Der Dosenöffner blieb aus

Auch beim amtierenden Meister Hammer Eisbären blieb den Kobras der erste Saisonpunkt verwehrt. Im Gegenteil: Sogar ohne einen Torerfolg musste man nach dem 0:3 (0:0, 0:2; 0:1) die Heimreise nach Dinslaken antreten.
Zwar musste Coach Sikorski auf eine große Anzahl von Spielern aus diversen Gründen verzichten und der ein oder andere Verbliebene trat die Begegnung noch leicht verletzt oder mit einem grippalen Infekt gebeutelt an, doch dies tat dem kämpferischen Element der Kobras keinen Abbruch. Gestützt auf einen starken Marvin Haedelt baute man ein Defensiv – Bollwerk auf, welches lange Zeit dem Druck des Meisters standhielt. Allein die Offensiv-Bemühungen der Giftschlangen waren oft zu durchsichtig und mit wenig Durchschlagskraft

Marvin Haedelt im Tor der Kobras war ein starker Rückhalt.

ausgestattet. Einer der besten Offensivkräfte des Abends, Kevin Wilson, hätte sogar Ende des ersten Drittels für die Überraschungsführung der Gäste sorgen können, doch er vermochte seine gute Einzelaktion nicht mit einem Treffer zu veredeln. Dennoch blieb den Kobras zumindest das Unentschieden aus dem ersten Spielabschnitt.

Das Bild änderte sich im Mitteldrittel zunächst nicht. Spielbestimmende Gastgeber sorgten für reichlich Abwehrarbeit bei den Gästen, die ihrerseits, bei ihren spärlichen Angriffsbemühungen einfach zu harmlos blieben. Doch in der 26. Spielminute waren auch die Verteidigungsbemühungen umsonst. Als die Mannschaft aufgrund einer Strafzeit in Unterzahl agieren musste, wurde der Druck der Eisbären zu groß. Aus dem Gewühl heraus stocherte Ibrahim Weißleder die schwarze Hartgummischeibe über die Torlinie und brachte seine Farben somit erstmalig auf die Anzeigetafel.
Dies beflügelte den Meister noch mehr und er startete einen Sturmlauf auf das Kobra-Gehäuse. Mit Erfolg, denn nur anderthalb Minuten später sorgte Marvin Cohut beim 2:0 für die Vorentscheidung.
Zwar bemühten sich im weiteren Verlauf Michal Plichta & Co. um den Anschlusstreffer, doch die herausgespielten Chancen waren einfach nicht zwingend genug, um die Hausherren in Verlegenheit bringen zu können.
Marius Dräger verbrachte im Verlaufe des Abends im Tor der Eisbären gegenüber seinem Kollegen Haedelt einen vergleichsweise ruhigen Abend. Die Kobras schafften es einfach nicht, sich durch ein selbst erzieltes Tor einen weiteren Motivationsschub – den Dosenöffner – zu verschaffen, um das Spiel noch in ihrem Sinne verändern zu können. Beim dritten Eisbären-Treffer durch Oliver Kraft, 75 Sekunden vor Spielende, glaubte schon niemand der mitgereisten Kobra-Fans mehr an eine mögliche Spielwende. Und wahrscheinlich einige Dinslakener Akteure auch nicht.

In der anschließenden Pressekonferenz

Trotz aller Angriffsversuche gingen die Kobras an diesem Abend leer aus.

gab Coach Sikorski die bis dato spielerisch beste Saisonleistung seines Teams zu Protokoll, haderte aber auch mit dem ständig wechselnden Personal bei Training und Spiel. Dennoch glaubt er, dass seine Mannschaft trotz der fehlenden Vorbereitung wieder an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen kann, bat dafür aber um Geduld.

Sein Pendant Ralf Hoja zeigte erleichtert ob des Sieges seines Teams, denn trotz aller Warnungen seinerseits vor dem Gegner hatten wohl einige seiner Spieler nur auf die Tabelle geschaut und somit einen Selbstläufer erwartet. Erst als er in der Drittelpause dieses Thema nochmals aufgriff, lief es auf Seiten des Meisters besser und man erarbeitete sich diesen verdienten Sieg.

Auf die Kobras kommen schwere Zeiten zu, Mannschaft und Fans benötigen unbedingt einen Befreiungsschlag. Je eher, desto besser. Im besten Fall sogar schon morgen, beim Heimspiel gegen einen weiteren Titelaspiranten, die Rockets aus Diez-Limburg. Spielbeginn in der Schlangengrube ist um 19:00 Uhr.

Hammer Eisbären – Dinslakener Kobras                          3:0 (0:0; 2:0, 1:0)

Torschützen Hamm:                                                             Weißleder, Cohut, Kraft
Torschützen Dinslaken:                                                        —-

Strafminuten Hamm:                                                            12 + 10 (Tim Pietzko)
Strafminuten Dinslaken:                                                       16

Zuschauer:                                                                             367

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