpuffen lassen. Gegenüber anderer Auftritte der Kobras in Neuss riss man sich diesmal zusammen: Ab der 5. Spielminute setzte man sich gezielt zur Wehr und Michal Plichta machte in Spielminute 6 auf Zuspiel von Philipp Heffler den Auftakt zum 7:2 (4:2; 1:0; 2:0) – Erfolg der Kobras über den Neusser EV. Von jetzt an kippte die Partie langsam aber sicher zugunsten der Gäste, die das Regiment im weiteren Verlauf auch nicht mehr aus der Hand gaben. Zugute kam den Kobras dabei die Tatsache, dass sich die Hausherren durch Strafzeiten immer wieder selbst die Möglichkeit nahmen, ins Spiel zurück zu finden. Dafür funktionierte das zuletzt gescholtene Überzahlspiel der Kobras an diesem Abend ausgezeichnet. Die Treffer 2 und 3 in der 12., bzw. 14. Spielminute durch Stefan Dreyer und Mark Essery, beide erzielt bei einfacher Überzahl, können dafür als Beleg sehr gut herhalten. Als dann Philipp Heffler in der 16. Minute das 4:2 der Giftschlangen erzielte, schürte dies bei den zahlreichen mitgereisten Kobra – Fans die Hoffnung auf den ersten Kobra – Sieg am Neusser Südpark seit der Erfindung der Glühbirne.

Im Mittelabschnitt blieben Kapitän Linda & Co. souverän und behielten durchweg die Kontrolle über Puck und Gegner. Sie waren laufbereit und einsatzfreudig, so dass die Zuschauer spürten, dass dieses Team nicht gewillt war, sich noch die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Schon seit Mitte des ersten Drittels war der Funke von der Mannschaftsleistung auf die Fans übergesprungen, die ihrerseits nun ihr Team lauthals nach vorne peitschten. Einziger Makel in diesem Abschnitt war, dass trotz Überlegenheit nur ein weiterer Treffer erzielt werden konnte. Kevin Wilson hatte in der 29. Spielminute Ken Passmann im Neusser Kasten überwinden können.

Auch im Schlussdrittel zeigten sich die Dinslakener überzeugend und belohnten sich selbst mit zwei weiteren Toren durch Alex Brinkmann und Mark Essery in der 44. Und 49. Spielminute, besiegten den „Südpark – Fluch“ und machten sich selbst und den Kobra-Fans ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Coach Sikorski zeigte sich im Anschluss an die Partie zufrieden: „Wir haben zwar schwach angefangen, aber wir haben nach der Hälfte des ersten Drittels die Kontrolle übernommen und sie auch nicht mehr aus der Hand gegeben. Jetzt sind wir wieder da, wo wir zum Ende der letzten Saison aufgehört haben und können jedem Gegner der Liga Paroli bieten, analysierte der Dinslakener Eishockeylehrer die Leistung seines Teams selbstbewusst.

Nach dem fünften Sieg in Folge kann man sich in Dinslaken jedenfalls nun ganz auf das bevorstehende Weihnachtsfest konzentrieren, bevor es zum Jahresausklang noch einmal in die Fremde geht. Denn am 29.12. steht für die Giftschlangen das letzte Spiel des Jahres an. Dann geht es zu den Herforder Dragons. Die Kobras werden bei den Westfalen sicherlich mit breiter Brust auflaufen, auch wenn sie eigentlich der Außenseiter sind. Doch im Moment ist ihnen alles zuzutrauen. Spielbeginn ist um 20:30 Uhr.

Zu guter Letzt möchten es die Kobras nicht versäumen, ihren Fans und Gönnern ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen und hoffen, dass wir uns alle im Anschluss gesund und munter wiedersehen.

 

Neusser EV – Dinslakener Kobras:                                     2:7 (2:4; 0:1; 0:2)

Torschützen Neuss:                                                              Thum, Lindt
Torschützen Dinslaken:                                                        Essery (2), Plichta, Dreyer, Heffler, Wilson, Brinkmann

Strafminuten Neuss:                                                             14
Strafminuten Dinslaken:                                                       4

Zuschauer:                                                                             158

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