Der erste Punkt ist endlich da

Nach der hohen Niederlage am Freitag gegen Neuss, hatte niemand der anwesenden Zuschauer daran geglaubt, dass die Kobras gegen die favorisierten Bären aus Neuwied irgendetwas ausrichten könnten. Doch die Giftschlangen konnten alle überraschen. Mit der bislang besten Saisonleistung rangen sie den Deichstädtern einen Punkt ab und mussten sich erst nach Verlängerung und Penaltyschießen geschlagen geben. Dabei wären an diesem Abend durchaus auch drei Punkte für die Sikorski-Truppe drin gewesen. Von Anfang an war Feuer im Spiel. Die Dinslakener wirkten gegenüber dem Freitagsspiel wie ausgewechselt und begannen sehr druckvoll. Bissig im Zweikampf und mit einer diesmal gut funktionierenden Abwehr, lieferten die Kobras den Bären ein Spiel auf Augenhöhe und konnten auch ihre Akzente im Spiel nach vorne setzen. Bis zur siebten Minute blieb die Begegnung torlos. Doch dann schlug die Stunde des Michal Plichta. Nachdem er kurz zuvor noch an Ex-Kobra Lukas Schaffrath im Neuwieder Tor gescheitert war, blieb er im zweiten Anlauf der Sieger und erzielte das 1:0 für die Kobras

Michal Plichta bei seinem Penalty

. Seine Freude und Erleichterung über seinen ersten ersten Treffer nach einer langen Durststrecke war nicht zu übersehen. Das Spiel nahm nun noch mehr Fahrt auf und beide Teams hatten beste Gelegenheiten zum Torerfolg zu kommen. Doch erst in der 18. Minute ertönte die Torjubelmusik ein weiteres mal aus den Lautsprechern der Schlangengrube. In Überzahl erzielte Kevin Wilson mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie das 2:0 für die Kobras. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause und bei den Dinslakener Fans keimte ein Funken Hoffnung auf einen Sieg auf.

Im Mittelabschnitt machten die Kobras da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Mit viel Körpereinsatz wurden die Neuwieder Stürmer möglichst weit weg von Marvin Haedelts Tor gehalten. Und wenn mal ein Schuss durchkam, war er eine sichere Beute für den Kobra-Keeper. Auf der anderen Seite durfte sich auch Lukas Schaffrath nicht über mangelnde Arbeit beklagen, denn die Dinslakener Stürmer setzten ihre Angriffsbemühungen ebenfalls weiter fort. In der 26. Minute nutzte Stefan Dreyer ein Zuspiel von Michal Plichta und Philipp Heffler und haute den Puck zum 3:0 in die Neuwieder Maschen. Doch nur 3 Minuten später gelang den Bären der Anschlusstreffer und sie witterten wieder Morgenluft. Von nun an nahm die Begegnung, die ohnehin schon auf oberen Regionalliganiveau lief, noch weiter an Fahrt auf und die Deichstädter drängten die Kobras immer weiter in die Defensive. Doch das gab den Giftschlangen Gelegenheit zum Kontern. Wie in der 36. Minute, als sich Michal Plichta auf und davon machte und nur mit unfairen Mitteln am Torschuss gehindert werden konnte. Den daraus resultierenden Penalty konnte er zum Leidwesen der Dinslakener Fans nicht im Neuwieder Tor unterbringen. So blieb es bis zur Pause bei der Dinslakener 3:1 Führung.

Im letzten Drittel hielt Neuwied den Druck auf die Dinslakener Hintermannschaft weiter hoch und die Kobras mussten manchmal zu unerlaubten Mitteln greifen, um die Deichstädter zu stoppen. Wobei sie dieses mal wesentlich disziplinierter zu Werke gingen, als noch zuletzt. Umso wichtiger, da ein Spitzenteam wie die Bären solche Überzahlsituationen zu nutzen weiß. Wie in der 42. Minute, als Marvin Haedelt chancenlos gegen Michael Jamieson war und es nur noch 3:2 stand. Nur 2 Minunte später erzielte Neuwied sogar den 3:3 Ausgleich und das Spiel war nun wieder völlig offen. Beide Teams suchten die Entscheidung, wobei die Deichstädter in diesem Abschnitt immer mehr Oberwasser bekamen und die Dinslakener mit Kräftezehrender Defensivarbeit beschäftigten. In der 55. Minute fiel dann zum Entsetzen der Dinslakener Fans der Neuwieder Führungstreffer zum 3:4. Doch die Kobras zeigten Moral an diesem Abend und kämpften sich zurück ins Spiel. Nur 2 Minuten später war es Kevin Wilson, der den Spielstand wieder egalisierte. Dieses 4:4 hatte bis zur Schlusssirene bestand und sicherte den Kobras den lang ersehnten ersten Punkt in dieser Saison. In der anschließenden fünfminütigen Verlängerung, die in dieser Saison eingeführt wurde, hielten sich beide Teams schadlos. So musste das Penaltyschießen für die Entscheidung sorgen. Während Tom Giesen, Kevin Wilson und Sven Linda auf Dinslakener Seite scheiterten, traf Michael Jamieson für die Neuwieder Bären und sicherte den Extrapunkt. Trotz der Niederlage im Penaltyschießen zeigte sich Kobra-Coach Krystian Sikorski nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Der Anfang ist gemacht. Wenn wir weiter so souverän spielen, wie gegen Neuwied, die eine sehr starke Mannschaft haben, werden wir den einen oder anderen Punkt noch holen.“

Nächstes Wochenende gehen die Punkte zwei mal auf fremden Eis auf Punktejagd. Dabei treffen sie mit den Luchsen aus Lauterbach auf einen Tabellennachbarn, der bislang erst zwei Punkte auf seiner Habenseite hat. Mit einem Sieg können die Kobras an den Luchsen vorbeiziehen. Wichtig für die Fans, es wird an dem Freitag, anders als noch in der Eishalle verkündet, kein Bus nach Lauterbach eingesetzt! Am Sonntag geht es dann an den Ratinger Sandbach, wo die Kobras auf den Vizemeister Ice Aliens treffen.

Dinslaken Kobras – EHC „Die Bären“ 2016 Neuwied 4:5 n. P. (2:0/1:1/1:3)

Torschützen Dinslaken: Plichta, Wilson (2), Dreyer

Torschützen Neuwied: Fröhlich (2), Jamieson, Brabec, GWG Jamieson

Strafminuten Dinslaken: 12

Strafminuten Neuwied: 19 + Spieldauer Brabec

Zuschauer: 234

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